Darum gehts
Die Katze ist aus dem Sack: Nati-Coach Patrick Fischer hat die 25 Spieler bekannt gegeben, die im Februar in Mailand bei Olympia dabei sein werden. Dabei vertraut der Zuger auf 24 Akteure, die unter ihm schon ein- bis dreimal WM-Silber gewonnen haben. Der Einzige ohne WM-Medaille ist NHL-Stürmer Pius Suter.
Goalies: Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug), Akira Schmid (Vegas Golden Knights).
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Michael Fora (Davos), Andrea Glauser (Fribourg), Roman Josi (Nashville Predators), Dean Kukan, Christian Marti (beide ZSC Lions), Janis Moser (Tampa Bay Lightning), Jonas Siegenthaler (New Jersey Devils).
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Kevin Fiala (Los Angeles Kings), Nico Hischier (New Jersey Devils), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Philipp Kurashev (San Jose Sharks), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey Devils), Nino Niederreiter (Winnipeg Jets), Damien Riat (Lausanne), Sandro Schmid (Fribourg), Pius Suter (St. Louis Blues), Calvin Thürkauf (Lugano).
Goalies: Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug), Akira Schmid (Vegas Golden Knights).
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Michael Fora (Davos), Andrea Glauser (Fribourg), Roman Josi (Nashville Predators), Dean Kukan, Christian Marti (beide ZSC Lions), Janis Moser (Tampa Bay Lightning), Jonas Siegenthaler (New Jersey Devils).
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Kevin Fiala (Los Angeles Kings), Nico Hischier (New Jersey Devils), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Philipp Kurashev (San Jose Sharks), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey Devils), Nino Niederreiter (Winnipeg Jets), Damien Riat (Lausanne), Sandro Schmid (Fribourg), Pius Suter (St. Louis Blues), Calvin Thürkauf (Lugano).
Vom Team, das im letzten Frühling in Stockholm haarscharf am Weltmeistertitel vorbei schlitterte, bekamen sechs einen Korb: Die Goalies Stéphane Charlin und Sandro Aeschlimann, Verteidiger Dominik Egli, sowie die Stürmer Tyler Moy, Grégory Hofmann und Nicolas Baechler. Sie haben ihren Platz an die NHL-Stars Akira Schmid, Roman Josi, Philipp Kurashev und Suter sowie an Reto Berra, der eine Auszeit nahm, und Calvin Thürkauf, der verletzt war, verloren.
Bei Spielern wie Egli, Hofmann oder auch dem besten Schweizer Skorer der National League, Théo Rochette, ist das leicht nachvollziehbar. Sie sind nicht für das intensive Spiel, das auf internationaler Ebene gefragt ist, geschaffen. Und in Mailand wird zudem auf kleineren Eisfeldern als an den letzten Weltmeisterschaften gespielt. Zudem sind die Top-Nationen mit den besten NHL-Spielern am Start. Da weht ein anderer Wind.
Suter, Kurashev und Jäger derzeit verletzt
Ein Härtefall ist hingegen Moy. Der Lakers-Stürmer war an der letzten WM mit zwölf Punkten der beste Skorer des Schweizer Silber-Teams und hat dabei seine internationale Tauglichkeit unter Beweis gestellt. Über ihn sagte Fischer im Mai: «Ich kenne keinen Spieler, der mehr getan hat, um in die Nati zu kommen, als er.»
Da der Nati-Coach mit Nico Hischier, Kevin Fiala, Timo Meier, Nino Niederreiter, Suter und Kurashev auf sechs NHL-Stürmer sowie die ZSC-Stars Denis Malgin und Sven Andrighetto, die einst auch in der besten Liga der Welt spielten, zählen kann, ist er für die Offensive nicht auf Moy angewiesen. Solange alle gesund sind. Doch beim intensiven Programm – die drei Gruppenspiele gegen Frankreich, Kanada und Tschechien gehen innert vier Tagen über die Bühne – und der physisch anspruchsvollen Spielweise, die zu erwarten ist, muss man mit Ausfällen rechnen. Somit geht Fischer ein Risiko ein. Moy wäre der ideale Joker gewesen.
Die Hintertüre ist für den Schweiz-Amerikaner aber noch offen. Gemäss Blick-Informationen ist er auf der Pikett-Liste und könnte bei Verletzungen vor dem Turnier nachrücken. Ausserdem sind drei Stürmer derzeit verletzt. Man hofft aber, dass sich Kurashev und Suter rechtzeitig erholen. Und Ken Jäger sollte in rund zwei Wochen aufs Eis zurückkehren.
Fan-Favorit Egli bleibt auf der Strecke
In der Verteidigung sind Überraschungen ausgeblieben. Die drei NHL-Verteidiger Josi, Siegenthaler und Moser waren genauso wie die bewährten Nati-Kräfte Dean Kukan, Andrea Glauser, Michael Fora und Christian Marti gesetzt. Somit gab es eigentlich nur noch ein Stechen um den achten und letzten Platz, den sich Tim Berni gesichert hat.
Donnerstag, 12. Februar
Schweiz – Frankreich 12.10 Uhr
Freitag, 13. Februar
Kanada – Schweiz 21.20
Sonntag, 15. Februar
Schweiz – Tschechien 12.10
Vor-Viertelfinals: 17. Februar
Viertelfinals: 18. Februar
Halbfinals: 20. Februar
Bronze-Spiel: 21. Februar
Final: 22. Februar
Donnerstag, 12. Februar
Schweiz – Frankreich 12.10 Uhr
Freitag, 13. Februar
Kanada – Schweiz 21.20
Sonntag, 15. Februar
Schweiz – Tschechien 12.10
Vor-Viertelfinals: 17. Februar
Viertelfinals: 18. Februar
Halbfinals: 20. Februar
Bronze-Spiel: 21. Februar
Final: 22. Februar
Der Zürcher in Diensten von Servette hat eine solide letzte WM gespielt und nach einem turbulenten Saisonstart zuletzt seine Form gefunden. Zudem bringt Berni als ehemaliger NHL- und AHL-Spieler Erfahrungswerte auf kleinen Eisfeldern mit. In der Gesamtsumme sind das durchaus Argumente, um ihn mit einem Olympia-Ticket auszustatten.
Über die Klinge springen mussten dagegen die ebenfalls gehandelten Egli, Romain Loeffel, Simon Le Coultre, Sven Jung und Lukas Frick. Bitter ist dies vor allem für Egli und Loeffel. Egli, den sich die Blick-Leser in einem Voting als Olympia-Fahrer gewünscht hatten, konnte sich auch als Schlüsselspieler des schwedischen Spitzenklubs Frölunda bei der Nati nicht in den Vordergrund spielen.
Für den 34-jährigen Loeffel, an den letzten beiden Olympia-Turnieren noch dabei und während Jahren eine wichtige Figur in der Nati-Verteidigung, platzt derweil womöglich der Traum vom letzten grossen Karriere-Highlight, denn ob ihn Fischer nochmals für die Heim-WM zurückholt, ist fraglich. Mit Loeffels Nicht-Nominierung ist auch klar, dass kein einziger Spieler des einst so stolzen SCB in Mailand dabei sein wird – weder bei der Nati, noch bei einer anderen Nation.
Auch Servettes Le Coultre, den Blick in seinem Wunsch-Aufgebot als achten Mann gesehen hat, ist es trotz seiner starken Form und seines überzeugenden Auftritts am Nati-Heimturnier im Dezember in Zürich nicht gelungen, in letzter Minute noch auf den Olympia-Zug aufzuspringen.







