Darum gehts
- Donald Trump trifft am Mittwoch für das WEF in Davos an
- Er reist mit riesiger Entourage und Hunderten Sicherheitskräften.
- USA geben rund sieben Millionen Franken für die Anreise aus.
Erstmals seit 2020 reist US-Präsident Donald Trump (79) wieder persönlich ans World Economic Forum (WEF) in Davos GR. Sein Auftritt sprengt alle Superlative und ist bereits seit Wochen Diskussionsstoff Nummer eins. Umso mehr, nachdem Trump nun seinen Zoll-Hammer gegen Länder schwingt, die sich seinem Grönland-Plan in den Weg stellen.
Insgesamt rund 3000 Teilnehmende aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werden von Montag bis Freitag am WEF erwartet. Mehr als je zuvor. Im Zentrum steht Donald Trump, der am Mittwoch mit einer riesigen Entourage in Davos eintreffen und zwei Tage in den Bündner Bergen verbringen wird. Am Mittwochnachmittag wird er eine Rede halten.
Das ist Trumps gigantische Entourage
Mit dabei sind Aussenminister Marco Rubio (54), Finanzminister Scott Bessent (63), Handelsminister Howard Lutnick (64) und Energieminister Chris Wright (61). Auch der Sondergesandte Steve Witkoff (68) und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (45) begleiten den US-Präsidenten.
Zudem reisen Hunderte von amerikanischen Sicherheitskräften in die Schweiz. Schon seit Tagen sondiert der Secret Service Lokalitäten in Davos, die Umgebung des Flughafens Zürich und die Reiseroute ans WEF. Ausnahmezustand herrscht bei der Flugsicherung Skyguide, denn Trumps Agenten erhalten sogar Zugang zum Kontrollturm in Kloten. Die Amerikaner werden sich neben dem Supervisor der Flugüberwachung postieren.
Per Helikopter von Zürich nach Davos
Am Mittwoch kommt Donald Trump mit der Präsidentenmaschine Air Force One am Flughafen Zürich an. Wann genau der US-Präsident in der Schweiz landen wird, ist noch unklar. Aus Sicherheitsgründen wird die genaue Ankunftszeit im Vorfeld nicht bekanntgegeben.
Vom Flughafen Zürich aus geht es für Trump per Helikopter weiter, sofern das Wetter passt. Für den Mittwochmorgen bis 9 Uhr prognostiziert Meteo Schweiz in Zürich Nebel. Danach bleibt es bis zum Mittag bewölkt, bis sich ab 12 Uhr die Sonne zeigt. In Davos scheint die Sonne ab dem Morgen bei klarem Himmel.
Sicherheitsmassnahmen der Helikopter-Eskorte
Im «Marine One»-Helikopter soll es für Trump zum eigens fürs WEF eingerichteten temporären Heliport in Davos weitergehen. Die Helikopter werden vorab in Frachtflugzeugen nach Zürich transportiert. Bereits seit Tagen bereitet sich die US-Delegation auf die Ankunft des US-Präsidenten vor. Am Sonntagnachmittag landete etwa eine Boeing C-17 der US-Airforce am Flughafen Zürich. Das mächtige Flugzeug transportierte mehrere Fahrzeuge und Personal der Delegation, wie Fotos eines Leserreporters zeigen.
Mehrere «Marine One»-Helikopter fliegen dabei in einer Formation, um den genauen Standort des Präsidenten zu verschleiern. Zusätzlich werden die Positionen während des Fluges getauscht. Auch Helikopter der Schweizer Armee dürften die Formation begleiten. Bei Trumps Besuch im Jahr 2018 zählte die Eskorte insgesamt acht Helikopter. Anschliessend geht es im Konvoi zu Trumps Hotel.
Anreise im Panzerfahrzeug «The Beast»
Sollte das Wetter schlecht sein, steigt Donald Trump in seine Panzerlimousine «The Beast». 2020 fuhr Trump etwa wegen dichten Nebels von Davos zurück nach Zürich mit dem Auto durch die Ostschweiz. Die Kolonne umfasste rund vierzig Fahrzeuge. Im Raum St. Gallen und Thurgau sicherte die Polizei damals sämtliche Brücken, Raststätten und Autobahneinfahrten ab.
«The Beast» besitzt eine gepanzerte Karosserie sowie kugelsichere Fenster und ist gut neun Tonnen schwer. Die Panzerlimousine soll darüber hinaus über Tränengasgranatenwerfer, Nachtsichtkameras und sogar über eine Sauerstoffversorgung sowie einen Kühlschrank mit Blutkonserven von Trumps Blutgruppe verfügen.
Millionenschwerer Auftritt in der Schweiz
Während seines zweitägigen Aufenthalts dürfte Trump wie bei seinen zwei Besuchen zuvor im 5-Sterne-Nobelhotel Alpengold nächtigen. Gerüchten zufolge soll das Luxushotel über ein geheimes Stockwerk verfügen, das autark vom Rest des Hotels versorgt wird. Bestätigt haben die Hotelbetreiber das jedoch nie.
Insgesamt greift Donald Trump für seinen Auftritt in Davos tief in die Tasche. Blick hat eine Datenbank der US-Regierung ausgewertet: Zwischen Anfang Dezember und Ende Januar haben die USA in der Schweiz Aufträge in Höhe von rund sieben Millionen Franken vergeben!
Rund zwei Millionen Franken gehen alleine für Mietautos drauf. Weiter hat die US-Regierung verschiedenste Hotels und Unterkünfte gebucht. Auch Warentransport und Limousinen-Service werden gelistet.