Darum gehts
- Leonardo Bove (16) kehrt nach sieben Monaten Spitalaufenthalt nach Mailand zurück
- Über 50 Prozent seines Körpers verbrannten bei einem Brand in Crans-Montana
- Mindestens zwei Jahre Physiotherapie und Behandlungen stehen ihm noch bevor
Es sind emotionale Szenen, die sich am Wochenende in Mailand (I) abspielten. Ein Auto fährt vor, ein bandagierter Jugendlicher steigt aus und Konfetti fliegt: Nach sieben Monaten im Spital durfte Leonardo Bove (16) nach Hause zurückkehren. Der junge Italiener war eines der schwer verletzten Opfer vom verheerenden Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana VS.
«Am 1. Januar erhielt ich um 21.07 Uhr eine Whatsapp-Nachricht von Mattia Bove, dem Bruder von Leonardo», schrieb Facharzt Guido Bertolaso zu dem auf Instagram veröffentlichten Video von Boves Heimkehr.
Über 50 Prozent des Körpers verbrannt
Er habe ihn um Informationen gebeten – niemand wusste, wo sein Bruder war. «Wir haben uns sofort darum gekümmert und konnten ihn nach vier Tagen ausfindig machen: im Krankenhaus, intubiert und bandagiert.»
Bove konnte dank einem DNA-Test als einer der Patienten im Unispital Zürich identifiziert werden. Über 50 Prozent seines Körpers wurden bei dem Feuer in der Bar Le Constellation verbrannt. «Wir haben ihn nach Mailand gebracht, damit er dort die erforderliche Behandlung erhalten konnte», schreibt Bertolaso weiter.
Im Niguarda-Spital verbrachte der 16-Jährige zehn Tage auf der Intensivstation, ehe er aus dem Koma geholt wurde und nun, nach Monaten voller Operationen, Hauttransplantationen und Rehabilitationsmassnahmen, wieder nach Hause durfte.
Hoffnung, wieder Fussball spielen zu können
«Heute ist Leonardo endlich nach Hause zurückgekehrt – wir freuen uns alle für ihn, sind stolz auf ihn und zufrieden mit der Arbeit unseres medizinischen Personals», schreibt Bertolaso zum Abschluss seines Video-Beitrags.
Gegenüber der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» erklärte ein Freund von Bove, dass der 16-Jährige ein grosser Fussballfan sei und er hoffe, bald wieder spielen zu können. Laut Franz Baruffaldi Preis, Leiter der Verbrennungsabteilung des Mailänder Spitals, müsse der Jugendliche noch rund zwei Jahre in die Physiotherapie und mit weiteren Behandlungen rechnen.