Darum gehts
- Justin Timberlake wurde 2024 betrunken am Steuer in New York erwischt
- Bodycam-Video der Verhaftung zeigt peinliche Szenen, veröffentlicht trotz Einspruch
- 430 Euro Strafe, 25 Stunden Arbeit, 90 Tage ohne Führerschein
Im Juni 2024 hatte Justin Timberlake (45) nachts ein Nobel-Restaurant in Sag Harbor im US-Bundesstaat New York in seinem grauen BMW X7 verlassen. Doch er war nicht weit gekommen: Polizisten bemerkten schnell, dass er nur einen Kilometer entfernt ein Stoppschild überfahren hatte. Die Streife folgte ihm. Der Sänger war schlingernd gefahren, hiess es, und zweimal auf die entgegengesetzte Fahrspur geraten. Timberlake stand während der Fahrt unter Alkoholeinfluss und wurde daraufhin festgenommen.
Der «Sexy Back»-Sänger hatte vermutlich gehofft, dass der Vorfall mittlerweile in Vergessenheit geraten ist. Doch nun holt ihn seine Suff-Fahrt nochmals ein: Das Videomaterial, das von der Bodycam eines Polizisten während der Verhaftung aufgezeichnet wurde, wurde nun veröffentlicht.
«Das sind wirklich schwierige Tests»
Das Video zeigt, wie Timberlake um 00.19 Uhr von zwei Polizisten angehalten wurde: seine Augen glasig, sein Blick irgendwo zwischen Entsetzen und Verwirrung, als er vom Fahrersitz zu ihnen aufschaut. Als ein Beamter fragt, warum er in der Stadt sei, antwortet Timberlake: «Ich bin auf Welttournee.» Der unwissende Beamte: «Was machen Sie?» Der Sänger darauf: «Schwer zu erklären.» Nach kurzem Stottern klärt er den Polizisten auf: «Welttournee. Ich bin Justin Timberlake.» Der Polizist reagiert überrascht: «Sie sind Justin Timberlake? Haben Sie einen Führerschein dabei?»
Sein Promistatus tut für die Polizisten nichts zur Sache. Sie fordern Timberlake auf, eine Reihe von Alkoholtests durchzuführen. Er soll mit Ferse an Zehe auf einer geraden Linie laufen – ein schwieriges, langwieriges Unterfangen für den betrunkenen Timberlake. Der Weltstar wirkt verunsichert und entschuldigt sich. «Ich bin ein bisschen nervös», sagt er. «Das sind wirklich schwierige Tests.»
Kein Promibonus von der Polizei
Zwar bleibt der Sänger höflich. Einen Alkoholtest will er aber partout nicht absolvieren – und landet darauf in Handschellen. Als seine weibliche Begleitung auftaucht, fragt sie verdutzt: «Ihr verhaftet gerade Justin Timberlake?» Sie bittet die Beamten sogar, eine Ausnahme zu machen, weil sie den Song «Bye Bye Bye» der Backstreet-Boys mögen. Doch die Beamten kennen keinen Promibonus und nehmen Timberlake mit auf die Wache.
In den sozialen Medien ist man sich weitgehend einig: Timberlakes Entscheidung, sich in diesem Zustand hinters Steuer zu setzen, war unverantwortlich und unentschuldbar. Immer wieder liest man Kommentare wie: «Stellt euch vor, ihr habt 50 Millionen Dollar und seid trotzdem nicht bereit, 100 Dollar für ein Taxi auszugeben.» Und: «Es ist toll, wenn Polizisten Promis so behandeln wie normale Menschen.»
In den Gerichtsakten wurde festgehalten, dass Justin Timberlake beim Koordinationstest komplett durchgefallen war. Er hingegen gab an, nur ein Gläschen Martini getrunken zu haben. Weil der Sänger den Alkoholtest verweigerte, bleibt der Promillegehalt unbekannt. Das Gericht verurteilte ihn zu 430 Euro Geldstrafe, 25 Stunden gemeinnütziger Arbeit und 90 Tagen ohne Führerschein. Anfang März hatte Timberlake noch erfolglos versucht, die Veröffentlichung der Aufnahmen gerichtlich zu verhindern. Die Stadt und seine Anwälte haben sich laut Nachrichtenagentur AP auf eine «redigierte Fassung» geeinigt.