Darum gehts
- Donald Trump reist am 18. Januar zum WEF nach Davos
- Air Force One dient als fliegende Kommandozentrale mit Raketenabwehr
- Trumps Limousine wiegt 9 Tonnen, hat 15 Zentimeter dicke Panzerung
- Auch die Schweizer Luftwaffe steht für US-Präsidenten im Einsatz
Im letzten Jahr schaltete sich US-Präsident Donald Trump (79) am World Economic Forum in Davos per Videostream aus Washington zu. In diesem Jahr wird er wieder physisch anreisen. Trumps Secret Service und die Schweiz sind gefordert. Für die Anreise des mächtigsten Manns der Welt wird ein gewaltiges Sicherheitsdispositiv aufgezogen, wie der Geheimdienstexperte Roland Kessler (82) gegenüber der «Sonntagszeitung».
Die Anreise in die Schweiz wird in der Air Force One erfolgen. Von den umgerüsteten Boeing 747 gibt es zwei Stück. Häufig stehen beide gleichzeitig im Einsatz, damit bei technischen Problemen ein Ersatzflugzeug zur Verfügung steht. Die Flugroute der Air Force One ist hochgradig gesichert. Trumps Anreise wird für den 18. Januar erwartet, einen Tag, bevor das WEF in Davos beginnt. Ein erstes Frachtfluchtzeug für den Trump-Besuch am WEF ist am Sonntag am Flughafen Zürich gelandet.
Fliegende Kommandozentrale
Die Air-Force-One-Maschinen sind zur mobilen Kommandozentrale für den US-Präsidenten umgebaut. Sie verfügen über eine Präsidentensuite, einen Operationssaal mit modernster Ausrüstung und abhörsichere Leitungen. Die Air Force One kann zudem mit Gegenmassnahmen wie Hitzefackeln und Störsendern Raketen abwehren, in der Luft betankt werden und ist gegen elektromagnetische Impulse abgeschirmt.
Trump nahm bereits 2018 und 2020 am WEF teil. Damals waren jeweils US-Sicherheitsleute im Kontrollturm am Flughafen Zürich postiert, um von dort die Landung der Air Force One zu überwachen. Das dürfte diesmal kaum anders sein.
Passt das Wetter, erfolgt die Weiterreise in einem Helikopter. In der Regel sind mehrere Maschinen in der Luft, damit man nicht weiss, in welcher sich der Präsident befindet. Die Hubschrauber werden in Frachtflugzeugen in die Schweiz transportiert, die ebenfalls in Zürich landen werden. Die Helikopter dürften von weiteren Maschinen – auch von der Schweizer Armee – begleitet werden. Die Landung erfolgt auf dem jeweils fürs WEF aufgebauten temporären Heliport in Davos.
Kommt das Biest zum Einsatz?
Bei schlechtem Wetter kommt für die Anreise von Zürich nach Davos eine gepanzerte, neun Tonnen schwere Limousine – «the Beast» genannt – zum Einsatz, so Kessler gegenüber der «Sonntagszeitung». Diese verfügt über 15 Zentimeter dicke, kugelsichere Fenster, 15 Zentimeter dicke Türen und einen eigenen Sauerstoff- und Blutvorrat mit der Blutgruppe des Präsidenten. Zur Sicherung des Autokonvois greift der Secret Service auf 3D-Modelle aller Gebäude entlang der Route zurück. So sollen potenzielle Gefahren ausgemacht werden.
Trumps Tross wird zudem eine Aktentasche mit den Autorisierungscodes für einen Atomwaffenschlag dabei haben.
Der Schweizer Geheimdienst wird in engem Austausch mit den US-Sicherheitskräften stehen. Zudem wird Davos während des WEF durch ein Grossaufgebot der Schweizer Armee gesichert und die Überwachung des Luftraums durch die Luftwaffe verstärkt.