WEF-Sicherheitschef Walter Schlegel
«Es gilt eine erhöhte Terrorgefahr»

In wenigen Tagen werden in Davos Tausende Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur erwartet. Die Bündner Gemeinde verwandelt sich dann wieder in einen Hochsicherheitstrakt. Wie genau, das haben Polizei und Armee in einer gemeinsamen Konferenz erklärt.
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Ab Montag werden in Davos Tausende internationale Gäste für das diesjährige Treffen des Weltwirtschaftsforums erwartet. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • Das World Economic Forum 2026 findet vom 19. bis 23. Januar in Davos statt
  • Sicherheitsvorkehrungen stehen nach Bar-Inferno in Crans-Montana im Fokus
  • Zusatzkosten für Sicherheit belaufen sich auf rund 9 Millionen Franken
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Die Welt blickt nächste Woche nach Davos. Vom 19. bis 23. Januar findet dort das diesjährige World Economic Forum (WEF) statt.

Über 400 politische Vertreter, darunter 65 Staats- und Regierungschefs, nehmen teil. Zusätzlich sind 850 CEOs von Unternehmen aus aller Welt eingeladen. Rund 3000 Teilnehmende werden insgesamt erwartet – mehr als je zuvor. Zahlreiche namhafte Politiker reisen in die Bündner Berge. Besonders viel Aufmerksamkeit zieht dabei die Teilnahme von US-Präsident Donald Trump (79) auf sich.

«Es gilt eine erhöhte Terrorgefahr»

«Wir leben in stürmischen Zeiten. In Zeiten mit grossen Herausforderungen», sagt WEF-Sicherheitschef Walter Schlegel. Das hat auch Auswirkungen auf das Sicherheitsdispositiv. «Es gilt eine erhöhte Terrorgefahr. Das gilt auch für die Schweiz.»

Dazu zählen auch Cyberangriffe und Spionageaktionen. Besonders vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und des Nahost-Konflikts. Darum werde das Sicherheitsdispositiv auch regelmässig überprüft und angepasst. «Wir können auf eine gute und bewährte Zusammenarbeit mit 250 Partnerorganisationen blicken.» Das Fedpol nennt Schlegel als Beispiel.

Alle Polizeien der Schweiz im Einsatz

Noch nie mussten die Einsatzkräfte so viele geschützte Personen bewachen. Trumps Teilnahme führe zu einem riesigen Teilnehmerinteresse, sagte Schlegel gestern vor den Medien in Davos. Es hätten noch nie so viele VIPs mit Schutzverpflichtungen am WEF teilgenommen wie heuer.

Insgesamt reisen 123 Personen mit einem Schutzstatus nach Davos, so Schlegel. 400 Gäste, darunter 64 Staatschefs, geniessen völkerrechtlichen Schutz und erfordern entsprechende Massnahmen.

Ausserdem dürfte Trump für zusätzliche Kundgebungen in der ganzen Schweiz sorgen. Diese Demonstrationen würden viel Zusatzaufwand bedeuten, betonte der Kommandant der Bündner Kantonspolizei. Im Einsatz stehen alle Kantonspolizeien der Schweiz sowie der grösseren Städte und des Fürstentums Liechtenstein. Die Armee unterstützt die Polizei mit bis zu 5000 Angehörigen.

9 Millionen Franken Zusatzkosten

Rund um das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums finden weitere Veranstaltungen statt. Neben den rund 3000 Teilnehmenden reisen viele Begleitpersonen an. Die hohe Gästezahl stellt auch die Hotels, Restaurants und Ladenlokale in Davos vor grosse Herausforderungen. Gerade Letztere wurden teilweise zu temporären Veranstaltungsorten umgebaut.

Die Zusatzkosten für die Sicherheit des WEF-Jahrestreffens 2026 werden voraussichtlich insgesamt rund 9 Millionen Franken betragen, heisst es auf dem Portal der Schweizer Regierung. Der Bund beteilige sich dabei wie schon zuvor gemeinsam mit der Stiftung WEF und den weiteren Partnern (Kanton Graubünden, Gemeinde Davos) im Rahmen eines dreistufigen Finanzierungsmodells an den Kosten für die Sicherheitsmassnahmen.

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