Darum gehts
- Iran blockiert erneut die Strasse von Hormus nach Telegram-Bericht
- Revolutionsgarde fordert Rückzug von USA und Israel aus naher Region
- 48 Stunden Voranmeldung nötig für genehmigte Durchfahrt laut PGSA
Nach dem Unterzeichnen des Friedensabkommens zwischen dem Iran und den USA wurde am Donnerstag das Blockade-Ende der Strasse von Hormus verkündet. Auf Telegram ist am Freitag nun aber zu lesen, dass der Iran die Meerenge erneut blockiere. Die Islamische Revolutionsgarde soll angeordnet haben, dass sich keine Schiffe der Strasse von Hormus nähern sollen. Die Meerenge werde geschlossen bleiben, bis sich Israel aus dem Libanon und die USA aus der Region zurückziehen.
Am Nachmittag berichtete Reuters, dass sich Israel und die Hisbollah auf eine Waffenruhe geeinigt haben. «Die Hisbollah und Israel haben einem Waffenstillstand zugestimmt», so ein hochrangiger Beamter gegenüber der Nachrichtenagentur. Zudem sagte er, dass die Unterhändler der USA und Katars die Vereinbarung mit Hilfe des Irans ausgehandelt hätten. «Unseres Wissens nach herrscht nach dem heutigen Feuergefecht nun zwischen Israel und der Hisbollah ein Waffenstillstand.»
Verwirrung um Strasse von Hormus
Zuvor hiess es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, die auf Telegram kursiert: «Alle Schiffe werden im Interesse ihrer Sicherheit gebeten, sich nicht der Strasse von Hormus zu nähern. Jedes Schiff, das sich dieser Anweisung widersetzt, wird ins Visier genommen.»
Die für die Strasse von Hormus zuständige iranische Behörde, die Persian Gulf Strait Authority (PGSA), verkündete beinahe zeitgleich auf X, dass die Durchfahrt von Schiffen weiterhin möglich sei – sofern ein entsprechender Antrag gestellt werde. Anträge würden bewilligt, wenn sie den vorgegebenen Bedingungen entsprächen.
Trumps Abkommen steht auf der Kippe
«Um Verzögerungen bei der Ein- oder Ausfahrt durch die Strasse von Hormus zu vermeiden, müssen die vollständigen Informationen mindestens 48 Stunden vor Erreichen des Gebiets eingereicht werden», lautet eine Bedingung. Die Verantwortung für die Nichteinhaltung der Bedingungen liege bei den Schiffseignern.
Das erst vor wenigen Tagen von US-Präsident Donald Trump (80) ausgehandelte Abkommen mit dem Iran steht bereits wieder auf der Kippe. Am Freitagmorgen waren die in der Schweiz geplanten Gespräche zwischen Unterhändlern beider Seiten überraschend verschoben worden.