Schüsse auf Maria und Jesuskind
Sanija Ameti zieht Berufung zurück

Ex-Politikerin Sanija Ameti war vom Bezirksgericht Zürich verurteilt worden, nachdem sie 20 Schüsse auf ein Jesusbild abfeuerte und das Video auf Instagram teilte. Nun hat sie die Berufung gegen das Urteil zurückgezogen.
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Ex-Politikerin Sanija Ameti musste Ende Januar vor Gericht.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sanija Ameti schoss 2024 mit Luftpistole auf religiöse Bilder in Zürich
  • Berufung zurückgezogen: Urteil wegen Glaubensstörung jetzt rechtskräftig
  • 60 Tagessätze à 50 Franken auf Bewährung, 500 Franken Busse
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Daniel BallmerRedaktor Politik

Der Fall hatte für einen Aufschrei im Land gesorgt. An einem Freitagabend im September 2024 ballerte Sanija Ameti (34) im Keller eines Wohnhauses mit einer Luftpistole aus zehn Metern ganze 20 Mal auf ein Bild des Jesuskinds und Maria. Über ihre Aktion berichtete sie auf Instagram gleich in zwei Bildern. «Abschalten», schrieb die damalige GLP-Politikerin dazu.

Es folgte eine regelrechte Hexenjagd: öffentliche Angriffe, Parteiausschluss, Jobverlust, Strafanzeigen. Ende Januar sprach das Bezirksgericht Zürich Ameti schuldig wegen «Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit». Auslöser waren unter anderem Anzeigen von Polit-Provokateur Nicolas A. Rimoldi (31), seiner Bewegung Mass-voll und der Jungen SVP.

Damit wird das Urteil rechtskräftig

Dagegen hatte Ameti Berufung eingereicht. Nun aber hat sie diese über ihren Anwalt zurückziehen lassen. Das geht aus einer Präsidialverfügung des Obergerichts des Kantons Zürich hervor, die Blick vorliegt. Damit wird der Schuldspruch rechtskräftig.

Bereits im vergangenen Juli teilte die Zürcher Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift mit, dass sie für Ameti 10'000 Franken Strafe bedingt, 2500 Franken Busse und 1500 Franken Verfahrenskosten fordert. Ameti habe «öffentlich und in gemeiner Weise die Überzeugung anderer in Glaubenssachen, insbesondere den Glauben an Gott, beschimpft oder verspottet».

Nach einer langwierigen Verhandlung sprach das Bezirksgericht die fehlbare Politikerin schuldig. Die Strafe milderte es aber deutlich: Ameti kassierte eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 50 Franken mit einer Probezeit von zwei Jahren. Dazu kommt eine Busse von 500 Franken.

Hier erscheint Sanija Ameti vor dem Bezirksgericht Zürich
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