Videos aus der Nacht zeigen die Unfallstelle
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Grosseinsatz im Engadin:Videos aus der Nacht zeigen die Unfallstelle

Von Pfäffikon ZH über Siders VS bis Susch GR
Das sind die schlimmsten Busunglücke der Schweiz

Der Carunfall mit fünf Todesopfern im Engadin erschüttert die Schweiz. Es ist nicht die erste Katastrophe dieser Art: von einem Bus voller Schulkinder bis zu 39 Toten an einem Bahnübergang – diese Unglücke haben sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt.
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Am Donnerstagnachmittag verunglückt ein niederländischer Reisecar auf der Engadinerstrasse zwischen Zernez GR und Susch GR.
Foto: Jon Duschletta/Engadiner Post

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fünf Tote, 40 Verletzte: Busunglück im Unterengadin am 10. September.
  • Bus stürzte Hang hinunter, Ursache unklar, kein zweites Fahrzeug involviert.
  • 45 Insassen, niemand blieb unverletzt, Schweiz erschüttert von Tragödie.
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Chiara SchlenzAusland-Redaktorin

Fünf Tote, 40 Verletzte: Das schwere Busunglück im Unterengadin erschüttert die Schweiz. Ein niederländischer Reisecar kam am Donnerstagnachmittag zwischen Susch GR und Zernez GR von der Strasse ab, durchbrach eine Leitplanke und stürzte einen Hang hinunter. Keine der 45 Personen an Bord blieb unverletzt.

Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Die Polizei geht bislang von einem Selbstunfall ohne Beteiligung eines zweiten Fahrzeugs aus. 

Es ist eines der schwersten Carunglücke der jüngeren Schweizer Geschichte. Ein Blick zurück zeigt: Immer wieder wurden Ferienreisen, Vereinsausflüge und Klassenfahrten auf Schweizer Strassen zur Katastrophe. Mehrere Unglücke ereigneten sich im Alpenraum, aber nicht alle. Das sind die verheerendsten Fälle.

Zürich,16. Dezember 2018 – 2 Tote

Foto: Helena Schmid

Mitten in Zürich endet eine Busfahrt tödlich. Ein Flixbus prallt bei Schnee und schlechter Sicht am Ende des Autobahnstummels der A3 auf der Sihlhochstrasse in eine Betonmauer. Zwei Menschen sterben, mehr als 40 werden verletzt, drei davon schwer. Später stellt sich heraus: Der Chauffeur war für die schwierigen Strassenverhältnisse zu schnell unterwegs. Er wird wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung verurteilt.

Siders VS,13. März 2012 – 28 Tote

Foto: Keystone

Es ist ein Unglück, das weit über die Schweiz hinaus für Entsetzen sorgt. Ein belgischer Reisecar mit Schulkindern auf der Rückreise aus den Skiferien prallt im A9-Tunnel bei Siders VS frontal gegen die Betonwand einer Nothaltebucht. 28 Menschen sterben – darunter 22 belgische und niederländische Kinder sowie die beiden Chauffeure. 24 weitere Kinder werden verletzt. Weil so viele Kinder unter den Opfern sind, ist es ein besonders tragisches Busunglück.

Reckingen VS,12. Juni 2010 – 2 Tote

Foto: Alby Lambrigger / newspictures.c

48 Mitglieder einer kanadischen Reisegruppe sind auf dem Weg von Zermatt VS nach Seefeld in Österreich, als ihre Reise ein tödliches Ende nimmt. Bei Reckingen VS kommt der Car aus ungeklärter Ursache von der Strasse ab und kippt um. Zwei Menschen sterben noch am Unfallort, 31 weitere werden leicht bis schwer verletzt.

Viamala-Tunnel,16. September 2006 – 9 Tote

Foto: Blick

Eine Fahrt zu einem Eishockeyspiel wird zur Katastrophe. Im Viamala-Tunnel auf der A13 zwischen Thusis GR und Andeer GR gerät ein Personenwagen in den Gegenverkehr. Ein weiteres Auto wird gegen die Tunnelwand und frontal in einen Reisecar geschleudert. Flüssigkeiten laufen aus, mehrere Fahrzeuge geraten in Brand. Neun Menschen sterben. Im Bus sitzen 23 Mitglieder des Eishockeyclubs GDT Bellinzona auf dem Weg zu einem Match in Uzwil SG. 21 Menschen können sich aus dem Car retten.

Grosser St. Bernhard,17. April 2005 – 12 Tote

Foto: Keystone

Auf der Passstrasse zwischen Orsières VS und Liddes VS kommt ein Reisecar von der Fahrbahn ab. Der Bus überschlägt sich auf einem steilen Hang mehrfach und stürzt schliesslich rund 200 Meter über eine Felskuppe in eine Schlucht. Mehrere Menschen werden aus dem Fahrzeug geschleudert. Zwölf Menschen sterben, 15 weitere werden zum Teil schwer verletzt.

Nufenenpass,25. Juli 1992 – 7 Tote

Eine Spitzkurve auf der Tessiner Seite des Nufenenpasses wird einer Reisegruppe zum Verhängnis. Der Bus mit insgesamt 49 Menschen an Bord stürzt rund zehn Meter in die Tiefe, überschlägt sich und bleibt auf dem Dach liegen. Sechs deutsche Touristen und ein Amerikaner kommen ums Leben, rund 30 Passagiere werden verletzt.

Pfäffikon ZH,12. September 1982 – 39 Tote

Gemessen an der Zahl der Opfer ist es die schlimmste Katastrophe dieser Art in der Schweizer Geschichte: An einem Bahnübergang in Pfäffikon ZH fährt ein Regionalzug in einen deutschen Reisecar. Der Bus wird bei der Kollision regelrecht zerfetzt. 39 Menschen sterben. Von den 41 Menschen im Car überleben lediglich zwei Frauen. Der Unfall gilt auch als das schwerste Bahnunglück der Schweiz seit 100 Jahren.

Hergiswil NW,2. August 1961 – 16 Tote

Mehr als sechs Jahrzehnte liegt das Unglück von Hergiswil NW zurück. Nach einer Kollision mit einem Lastwagen stürzt ein Reisecar mit amerikanischen Touristen beim Lopper in den Vierwaldstättersee. Für 16 Menschen gibt es keine Rettung.

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