Schüsse auf Jesuskind
Ex-GLP-Politikerin Sanija Ameti zieht Urteil weiter

Die frühere GLP-Politikerin Sanija Ameti (33) wurde Ende Januar vom Bezirksgericht Zürich verurteilt, nachdem sie 20 Schüsse auf ein Jesusbild abfeuerte und das Video auf Instagram teilte. Nun legt sie Berufung ein.
Kommentieren
1/6
Ex-GLP-Politikerin Sanija Ameti musste Ende Januar vor Gericht.
Foto: keystone-sda.ch
Anna Clara_Kohler_Journalistenschülerin_Blick_2-Bearbeitet.jpg
Anna Clara KohlerRedaktorin Politik

Ende Januar sprach das Bezirksgericht Zürich die frühere GLP-Politikerin Sanija Ameti (33) für schuldig. Der Schuldspruch folgt einer Aktion, bei der sie im Keller eines Wohnhauses mit einer Luftpistole aus zehn Metern ganze 20 Mal auf ein Bild des Jesuskinds und Maria schoss – und das ganze auf Instagram veröffentlichte. Sie wurde wegen «Störung der Glaubensfreiheit» angeklagt.

Nun zeigen Unterlagen, die «20 Minuten» vorliegen, dass Ameti Berufung einlegt. Sie zieht das Urteil somit an das Obergericht weiter. Vorstellbar wäre auch ein Weiterzug ans Bundesgericht. JSVP-Präsident Niels Fiechter veröffentlichte das Dokument auf der Plattform X. Er war einer der Privatkläger.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.

Bereits letzten Juli teilte die Zürcher Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift mit, dass sie für Ameti 10’000 Franken Strafe bedingt, 2500 Franken Busse und 1500 Franken Verfahrenskosten fordert. Im Januar erhielt sie mit dem Schuldspruch eine mildere Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 50 Franken mit einer Probezeit von zwei Jahren. Dazu kommt eine Busse von 500 Franken.

Zu einem Weiterzug an die nächste Gerichtsstufe wäre es aber möglicherweise ohnehin gekommen. Denn auch die als Privatklägerin aufgetretene Bewegung Mass-Voll um Nicolas Rimoldi (31) soll Berufung gegen das Urteil eingelegt haben. Sie fordere hingegen ein strengere Strafe. «Das Urteil ist viel zu mild», so Rimoldi zu Blick.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen