Darum gehts
- Sicherheitsmann nahm Mädchen Plakat bei Nati-Sieg in Biel weg
- Elfjährige wollte Ex-Trainer Fischer mit selbst gebasteltem Schild danken
- Schweizer Eishockeyverband kritisiert: Empörung und Forderung nach Konsequenzen
Ein emotionaler Zwischenfall überschattete den klaren 6:1-Sieg der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft gegen Ungarn am Freitagabend in Biel. Während sich die Mannschaft und die Fans über den Triumph in der Tissot Arena freuten, sorgte ein Sicherheitsmann für Enttäuschung und Tränen bei einem jungen Fan.
Die elfjährige Tochter von Eishockey-Anhänger Daniel R.* (44) hatte im Vorfeld des Spiels ein Plakat gebastelt, um sich bei Ex-Nati-Trainer Patrick Fischer zu bedanken: ein rotes Herz mit der Aufschrift «Danke Patrick Fischer». «Sie war so stolz darauf», sagt Daniel R. zu Blick. Doch schliesslich konfiszierte ein Sicherheitsmann das Schild.
Sagt so ziemlich alles aus über die Security an Sportanlässen»
In unserer Kommentarspalte sorgt die Aktion für Wut, Empörung und Kopfschütteln. «Bei den gewalttätigen Hooligans werden Pyros nicht weggenommen, aber einem Kind das Plakat. Sagt so ziemlich alles aus über die Security an Sportanlässen», schreibt Lukas Kramer. Markus Aliesch fordert deswegen Konsequenzen. «Beim Eishockeyverband müssen noch mehr Köpfe rollen, das ist ein Skandal einem Kind etwas wegnehmen. Schämt euch!»
Und Beat Rupp kann nicht verstehen, dass Plakate generell angemeldet werden müssen, wenn man sie bei einem Spiel in der Tissot Arena zeigen möchte. «Ein selbst gebasteltes Schild ‹anmelden›?!?! Sind wir jetzt komplett gaga? Um Himmels willen Schweiz. Ich würde ja gerne darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre.»
«Plakat hat nun mehr Aufmerksamkeit»
Heidi Keller hat dagegen genug von der Causa Fischer. «Hört endlich auf mit den Fischer-Nachrichten. Das Thema ist durch.» Andere wiederum finden gerade den Blick-Artikel wichtig und richtig. So schreibt Paul Schindler zum Beispiel: «Heute freue ich mich für das Mädchen. Denn dank Blick haben jetzt sehr, sehr viele Menschen das Plakat gesehen. Und die, die diese Aktion veranlasst haben, können jetzt vielfach lesen, was man von ihnen hält.»
Und Bernhard Portmann ergänzt: «Dank des Sicherheitsmannes hat das Plakat nun mehr Aufmerksamkeit.»
* Name geändert