Darum gehts
- Donald Trump besucht am WEF in Davos mit grösster US-Delegation jemals
- USA vergibt Aufträge in der Schweiz für rund 7 Millionen Franken
- 2 Millionen Franken allein für Mietautos von Sixt Rent-A-Car AG
Es wird ein Besuch der Superlative: US-Präsident Donald Trump (79) reist mit einer riesigen Entourage ans World Economic Forum (WEF) in Davos. Mit dabei sind Aussenminister Marco Rubio (54), Finanzminister Scott Bessent (63), Handelsminister Howard Lutnick (64), der Sondergesandte Steve Witkoff (68) und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (45).
Für die Schweiz ist das eine gewaltige Aufgabe. Die Hauptverantwortung für die Unversehrtheit von Trump trägt nämlich die offizielle Schweiz. Die Sicherheit von völkerrechtlich geschützten Personen fällt in die Zuständigkeit des jeweiligen Gaststaats, es ist eine hoheitliche Aufgabe.
Geldsegen für die Schweiz
Trotzdem werden vor allem Trumps eigene Leute für seine Sicherheit sorgen. Für die Anreise des mächtigsten Mannes der Welt ziehen die Amerikaner denn auch ein gewaltiges Sicherheitsdispositiv auf. Schon Wochen vorher landete ein Vorab-Detachement von Trump mit einer Riesenmaschine der US-Air-Force am Flughafen Zürich-Kloten.
Für das Grossaufgebot in Davos greift die US-Regierung tief in die Tasche. Dabei springt auch für Schweizer Firmen einiges heraus, wie aus einer Datenbank der US-Regierung hervorgeht. Blick hat sie ausgewertet: Zwischen Anfang Dezember und Ende Januar haben die USA hierzulande Aufträge in Höhe von rund sieben Millionen Franken vergeben!
Rund zwei Millionen Franken gehen alleine für Mietautos drauf. Es profitiert die Firma Sixt Rent-A-Car AG mit Standort Basel. Der Hauptsitz der Firma ist in München (D). Weiter hat die US-Regierung verschiedenste Hotels und Unterkünfte gebucht. Auch Warentransport und Limousinen-Service werden gelistet.
Das meiste Geld wird für die Reisen und die Unterkünfte aufgewendet. Meistens ist nicht ausgeführt, wohin das Geld genau fliesst – wohl aus Sicherheitsgründen.
Fliegende Kommandozentrale
Die Reise in die Schweiz erfolgt an Bord der Air Force One. Von der speziell umgebauten Boeing 747 gibt es zwei Exemplare, beide sind militärisch hochgerüstet. Die Maschine hat drei Ebenen und bietet rund 370 Quadratmeter Platz. Ihre Flugroute ist streng gesichert.
Trump war bereits 2018 und 2020 am WEF zu Gast. Amerikanische Sicherheitsleute erhielten damals sogar Zugang zum Tower in Kloten und postierten sich beim Supervisor der Flugsicherung Skyguide.
Spielt das Wetter mit, geht es anschliessend per Helikopter weiter. Meist sind mehrere Maschinen gleichzeitig in der Luft, damit unklar bleibt, in welcher sich der Präsident befindet. Auf dem Weg nach Davos werden sie von weiteren Maschinen begleitet – darunter wohl auch Helikopter der Schweizer Armee. Gelandet wird schliesslich auf dem eigens fürs WEF eingerichteten temporären Heliport in Davos.