Darum gehts
- Sarah Engels tritt am Samstag für Deutschland beim ESC in Wien an
- Trotz Kritik betont sie die harte Arbeit und familiäre Unterstützung
- Zwei Tage nach dem ESC startet sie im Musical «Moulin Rouge!» in Köln
Sie wurde 2011 Zweite bei «Deutschland sucht den Superstar», 2019 gewann sie die Sat.1-Eislaufshow «Dancing on Ice» und ein Jahr später die dritte Staffel der Gesangs-Kostümshow «The Masked Singer» bei ProSieben. Nun will es Sarah Engels (33) auch beim 70. Eurovision Song Contest in Wien versuchen. Und startet am Samstagabend im Finale (21 Uhr, SRF 1) mit dem Lied «Fire» für ihr Heimatland Deutschland.
«Es ist wirklich eine ganz besondere Reise. So viel passiert in kurzer Zeit, und gleichzeitig trifft man so viele Menschen und erlebt so viel. Ich versuche einfach, das alles bewusst zu geniessen», sagt Engels zu Blick. Verglichen mit den anderen Shows, in der sie bereits Erfahrung gesammelt hat, sei der ESC «nochmal eine ganz andere Dimension. Es ist international, emotional und man spürt einfach, wie viele Menschen das verfolgen. Das macht es sehr besonders.»
Rückhalt im eigenen Land könnte besser sein
Engels bekam für ihre ESC-Nominierung nach dem deutschen Vorentscheid nicht nur Unterstützung. Sie wurde oft belächelt, und ihr wurden keine guten Chancen zugeschrieben. «Ich würde mir schon wünschen, dass wir in Deutschland auch mal sehen, wie viel Arbeit und wie viel Schweiss dahintersteckt», sagt sie.
Ihr Zeitplan in Wien ist eng getaktet. «Er ist sehr voll, aber das ist auch sehr schön. Es ist eine Mischung aus Proben, Terminen und zwischendurch immer wieder kleine Momente, in denen ich einfach versuche, alles aufzunehmen», erklärt Engels. Die grösste Herausforderung sei, alles unter einen Hut zu bekommen. «Die Vorbereitung, die Termine, die Familie – und gleichzeitig auch bei sich zu bleiben. Das ist nicht immer leicht.»
Familienferien in der Schweiz
Nicht nur ihr Mann, der Ex-Fussballspieler Julian Engels (33), begleitet sie in Wien, auch ihre beiden Kinder Alessio (10, gemeinsames Kind mit Pietro Lombardi, 33), und Solea (4) sind in Wien dabei. «Meine Familie gibt mir einfach unglaublich viel Halt», schwärmt sie.
Auch in die Schweiz hat Engels ihre Familie bereits mitgenommen. 2022 ist sie mit ihren Liebsten in einem Camper durch die Schweiz gefahren. «Ich mag die Mischung aus Natur und Ruhe sehr. Es ist ein Ort, an dem man gut
abschalten kann», so die Musikerin.
Musical-Engagement nach ESC
Ans Abschalten ist aktuell aber nicht zu denken. Jetzt stehen die Generalproben für den ESC an, danach ihr Engagement als Hauptrolle Satine im Musical «Moulin Rouge!» in Köln. «Wie ich mich vorbereite? Das frage ich mich selbst!», sagt sie mit einem Lachen. «Es geht direkt zwei Tage nach dem ESC weiter. Aber ich freue mich so sehr, endlich wieder Teil der Moulin-Rouge-Familie zu sein.»