Vorfall in Küssnacht SZ
Betrunkener Deutscher zeigt Polizisten den Hintern

Am Küssnachter Klausjagen wurde letztes Jahr statt Klaus ein Besucher von der Polizei gejagt. Der stark alkoholisierte Mann pöbelte Passanten an und störte den Polizeidienst. Nun ist klar, wie viel ihn der Ausraster kostet.
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Das traditionelle Klausjagen findet in Küssnacht am Rigi jedes Jahr am 5. Dezember statt. Letztes Jahr sorgte ein betrunkener Deutscher für Ärger.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Klausjagen in Küssnacht: Deutscher pöbelt und wird verhaftet
  • Er wurde verwarnt, kehrte zurück und zog aus Protest die Hosen aus
  • Jetzt wird er gebüsst und muss die Kosten des Verfahrens tragen
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Jedes Jahr feiern Tausende Umzugsteilnehmer am 5. Dezember das Klausjagen in Küssnacht SZ. Letztes Jahr machte sich ein Besucher dabei prompt zum Oberklaus. Wie der «Bote der Urschweiz» berichtete, muss er nun eine happige Strafe bezahlen.

Der beschuldigte Deutsche hatte bereits über alle Massen getrunken und machte es sich beim Hauptplatz vor dem Küssnachter Gasthaus Engel gemütlich. Dort pöbelte er wahllos Passanten an. Das bemerkte die Polizei, welche ihn daraufhin des Platzes verwies.

Er nannte einen Beamten «Arschloch»

Die Verwarnung machte aber nur wenig Eindruck auf den Trunkenbold. Eine halbe Stunde später kehrte er zurück und pöbelte fröhlich weiter. Weil der Mann sich nicht an die Wegweisungsverfügung hielt, musste die Polizei ihn in Handschellen abführen. Das gefiel dem Deutschen überhaupt nicht. Er leistete passiv Widerstand und nannte einen Beamten «Arschloch». Als nichts mehr zu helfen schien, zog der Beschuldigte aus Protest seine Hose aus und zeigte den Beamten seinen Hintern.

Die wilde Aktion hatte ihren Preis. Der Mann erhielt eine Busse von 300 Franken, weil er laut Strafbefehl «durch sein Benehmen eine Störung des Polizeidienstes zumindest billigend in Kauf nahm». Zusätzlich muss er auch die Verfahrenskosten von 460 Franken bezahlen.

Sie klingen ausgedacht, sind aber echt. Immer wieder werden Strafbefehle öffentlich, die man für einen schlechten Scherz halten könnte. Blick zeigt Fälle, bei denen selbst die Behörden mit dem Kopf schütteln.

Erfundene Geschichte kostet Mann 4000 Franken

Eine erfundene Raubgeschichte wurde für einen Mann im Kanton Zürich im Jahr 2017 teuer. Er behauptete, von sieben Afghanen überfallen und an einen Baum gefesselt worden zu sein. Wie die Polizei bei den Einvernahmen feststellte, war die Geschichte jedoch ausgedacht. Der Mann gab an, er habe sich vor seiner Freundin nicht für sein spätes Erscheinen rechtfertigen wollen. Er wurde schliesslich zu einer Strafe in Höhe von 2000 Franken verdonnert. Ausserdem musste er die Verfahrenskosten in Höhe von fast 2000 Franken zahlen.

4400 Franken für falschen Alarm

Das hätte sie sich sparen können. Eine 20-jährige Frau sorgte 2023 für einen unnötigen Behördenaufwand. An einem Sonntagmorgen rief sie bei der Polizei an und meldete einen eskalierenden Streit in einer Wohnung in Schlieren. Die Polizisten fanden jedoch eine komplett ruhige Wohnung vor. Wie sich herausstellte, wollte die Anruferin mit der Aktion den Schlaf der Familie stören. Der Weckdienst kostete sie schliesslich 4400 Franken.

Polizisten angefurzt

Auch die Beamten in Österreich müssen sich häufig mit schlechtem Benehmen herumschlagen. 2020 sorgte ein Vorfall in Wien für Aufsehen, bei dem sich ein Passant besonders provokativ verhielt. Der Täter habe «in voller Absicht» laut vor der Polizei gefurzt, heisst es in der Strafverfügung. Demnach geht es um «Anstandsverletzung und Lärmerregung». Für seinen Auftritt musste der Wiener eine Busse von umgerechnet 460 Franken zahlen.

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