Gibts jetzt wieder Bewegung?
Was wir zum Bürgenstock-Gipfel wissen – und was nicht

Die Schweiz wird zum Zentrum der Diplomatie: Der US-Sondergesandte Steve Witkoff reist für Gespräche mit dem Iran an. Jared Kushner soll bereits im Land sein. Ob Irans Aussenminister Abbas Araghtschi teilnimmt, bleibt unklar. Sechs Fragen zum Krisengipfel.
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Angeführt werden die Gespräche zwischen den USA und dem Iran auf der US-Seite vom Sondergesandten Steve Witkoff (r.) und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA-Iran-Gespräche in der Schweiz, Teilnahme Irans noch ungewiss
  • Schweizer Armee mit 2000 Soldaten in Bereitschaft
  • Strasse von Hormus bleibt für 60 Tage offen
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Daniel MacherRedaktor News

Die diplomatischen Vorbereitungen zu Gesprächen auf dem Bürgenstock zwischen den USA und dem Iran laufen auf Hochtouren. Laut US-Medien befindet sich der amerikanische Sondergesandte Steve Witkoff (69) auf dem Weg in die Schweiz. Jared Kushner (45) soll bereits vor Ort sein, wie das US-Nachrichtenportal Axios berichtet. Auch Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars und Pakistans sind in die Bemühungen eingebunden. Pakistan hat Innenminister Mohsin Naqvi (47) nach Teheran entsandt. Die Schweizer Armee hält derweil rund 2000 Angehörige in Bereitschaft.

Was wir zum Treffen der beiden Kriegsgegner wissen und was nicht:

Wie ist die politische Ausgangslage?

Grundlage der Gespräche ist ein in Paris unterzeichnetes Rahmenabkommen. Dieses sieht vor, dass die Strasse von Hormus für 60 Tage offen bleibt. Im Gegenzug sollen dem Iran wirtschaftliche Erleichterungen sowie teilweise Sanktionslockerungen in Aussicht gestellt werden. Nach den jüngsten Eskalationen zwischen Israel und der Hisbollah hatte erst eine Waffenruhe den Weg für neue Verhandlungen freigemacht.

Warum gibt es jetzt wieder Bewegung?

Die vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah hat die diplomatischen Kanäle wieder geöffnet. Doch laut libanesischen Sicherheitskreisen war es bereits kurz nach der Vereinbarung am Freitag erneut zu israelischen Angriffen gekommen. Der Frieden auf Zeit kann demnach jederzeit kippen. Katar spielt dabei weiterhin eine Schlüsselrolle als Vermittler zwischen den verschiedenen Akteuren und gilt als einer der wichtigsten Gesprächspartner für beide Seiten.

Was ist mit dem Iran?

Die grösste Unsicherheit betrifft die iranische Teilnahme. Ob Aussenminister Abbas Araghtschi (63) tatsächlich anreist, ist weiterhin offen. Teheran macht seine Teilnahme von einer stabilen Waffenruhe im Libanon abhängig. Diplomaten beschreiben seine mögliche Anreise als entscheidenden Faktor für Erfolg oder Scheitern der Gespräche.

Wie steht es um die USA?

Auch die Zusammensetzung der amerikanischen Delegation ist noch nicht definitiv geklärt. Ungewiss bleibt insbesondere, ob US-Vizepräsident J. D. Vance (41) doch noch anreisen wird. Seine Reisepläne waren kurzfristig verschoben worden. Zudem gibt es bislang keinen offiziell bestätigten Starttermin für die eigentliche Gesprächsrunde.

Was sind die Knackpunkte?

Inhaltlich liegen die schwierigsten Fragen noch auf dem Tisch. Im Zentrum steht die Frage, wie ein möglicher iranischer Verzicht auf Teile seines Atomprogramms glaubwürdig und dauerhaft überprüft werden könnte. Ebenso ungeklärt sind die Finanzierung von Wiederaufbauhilfen sowie die Bedingungen für eine vollständige Aufhebung von Banksanktionen gegen Iran.

Worauf kommt es jetzt an?

Entscheidend wird sein, ob Abbas Araghtschi tatsächlich erscheint und ob die Waffenruhe im Libanon Bestand hat. Ebenso wird genau beobachtet, wie hochrangig die USA letztlich vertreten sein werden. Schliesslich dürfte sich rasch zeigen, ob bei den Kontrollmechanismen für das Atomprogramm und bei den finanziellen Zusagen erste konkrete Fortschritte erzielt werden können.

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