Hier hebt die US-Delegation von Zürich ab
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Schar von Helikoptern:Hier hebt die US-Delegation von Zürich ab

WEF-Besuch des US-Präsidenten
Trumps Agenten im Flughafen-Tower

Wenn der US-Präsident ans Weltwirtschaftsforum in Davos reist, sind seine Sicherheitsleute sogar bei der Flugüberwachung im Kontrollturm in Kloten präsent.
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Das US-Präsidentenflugzeug mit Donald Trump an Bord landet im Januar 2018 in Kloten.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • Trumps Sicherheitskräfte sind bei dessen WEF-Besuch sogar im Flughafen-Tower in Kloten zugegen
  • Trumps Flugzeug ist auf dem Radar unsichtbar
  • Neben Trumps Bodyguards halten sich Hunderte weitere ausländische Sicherheitskräfte bewaffnet in Davos auf
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Andreas SchmidInlandredaktor

Mit US-Präsident Donald Trump reisen nächste Woche auch Hunderte von amerikanischen Sicherheitskräften in die Schweiz. Schon seit Tagen rekognoszieren Angehörige des Secret Service Lokalitäten in Davos, die Umgebung des Flughafens Zürich und die Reiseroute ans Weltwirtschaftsforum (WEF).

Ausnahmezustand herrscht auch bei der Flugsicherung Skyguide, denn Trumps Agenten erhalten sogar Zugang zum Kontrollturm in Kloten. Die Amerikaner werden sich neben dem Supervisor der Flugüberwachung postieren.

Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa bestätigt Informationen von Blick, wonach sich Angehörige des Secret Service bei Trumps Ankunft im Tower aufhalten werden. «Es ist üblich, dass bei einem solchen Besuch Sicherheitsvertreter der zu schützenden Person im Kontrollturm zugegen sind», sagt Barrosa. Für das Sicherheitskonzept sind die beteiligten Behörden zuständig, die das Dispositiv miteinander aushandeln. Skyguide setzt dieses auf Anweisung der Polizei um.

Auf engem Raum

Bereits 2020, als Trump als US-Präsident am WEF auftrat, waren am Flughafen Zürich amerikanische Agenten im Skyguide-Überwachungszentrum dabei. Nach Informationen von Blick sollen es zwei Spezialisten gewesen sein. Barrosa äussert sich nicht dazu, wie viele Trump-Mitarbeiter es dieses Mal sein werden. Er sagt auch nicht, worin deren Aufgabe besteht. Der Sprecher hält fest, dies hänge stets von den Umständen ab und werde «teilweise sehr kurzfristig entschieden». Das Platzangebot im Tower sei jedoch sehr beschränkt und der laufende Betrieb solle nicht gestört werden. Ein zusätzlicher Flugverkehrsleiter von Skyguide werde für die zusätzliche Koordination besorgt sein. Die Zusammenarbeit werde jeweils vorher mit in- und ausländischen Stellen abgesprochen.

Dass der Zugriff der Amerikaner weit reicht und Trumps Aufwartung in Davos mit grossem Aufwand sowie Umständen verbunden ist, zeigt sich auch darin, dass Barrosa «aufgrund der speziellen Situation mit Einschränkungen im Flugverkehr und teilweise Verspätungen» rechnet.

Viele bewaffnete ausländische Cops

Rund um das WEF wimmelt es von ausländischen Sicherheitskräften, die Staatsoberhäupter und andere prominente WEF-Gäste beschützen. Nicht nur die amerikanische Delegation weilt mit Scharen von Bodyguards in der Schweiz, auch andere hohe Gäste lassen sich von eigenen Leuten begleiten.

Damit sich diese bewaffnet in Davos aufhalten können, benötigen sie eine Bewilligung des Bundesamts für Polizei (Fedpol). Staatlich beauftragtem Sicherheitspersonal könne das Fedpol eine Waffentragbewilligung erteilen, sagt Sprecherin Berina Repesa. Die Waffen dürften aber nur in Notwehr- oder Notwehrhilfe-Situationen eingesetzt werden, betont Repesa. Zur Anzahl an ausländischem Sicherheitspersonal und zu Details über erteilte Waffentragbewilligungen äussert sich die Fedpol-Sprecherin «aus taktischen Gründen» nicht.

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