«Unfallstelle ist mit Flutlicht beleuchtet»
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Reporter Lucien Fluri:«Unfallstelle ist mit Flutlicht beleuchtet»

Mehrere Tote und Verletzte – Bergungsarbeiten laufen durch die Nacht
Das wissen wir über das Busunglück im Engadin

Ein schwerer Busunfall hat am Donnerstag im Unterengadin mehrere Menschen das Leben gekostet. Ein niederländischer Reisecar kam zwischen Zernez und Susch von der Strasse ab und stürzte neben einer Baustellenampel von der Strasse. Hier ist, was wir wissen.
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Der Unglückscar wird geborgen.
Foto: Blick

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein niederländischer Reisebus verunglückte am späteren Donnerstag nahe Zernez schwer
  • Mehrere Tote und Verletzte; Unfallstelle in einspurigem Baustellenbereich
  • 49 Personen im Bus, Rettungseinsatz mit Helikoptern und Ambulanzen bis 22 Uhr

Ein schwerer Busunfall hat am Donnerstag im Unterengadin mehrere Menschen das Leben gekostet. Ein niederländischer Reisebus kam zwischen Susch und Zernez von der Strasse ab und kippte um. Zahlreiche Rettungskräfte, Ambulanzen und mehrere Helikopter standen im Einsatz. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.

Was geschah?

Der Reisebus verunfallte am Donnerstag gegen 16.45 Uhr auf der Engadinerstrasse zwischen Susch und Zernez. Nach bisherigen Erkenntnissen kollidierte der Car mit einer Leitplanke, stürzte anschliessend über die Strasse und kam auf der Seite liegend zum Stillstand.

Der Reisecar kam genau neben einer Baustellenampel zu liegen und war in Richtung Susch unterwegs.

Was verursachte den Unfall?

Die Kantonspolizei Graubünden geht derzeit von einem Selbstunfall ohne Beteiligung eines zweiten Fahrzeugs aus.

Die Unfallstelle liegt in einem Baustellenbereich. Dort war die Fahrbahn nach Angaben von Augenzeugen teilweise nur einspurig befahrbar. Die Engadinerstrasse wurde nach dem Unfall vollständig gesperrt.

Nach niederländischen Medienberichten musste der Fahrer offenbar wegen eines Hindernisses beziehungsweise eines Felsens auf der Fahrbahn ausweichen. Diese Darstellung ist bislang jedoch nicht als abschliessende Unfallursache bestätigt. 

Wie viele Menschen waren im Bus?

Nach Angaben des niederländischen Reisebranchenverbands ANVR befanden sich insgesamt 49 niederländische Staatsangehörige im Car – der Fahrer und 48 Reisende. Bei dem Bus handelt es sich um ein Fahrzeug eines niederländischen Unternehmens.

Wer war die Reisegruppe?

Die Reisegruppe war am vergangenen Montag zu einer mehrtägigen Reise aufgebrochen. Am Donnerstag stand ein Tagesausflug in die Schweiz auf dem Programm. Nach Angaben des Reiseveranstalters befand sich die Gruppe eigentlich auf einer Reise in Österreich.

Auf der Website des Unternehmens wird im Rahmen entsprechender Österreichreisen auch ein Ausflug mit dem Bernina Express angeboten.

Wie viele Menschen kamen ums Leben?

Fest steht bislang nur: Mehrere Menschen starben.

Die Kantonspolizei Graubünden bestätigte am Donnerstagabend mehrere Todesopfer und mehrere Verletzte. Eine genaue Zahl der Todesopfer wurde zunächst nicht veröffentlicht.

Vor Ort waren Leichenwagen zu sehen.

Wie viele Menschen wurden verletzt?

Auch hier gibt es bislang keine abschliessend bestätigte Zahl.

Die Polizei spricht von mehreren Verletzten. Aufgrund des schweren Unfalls waren zahlreiche Ambulanzen sowie mehrere Rettungshelikopter im Einsatz.

Eine Pressekonferenz wurde bislang nicht angekündigt. Bis spätestens am Freitagmorgen soll eine Medienmitteilung der Behörden mit den aktuellsten Angaben folgen.

Wie werden die Betroffenen betreut?

Laut Behörden wurde ein Care-Team-Point eingerichtet, wo Überlebende des Unglücks sowie Angehörige betreut werden, die zum Unglücksort anreisen.

Die Personen werden an einem vertraulichen Ort betreut – und nicht in der Turnhalle des Sportzentrums Zernez, wie es erst hiess.

Wo werden die Verletzten behandelt?

Nach bisherigen Informationen wurden Verletzte von den Rettungsdiensten in umliegende Spitäler gebracht.

Ein Rettungshelikopter landete nach Angaben von Augenzeugen beim Spital in Scuol. Welche Verletzten in welche Spitäler gebracht wurden und wie viele Personen sich dort befinden, ist derzeit nicht vollständig offiziell bekannt.

Wie verläuft die Bergung?

Der Rettungseinsatz war umfangreich. Neben zahlreichen Ambulanzfahrzeugen waren mehrere Helikopter im Einsatz. Die Helikopter verliessen die Unfallstelle nach Angaben der Kantonspolizei erst kurz vor 22 Uhr.

Anschliessend liefen die Spurensicherung und die Bergung der Todesopfer. Der Unglücksbus soll noch in der Nacht geborgen werden, damit die Strasse möglichst bald wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Am Unglücksort befindet sich auch ein Zelt mit den Todesopfern. Vor Ort wurden Leichenwagen gesehen, die die Opfer bergen.

Wie laufen die Ermittlungen?

Die Schweizer Behörden und die Rettungsorganisationen arbeiten an der Aufklärung des Unfalls.

Bundespräsident Guy Parmelin (66) versicherte in einer Beileidsbekundung auf X: «Die zuständigen Schweizer Behörden werden dafür sorgen, dass eine umfassende und gründliche Untersuchung durchgeführt wird, um alle Umstände dieses Unfalls aufzuklären.»

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