Es gibt eine klare Nummer 1
Das sind die Anwärter auf die Weibel-Nachfolge bei der Nati

Sucht der Verband einen Nati-Direktor, kann er nur selten aus dem Vollen schöpfen. Aktuell ist das anders: Es gibt einen Mann, der wie gemacht ist für die Nachfolge von Lars Weibel. Und er ist gerade verfügbar.
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Lars Weibel: Geht vom Verband zu Ambri.
Foto: keystone-sda.ch
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Machen wir es kurz: Paolo Duca (44) ist der beste Mann für den Job des Nati-Direktors. Der Ex-Ambri-Sportmanager ist verfügbar und wäre wohl bereit, diese Herausforderung anzunehmen. Aus seinem Umfeld ist jedenfalls zu vernehmen, dass er diesem Posten nicht abgeneigt wäre. Ein Glücksfall für den Schweizer Eishockey-Verband (SIHF), weil dieser Job ansonsten eher als Sprungbrett für eine Karriere im Klubsegment angesehen wird. 

Scheidender Ambri-Sportchef Duca spricht von Verrat
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«Wie ein Messer in den Rücken»:Scheidender Ambri-Sportchef Duca spricht von Verrat

Bei Paolo Duca ist das anders. Er hat seine Sporen in der National League abverdient. Hat Ambri aus dem Chaos befreit und in die Erwartungssicherheit geführt, und das in einem einzigartigen Umfeld mit verzerrtem Blick auf die sportliche Realität und Dauerbeobachtung durch die lokalen Berichterstatter. 

National-League-Erfahrung eine Voraussetzung?

Seit der strategischen Trennung zwischen National League und Verband (2021) muss der Verband noch mehr darum bemüht sein, das Gesamtprodukt zu stärken und zu pflegen. Dabei kommt dem Nati-Direktor eine tragende Rolle zu.

Damit er dieser Funktion als Kommunikator zwischen Verband und Liga gerecht werden kann, ist eine National-League-Vergangenheit mittlerweile fast schon eine zwingende Voraussetzung. Ein Nati-Direktor, der mit National-League-Exponenten auf Augenhöhe diskutieren möchte, muss wissen, wovon er spricht und mit wem er spricht. Duca erfüllt diese Voraussetzung. Und dazu noch mehr: Bei Ambri hat er während Jahren auch beim Swiss-League-Ableger (damals: Ticino Rockets) die Finger im Spiel und weiss, wie bedeutsam ein stabiler Nachwuchs-Unterbau für das Schweizer Eishockey ist. Die Swiss League ist eine Baustelle, die der neue Verbandspräsident Urs Kessler (63) baldmöglichst schliessen möchte. Mit Paolo Duca könnte er sich einen Fachmann zur Seite holen, der sich auch in diesem Problembereich bestens auskennt.

Die Kandidaten – wer bestimmt den Nachfolger?

Die anderen Kandidaten? Wenn man Erfahrungswerte aus der National League voraussetzt, lassen sich die an einer Hand abzählen. Vielleicht könnte sich der zuletzt unter Druck geratene EVZ-Sportchef Reto Kläy (47) einen Tapetenwechsel vorstellen? Martin Steinegger (53) erfüllt sämtliche Voraussetzungen – aber würde er einen Wechsel zum Verband überhaupt in Erwägung ziehen? Falls man sich mit dem Retro-Gedanken anfreunden kann, wäre Raeto Raffainer (44) ein Thema. Raffainer war von 2015 bis 2019 schon einmal Direktor der Nationalmannschaften, bevor er für kurze Zeit im Klubgeschäft (Davos, Bern, 2019 bis 2022) tätig war. Oder zaubert der Verband einen Anwärter aus dem Hut, den keiner auf der Rechnung hat? 

Das letzte Wort bezüglich Direktor der Nationalmannschaften hat wie üblich der SIHF-Verwaltungsrat. 

Der SIHF-Verwaltungsrat

Die Zusammensetzung des SIHF-Verwaltungsrats (gemäss SIHF-Webseite)

  • Urs Kessler (Präsident SIHF)
  • Marc-Anthony Anner
  • Martin Affolter
  • Sacha Thür
  • Katrin Lehmann
  • Peter Zahner
  • Stefan Volken

Die Zusammensetzung des SIHF-Verwaltungsrats (gemäss SIHF-Webseite)

  • Urs Kessler (Präsident SIHF)
  • Marc-Anthony Anner
  • Martin Affolter
  • Sacha Thür
  • Katrin Lehmann
  • Peter Zahner
  • Stefan Volken

Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals am 6. Januar 2026.

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