140-Millionen-Grundstück
Mega-Immobiliendeal bringt Zuger Gemeinde Dutzende Millionen

Zugs Immobilien-Wahnsinn lässt nicht nur Verkäufer jubeln: Auch die Gemeinden machen Kasse. Ein krasser Fall aus Baar zeigt nun, wie gewaltig die Gewinne sind. Für Private und die Gemeinden springen Dutzende Millionen heraus.
Kommentieren
1/4
In Baar ZG wurde 2020 ein Grundstücksdeal über fast 140 Millionen Franken abgeschlossen. Davon profitiert auch die öffentliche Hand stark.
Foto: zg-baar.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Baar erhält 30 Millionen aus privatem Mega-Immo-Deal
  • Der Quadratmeterpreis stieg in 25 Jahren von 580 auf 5500 Franken
  • Zuger Gemeinden erzielten 2025 über 72 Millionen Franken aus Grundstückgewinnsteuern
LucienFluri05.jpg
Lucien FluriCo-Ressortleiter Politik

Nach diesem gewaltigen Immo-Deal kann sich die Gemeinde Baar auf ganz viel Geld freuen: Für 138 Millionen Franken verkaufte eine Erbengemeinschaft 2020 zwei riesige Grundstücke in der Zuger Gemeinde. Streitpunkt war bisher die Frage, wie viel Grundstückgewinnsteuer anfällt. Nun hat ein Zuger Gericht entschieden: Es sind rund 30 Millionen Franken für die öffentliche Hand. Dies berichtet die «Zuger Zeitung».

Es geht um über 25'000 Quadratmeter Land. Streitig war, wie hoch der Verkehrswert des Grundstücks 25 Jahre vor dem Verkauf war. Weil dieser Betrag vom Verkaufspreis abgezogen werden kann, ist er für die Berechnung der Gewinnsteuer massgebend.

Gericht gibt Gemeinden recht

Gemeinde und Erbengemeinschaft lagen denn auch Welten auseinander. Die Erbengemeinschaft ging von rund 1000 Franken für den Quadratmeter im Jahr 1995 aus. Die Gemeinde von 580 Franken oder rund 14 Millionen Franken für das Land. Das Gericht gab nun der Gemeinde recht.

Das Urteil verdeutlicht, wie sehr die Landpreise in Zug gestiegen sind: von 580 Franken im Jahr 1995 auf fast 5500 Franken pro Quadratmeter im Jahr 2020. Und der Gerichtsentscheid zeigt auch, wie sehr die öffentliche Hand selbst vom Immobilienboom profitiert: Die Stadt Zug etwa nahm im letzten Jahr 24,5 Millionen Franken an Grundstückgewinnsteuern ein, budgetiert waren 10 Millionen. Schon 2024 kamen 20 Millionen Franken zusammen. Die Zuger Gemeinden nahmen so 2025 über 72 Millionen Franken ein. Seit 2017 hat sich die Summe fast verdreifacht.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen