Von Wohnungsnot bis Regierungswahl – kantonale und kommunale Resultate im Ticker
Diese Entscheide bewegen Kantone und Gemeinden

Wohnungsnot, Krankenkassenprämien und Wahlen: Am Sonntag stehen in den Kantonen und Gemeinden zahlreiche spannende Entscheidungen an. Blick liefert dir hier die wichtigsten Ergebnisse.
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Am Sonntag stehen in Kantonen und Gemeinden zahlreiche Urnengänge an.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Graubünden kämpft die SVP nach 18 Jahren um die Rückkehr in die Regierung.
    Von Wohnungsnot bis Krankenkassenprämien: In den Kantonen stehen zahlreiche Vorlagen zur Abstimmung.
  • Auch in Städten und Gemeinden fallen wichtige Entscheide – etwa in Zürich, Bern, Thun und St. Moritz.
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Sven AltermattCo-Ressortleiter Politik
09:28 Uhr

Das Wichtigste aus Kantonen und Gemeinden im Liveticker

Guten Morgen! Am Sonntag wird nicht nur über zwei eidgenössische Vorlagen abgestimmt – darüber berichten wir umfassend im nationalen Live-Ticker. Auch in zahlreichen Kantonen und Gemeinden stehen spannende Urnengänge an. So versucht die SVP etwa in gleich zwei Kantonen, einen Regierungssitz zurückzuerobern. Wir halten dich hier laufend über die wichtigsten regionalen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Ende des Livetickers

Die nationale Aufmerksamkeit richtet sich am Sonntag vor allem auf die 10-Millionen-Initiative. Doch auch in den Kantonen und Gemeinden stehen zahlreiche wichtige Entscheide an. In 16 Kantonen wird über Sachvorlagen abgestimmt, hinzu kommen zahlreiche Wahlen.

Blick liefert dir einen Überblick über ausgewählte Vorlagen und Wahlen – und berichtet hier ab Mittag live über die wichtigsten Resultate und Entwicklungen.

Kantonale Wahlen

Graubünden: SVP will wieder in Regierung

In Graubünden werden am Sonntag Regierung und Parlament neu gewählt. Die fünfköpfige Regierung besteht derzeit aus drei Vertretern der Mitte sowie je einem Vertreter von FDP und SP. Im Fokus steht die SVP: Sie will nach 18 Jahren endlich wieder zurück in die Regierung. Politikredaktor Patrick Gerber hat SVP-Kandidatin Valérie Favre Accola (53) im Vorfeld besucht.

Die Bündner Regierungsratskandidatin Valerie Favre Accola (SVP) und ihr Ehemann, der frühere Skirennfahrer und Weltcupgesamtsieger Paul Accola.
Foto: Andy Mettler

Baselland: An wen geht Regierungssitz?

Im Baselbiet wird ein Sitz in der Kantonsregierung neu besetzt. Grünen-Mann Philipp Schoch (53) will die Nachfolge von Isaac Reber (64) antreten, die SVP hofft mit Matthias Liechti (46) auf die Rückkehr in die Regierung. 

Glarus: Bürgerliche wollen Dominanz ausbauen

Im Kanton Glarus wird der 60-köpfige Landrat neu gewählt. Die SVP ist mit 18 Sitzen stärkste Kraft, gefolgt von Mitte und FDP. Grössere Verschiebungen werden nicht erwartet, die bürgerliche Mehrheit dürfte bestehen bleiben.

Kantonale Abstimmungen

Zürich: Streit um Wohnungsfragen

Im Kanton Zürich stehen gleich mehrere Vorlagen zum Thema Wohnen auf dem Stimmzettel. Dabei geht es unter anderem um mehr gemeinnützigen Wohnraum, strengere Regeln bei Leerkündigungen und die Förderung von Wohneigentum. Daneben entscheiden die Stimmberechtigten auch über eine Verfassungsänderung zur Vertretung von Kantonsratsmitgliedern sowie über die Initiative «Stopp Prämien-Schock», die eine automatische Entlastung bei steigenden Krankenkassenprämien verlangt. 

St. Gallen: Streit um Kinderbetreuung

Im Kanton St. Gallen entscheidet das Stimmvolk über eine Vorlage zur familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung. Befürworter versprechen sich bessere Betreuungsangebote und eine Entlastung von Familien. Gegner kritisieren neue Staatsausgaben und warnen vor einem weiteren Ausbau staatlicher Leistungen.

Basel-Stadt: Mehrere Reizthemen an der Urne

In Basel-Stadt stehen mehrere breit diskutierte Vorlagen zur Abstimmung. Auf dem Klybeck-Areal prallen die Interessen von Naturschutz und Stadtentwicklung aufeinander. Um was es geht, hat Redaktor Patrick Gerber beleuchtet. Zudem entscheiden die Stimmberechtigten über einen freiwilligen Steuerabzug direkt vom Lohn – Céline Zahno und Joschka Schaffner aus unserem Politik-Ressort kennen die Hintergründe. Für Diskussionen sorgt daneben etwa auch eine Initiative zum Umgang mit Stadttauben.

Bern: Das Kunstmuseum und die Millionenfrage

Im Kanton Bern entscheidet das Stimmvolk über einen Projektierungskredit für die Sanierung und den Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern. Die Befürworter sehen darin eine wichtige Investition in die kulturelle Infrastruktur, während Kritiker die hohen Kosten und die langfristigen finanziellen Folgen ins Feld führen. 

Neuenburg: Senioren in Verfassung?

Für eine der ungewöhnlichsten Vorlagen des Abstimmungssonntags sorgt der Kanton Neuenburg. Dort entscheidet das Stimmvolk über eine Verfassungsänderung, die die Rolle und den Beitrag älterer Menschen ausdrücklich anerkennen soll. 

Solothurn: Mutterschaftsvertretung im Kantonsrat

Sollen sich Kantonsrätinnen bei Mutterschaft vorübergehend vertreten lassen können? Um diese Frage geht es in Solothurn – eine ähnliche Vorlage steht auch in Zürich zur Abstimmung. 

Schwyz: Mehr Geld gegen Prämienlast?

Im Kanton Schwyz entscheidet das Stimmvolk über eine Initiative zur Ausweitung der Prämienverbilligungen. Die SP will damit insbesondere den Mittelstand entlasten und die kantonalen Beiträge deutlich erhöhen. Bürgerliche Parteien und Regierung warnen hingegen vor Mehrkosten in Millionenhöhe und lehnen den Ausbau ab.

Und sonst?

Weitere kantonale Vorlagen betreffen ganz unterschiedliche Bereiche: Im Aargau geht es um einen Millionenbetrag für die Verkehrsinfrastruktur und eine Bildungsinitiative. In Genf wird über Ladenöffnungszeiten und religiöse Symbole diskutiert, im Tessin über Zahnbehandlungen und Immobilienwerte. Luzern entscheidet über einen neuen Standort für das Kantonsgericht, Nidwalden über eine Sporthalle und eine Steuerreform. In Schaffhausen und Thurgau stehen Anpassungen der Kantonsverfassungen zur Abstimmung. Und in der Waadt sorgt eine Initiative für einen kantonalen Mindestlohn für Debatten.

Kommunale Wahlen und Abstimmungen

Auch in den Städten und Gemeinden stehen zahlreiche Wahlen und Abstimmungen an. Hier eine Auswahl von Urnengängen, die überregional für Aufmerksamkeit sorgen.

Stadt Zürich: Es gibt einen Marathon-Sonntag

Die grösste Schweizer Stadt hat einen aussergewöhnlich intensiven Abstimmungssonntag vor sich. Die Zürcherinnen und Zürcher entscheiden über insgesamt 13 Vorlagen. Dabei geht es unter anderem um Parkplätze, Schulhäuser, Sportanlagen, Verkehr, Energie und andere Millioneninvestitionen. Blick-Blattmacher Marco Lüssi widmet sich dem Zürcher Abstimmungsmarathon in seinem Meinungsstück «362 Gramm Demokratie».

Stadt St. Gallen: Rauchverbot auf Spielplätzen?

In der Stadt St. Gallen entscheidet die Bevölkerung darüber, ob auf öffentlichen Spielplätzen künftig ein Rauchverbot gelten soll. Die Initiative will Kinder vor Passivrauch und Zigarettenstummeln schützen. Wer sich nicht daran hält, könnte gebüsst werden. Die Hintergründe erklärt Politikredaktor Tobias Bruggmann.

St. Gallen entscheidet über Raucherregeln auf Spielplätzen.
Foto: Imago/PanoramiC

Bern: Streit um die Zukunft des Tierparks

In der Stadt Bern entscheidet die Stimmbevölkerung über die Zukunft des Tierparks Dählhölzli. Im Zentrum steht ein Millionenprojekt für die Weiterentwicklung der Anlage.

St. Moritz GR: Wer folgt auf Jenny?

Auch personell stehen auf kommunaler Ebene wichtige Entscheide an. In St. Moritz GR wird die Nachfolge des abtretenden Gemeindepräsidenten Christian Jott Jenny (48) gesucht. Zu den Kandidaten gehört unter anderem der frühere SRF-Wirtschaftsexperte Adriano Iseppi (53). «Neuer Promi-Präsi für St. Moritz im Rennen», schrieb Politikredaktor Joschka Schaffner in seiner Vorschau.

Christian Jott Jenny hört als Gemeindepräsident von St. Moritz auf.
Foto: Thomas Meier

Thun BE: Wer übernimmt das Stadtpräsidium?

In Thun endet eine politische Ära. Stadtpräsident Raphael Lanz (57, SVP) wechselt nach seiner Wahl in den Berner Regierungsrat auf kantonale Ebene. Nun entscheidet sich, wer künftig die grösste Stadt im Berner Oberland führen wird.

Wil SG: Schafft Reimann die Wahl?

In Wil wird nicht nur das Stadtpräsidium besetzt. Für Spannung sorgt SVP-Nationalrat Lukas Reimann (43). Er kandidiert für die Stadtregierung und könnte bei einer Wahl ein weiteres politisches Amt übernehmen.

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