Darum gehts
- Lisa Marchon und Julius Felix führen neu die Bewegung Operation Libero an
- Marchon bereits seit 2024 aktiv, Felix wurde im März in den Vorstand gewählt
- Abstimmung über 10-Millionen-Schweiz-Initiative der SVP am 14. Juni 2026
Der erste Gegner ist schon klar – er ist ein Altbekannter. Auch das neue Führungsduo der Bewegung Operation Libero nimmt die SVP ins Visier. Lisa Marchon (30) und Julius Felix (26) wollen gegen die 10-Millionen-Schweiz-Initiative antreten, über die am 14. Juni abgestimmt wird. Sie möchten für eine offene, freiheitliche Schweiz einstehen und demokratische Grundwerte aktiv verteidigen.
Die Freiburgerin Marchon ist seit 2024 in der Bewegung aktiv, war Co-Leiterin der Europa-Initiative und ist seit letztem Jahr Mitglied des nationalen Vorstands. Weiterhin will Marchon, die im Bereich der politischen Kommunikation und Strategie arbeitet, das Europa-Dossier verantworten.
Als Reaktion auf SVP-Erfolg gegründet
Julius Felix wurde erst im März in den Vorstand von Operation Libero gewählt. Er arbeitet als Teamleiter in der Kundenberatung einer Schweizer Bank, ist SP-Mitglied und war im Vorstand der SP Aarau aktiv.
Die Bewegung Operation Libero wurde 2014 als Antwort auf die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative gegründet. Sie engagiert sich in Abstimmungskampagnen und gesellschaftlichen Debatten für eine offene, fortschrittliche, liberale und gerechte Schweiz.
Vorgängerin sorgte immer wieder für Schlagzeilen
Das neue Duo folgt auf Sanija Ameti (33) und Stefan Manser-Egli (33). Die beiden hatten im vergangenen November ihren Rücktritt bekannt gegeben. Manser-Egli hatte während sechs, Ameti während fast fünf Jahren die Bewegung angeführt. Die beiden wollen dem Vorstand von Operation Libero erhalten bleiben.
Gerade Ameti hatte immer wieder für Schlagzeilen gesorgt: Etwa mit Schüssen auf ein Bild des Jesuskinds und Maria, was sie selber auf Instagram veröffentlicht hatte. Sie wurde daraufhin wegen «Störung der Glaubensfreiheit» angeklagt.