Darum gehts
- Bachar F., 18, überlebte Brandkatastrophe in Crans-Montana an Silvester 2025
- Über 40 Prozent seiner Haut verbrannt, intensive Behandlung in Zürich und Stuttgart
- 12 kg Gewichtsverlust, 2,5 Monate Spital, psychische Nachwirkungen bis heute
Jedes Mal, wenn Bachar F.* in den Spiegel schaut, wird er an die Brandkatastrophe von Crans-Montana erinnert. Der 18-Jährige entging in der Silvesternacht nur knapp dem Tod. «Ich hatte Verbrennungen am Oberkörper», erzählt der Jugendliche im Interview mit RTS. «Über 40 Prozent meiner Haut waren verbrannt, auch meine Hände. Ich hatte eine Hauttransplantation an der linken Hand und an beiden Schultern. Mein ganzer Rücken war verbrannt, einschliesslich meines Ohrs.»
Sieben Monate nach der Brandkatastrophe ist Bachar augenscheinlich schon wieder voll im Leben angekommen. Der Walliser ist sportlich sehr aktiv, geht ins Boxen und verbringt gerne Zeit auf dem Trottinett im Skatepark. Seinen neuen Körper habe der Jugendliche akzeptiert.
«Ich bin sehr stolz auf sie», sagt er, als der Jugendliche von seinen Brandnarben erzählt. «Für mich sind sie positive Merkmale. Man muss sie zeigen.» Das macht Bachar auch auf den sozialen Medien. Auf einem seiner Instagram-Fotos, das ihn hinter dem Steuer eines Autos zeigt, sind die Brandnarben an seiner Hand zum Beispiel deutlich zu erkennen.
Psychische Behandlung
Zweieinhalb Monate lang war Bachar nach der Brandkatastrophe im Spital. Er wurde in Stuttgart und Zürich behandelt, war zeitweise sogar im künstlichen Koma. Als er wieder nach Hause gehen konnte, hatte er zwölf Kilogramm Körpergewicht verloren.
Der Jugendliche liess sich davon jedoch nicht entmutigen. «Ich wollte sofort aus dem Spital raus, um mein Leben wieder in den Griff zu bekommen», meint Bachar. «Ich ging nach Hause, nahm mein Studium wieder auf und bestand meine Fahrprüfung. Es war motivierend zu sehen, dass ich mich trotz dieser Tragödie wieder fangen konnte.»
Trotzdem hat die Silvesternacht ihre Spuren hinterlassen. Nicht nur auf Bachars Körper, sondern auch psychisch. «Ich bin immer noch etwas ängstlich, wenn ich ausgehe, und suche ständig den Raum ab, um zu sehen, ob es Notausgänge gibt und ob alles den Vorschriften entspricht», erzählt der 18-Jährige. Er ist deswegen in psychischer Behandlung, erzählt er RTS.
*Name bekannt