Ex-Bundesrat Ueli Maurer als Verwaltungsrat involviert
400-jähriges Haus soll Luxuswohnungen weichen

In Vitznau LU hängt der Dorfsegen schief. Der geplante Abriss eines 400 Jahre alten Hauses sorgt für Ärger.
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Dieses 400 Jahre alte Haus in Vitznau LU soll einer Luxusüberbauung weichen.
Foto: Google Street View

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 400-jähriges Haus in Vitznau LU soll für Luxuswohnungen abgerissen werden
  • Das Bauprojekt sorgt für Ärger im Dorf, Anwohner fühlen sich eingeengt
  • Alt Bundesrat Ueli Maurer mischt als Verwaltungsrat der Immobilienfirma hinter dem Bauprojekt mit
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Ruedi StuderBundeshaus-Redaktor

Das Haus ist über 400 Jahre alt und steht mitten im Dorfzentrum von Vitznau LU. Nun soll es einer Überbauung mit Luxuswohnungen weichen. Das sorgt für mächtig Ärger im Dorf, wie CH Media berichtet. Vorgesehen sind nämlich zwei 18 Meter hohe sechsgeschossige Blöcke mit insgesamt 27 Eigentumswohnungen, die das heutige Bauernhaus Grosserle weit überragen.

«Ich fühle mich sehr eingeengt durch den geplanten Neubau», zitiert die Zeitung einen betroffenen Nachbarn. Und eine Dorfbewohnerin macht klar: «So dominante Häuser in diesem historischen Dorfkern, das geht doch einfach nicht!» Auch in einer Facebook-Gruppe ist die umstrittene geplante Überbauung ein Thema. «Aus See- und Bergblick wird Skylineblick», schreibt eine Userin. Das nenne man dann «Fortschritt», schiebt sie sarkastisch hinterher.

Ueli Maurer mischt mit

Hinter dem Bauprojekt steckt die Schultheiss Holding Schweiz AG. Diese hat ihren Sitz zwar in Obwalden, ist aber Ableger einer deutschen Immobilienfirma.

Pikant: Im Verwaltungsrat sitzt auch der frühere SVP-Bundesrat Ueli Maurer (75), dessen Partei eine Verschärfung der sogenannten Lex Koller verlangt. Personen im Ausland soll der Immobilienkauf wieder erschwert werden. Ueli Maurer selber hat auf eine Anfrage von CH Media allerdings nicht reagiert.

Haus steht nicht unter Schutz

Trotz seines hohen Alters steht das alte Haus weder unter Denkmalschutz noch gilt es als schützens- oder erhaltenswert. Aufgrund zahlreicher baulicher Eingriffe sei der für eine Einstufung im Bauinventar erforderliche Authentizitätswert nicht mehr gegeben, heisst es dazu bei der kantonalen Denkmalpflege.

Trotzdem ist jetzt schon klar, dass es gegen das Bauprojekt Einsprachen und allenfalls auch eine Petition geben wird. Es dürfte also noch dauern, bis der erste Spatenstich erfolgt.

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