Darum gehts
- ESC-Finale am 17. Mai in Wien, Kritik an Pausenshow Österreichs
- Ähnlichkeiten zur Schweizer Nummer «Made in Switzerland» sorgen für Empörung
- Fans bemängeln: Visuelle, inhaltliche und musikalische Parallelen erkennbar
In Wien tanzt gerade der Bär. Seit dieser Woche läuft in der Hauptstadt Österreichs der ESC. Am Dienstag und Donnerstag finden die Halbfinals statt, bevor am Sonntag das grosse Finale steigt.
Traditionell organisiert das Gastgeberland eine Pausenshow. Beim ESC in Basel letztes Jahr performten Sandra Studer (57) und Hazel Brugger (32) dort ihren Publikumshit «Made in Switzerland». Das Feedback war grossartig und die Fans absolut begeistert.
Die guten Reaktionen scheinen auch den Österreichern aufgefallen zu sein. Schaut man sich die Pausenperformance des Moderationsduos Victoria Swarovski (32) und Michael Ostrowski (53) an, ist diese ziemlich ähnlich wie jene von Studer und Brugger.
Statt Applaus erntet Österreich im Netz vor allem eines: Kritik. «Ihr habt ‹Made in Switzerland› kopiert – kommt aber nicht mal annähernd auf das Level», schreibt ein hässiger Fan unter das Video auf Youtube. «Alles geklaut – ‹Made in Switzerland› ist viel besser», ist auf Instagram zu lesen. Oder: «Versucht nicht, ‹Made in Switzerland› zu kopieren. Das ist nicht lustig.»
Was ist dran an der harschen Kritik? Blick zeigt dir, wie ähnlich die beiden Versionen wirklich sind.
Der Inhalt
Mit Witz und Charme präsentierten Brugger und Studer Schweizer Innovationen wie LSD, die Knoblauchpresse oder das Internet. In der Pausenshow der Ösis geht es um die Unterschiede zwischen Österreich und Australien. Die beiden Moderatoren bedienen sich – wie bei «Made in Switzerland» – an Innovationen und Merkmalen der beiden Länder. Von der Aufmachung schon sehr ähnlich.
Das Visuelle
Klar, Berge sind Berge. Dass es also bei der Visualisierung von der Schweiz und Österreich zu Überschneidungen kommt, ist offensichtlich. Aber: Der Hintergrund, die Kostüme, die Accessoires: Alles ist nahezu identisch inszeniert wie bei «Made in Switzerland».
Das Musikalische
Dass Sandra Studer die bessere Sängerin als Victoria Swarovski ist, dürfte jedem klar sein. Trotzdem: Die Stimmlage, die Art und Weise, wie Swarovski die Worte betont und wie sie ihre Pausen setzt, erinnert sehr stark an die Schweizer Version. Hinzu kommt der Aufbau des Songs, der sehr ähnlich ist. Angefangen mit einer ruhigen Strophe, baut das Lied von Stück zu Stück mehr Spannung auf.
Fazit: Sollte der Beitrag keine bewusste Hommage an «Made in Switzerland» von Sandra Studer und Hazel Brugger sein, wurde schon sehr viel abgekupfert.