Brisante Untersuchung
Je dunkler die Hautfarbe von Asylheimbewohnern, desto stärker sinken die Mieten

Eine neue Studie der Universitäten Lausanne und Lugano sorgt für Aufsehen: Je dunkler die Hautfarbe der Bewohner in Asylheimen, desto stärker sinken die Mietpreise in der Umgebung.
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Die Hautfarbe von Bewohnern eines Asylheims hat einen Einfluss auf die Mieten in der Umgebung.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neue Studie: Asylzentren senken Mieten in der Umgebung um 3,8 Prozent
  • Hautfarbe der Bewohner beeinflusst Mietpreise
  • Zentren mit Subsahara-Anteil: Mieten sinken um 4,2 Prozent
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Tobias BruggmannRedaktor Politik

Wenn in der Schweiz ein neues Asylheim aufgemacht wird, sinken die Mieten in der Umgebung. Das zeigt eine neue Untersuchung von Forschern der Universitäten Lausanne und Lugano, über die der «Tages-Anzeiger» berichtet. Der Grund ist brisant: die Hautfarbe der Bewohner. 

Im Schnitt 3,8 Prozent oder 851 Franken pro Jahr weniger zahlt man für die Miete, wenn in der Umgebung ein Asylzentrum eröffnet wird – und die Mieten steigen wieder, wenn es geschlossen wird. Die Forscher verknüpften verschiedene Faktoren wie Religionszugehörigkeit oder die statistische Kriminalitätsneigung mit dem Mietpreis. Doch diese beiden Punkte hatten keine Auswirkungen. «Nur ein Merkmal spielte eine Rolle: die Hautfarbe», sagte Co-Autor Marius Brülhart von der Universität Lausanne gegenüber der Zeitung.

«Beträchtlicher Teil basiert auf rassistischen Vorurteilen»

Bei Zentren mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Asylsuchenden aus Subsahara-Ländern wie Eritrea, Somalia und Äthiopien sinken die Mieten um 4,2 Prozent, während der Rückgang bei Zentren mit unterdurchschnittlichem Anteil mit 3,0 Prozent deutlich tiefer liegt. «Dieser Befund legt die Folgerung nahe, dass ein beträchtlicher Teil der Preisreaktionen auf rassistischen Vorurteilen basiert», sagt Brülhart.

Immer wieder wehren sich Anwohner, wenn ein neues Asylzentrum gebaut oder wieder in Betrieb genommen werden soll. In Steckborn TG wurde 2024 zum Beispiel eine ausserordentliche Gemeindeversammlung erzwungen. Auch eine geplante Asylunterkunft in Zürich-Leimbach sorgte für rote Köpfe. In Kreuzlingen wird derzeit für eine Petition gesammelt, die mehr Sicherheit beim Bundesasylzentrum fordert. 

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