Das erste Halbfinale für den 70. Eurovision Song Contest ist durch, die ersten zehn Kandidatinnen und Kandidaten haben sich qualifiziert. Eine grosse Überraschung war sicher der Auftritt der 80er-Jahre-Ikone Boy George, der für San Marino antrat. Er hat es mit seiner Kollegin Senhit allerdings nicht ins Finale geschafft. Israel hingegen hat sich qualifiziert. Die Proteste hielten sich sowohl vor der Veranstaltung als auch in der Halle in Grenzen. Hier und da waren durchaus Buhrufe zu hören, sehr wenige Palästina-Flaggen wurden geschwungen, doch ansonsten ging es friedlich und zivilisiert zu.
Eines der Show-Highlights war wohl die Musical-Einlage zum Vergleich zwischen Österreich und Australien. Witzig, farbenfroh, aber im Vergleich zu «Made in Switzerland» im vergangenen Jahr doch etwas blass. Gegen Sandra Studer und Hazel Brugger kamen Michael Ostrowski und Victoria Swarovski dann doch nicht ganz an. Und nicht einmal der charistmatische Australier Go-Jo konnte die Showeinlage retten.
Favorit Finnland wird am Samstag wie erwartet dabei sein. Deutschland und Italien haben ihre Songs zum Besten gegeben, traten aber bekanntermassen ausser Konkurrenz auf. Am Donnerstag ist dann der grosse Auftritt für unsere Schweizer Hoffnung Veronica Fusaro mit dem Song «Alice». Wir drücken ihr alle Daumen dass es klappt.
Diese Acts haben es ins Finale geschafft
- Griechenland – Akylas: «Ferto»
Finnland – Linda Lampenius & Pete Parkkonen: «Liekinheitin»
Belgien – Essyla: «Dancing on the Ice»
Schweden – Felicia: «My System»
Moldawien – Satoshi: «Viva, Moldova!»
Israel – Noam Bettan: «Michelle»
Serbien – Lavina: «Kraj Mene»
Kroatien – Lelek: «Andromeda»
Litauen – Lion Ceccah: «Sólo quiero más»
Polen – Alicja: «Pray»
Ausser Konkurrenz automatisch im Finale dabei sind zudem:
- Deutschland – Sarah Engels: «Fire»
Italien – Sal Da Vinci: «Per sempre sì»
Das wars fürs Erste
Das war es für heute. Die Entscheidungen sind gefallen, die ersten zehn Länder dürfen sich über ihre Qualifikation für das Finale freuen. Am Donnerstag ist meine Kollegin Natalie Zumkeller im zweiten Halbfinale für euch dabei, bevor meine Kollegen Fynn Müller und Jaray Fofana euch am Samstag durch das grosse ESC-Finale begleiten. Ich bedanke mich an dieser Stelle fürs fleissige Mitlesen und hoffe, dass ihr mindestens genauso viel Spass hattet wie ich. In diesem Sinne: Gute Nacht!
Jetzt gilt ernst
Die Stimmen sind ausgezählt. Jetzt kommen die Resultate. Wer hat es ins Finale geschafft, für wen ist das Abenteuer ESC heute vorbei?
«Fiebertraum»
Kein «Made in Switzerland», das ist klar. Auch den Fans auf Social Media.
Kängurus in Österreich
Der grösste Unterschied? Kängurus – wenn es nach Michael Ostrowski geht. Kurzerhand machen sie ein neues Land draus, denn es kommt ja nicht drauf an. Dann sind sie beide eben Austrialia. Ob sie sich aber «friends with benefits» nennen sollten, bleibt fraglich.
Swarovski kann noch singen
Victoria Swarovski kann gar nicht mal schlecht singen, muss ich zugeben. Aber irgendwie ist es langweilig, dass sie nicht einmal das Outfit gewechselt hat. Kommt dann wahrscheinlich im Finale.
Gegensätze wie sie im Buche stehen
Australien surft, kämpft gegen Krokodile und kuschelt mit Koalas. Österreich isst Mozartkugeln und Schnitzeln, steigt auf Berge und tanzt Walzer. Ja, schon sehr unterschiedlich. Es reicht, dass die beiden verwechselt werden!
Australia vs. Austria
Also jetzt echt. Wir hatten «Made in Switzerland», die Ösis machen was ähnliches. Auch eine riesige Musical-Nummer – allerdings geht es bei ihnen um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Österreich und Australien, beziehungsweise Austria und Australia. Wird nämlich oft verwechselt. Mehrheitlich von Personen, deren Land derzeit von einem Oompa Loompa tyrannisiert – äh ich meine regiert wird.
Milkshake Man
MILKSHAKE MAN! Also Go-Jo. Ich erinnere mich an seinen Auftritt von letztem Jahr. Nicht nur gute Erinnerungen. Der Song war weird. Mit seinem Vokuhila und seinem Schnauz kann der gute Mann nach wie vor nicht verheimlichen, woher er kommt. Der Australier von letztem Jahr.
Nochmal Schnelldurchlauf
Im Schnelldurchlauf wurde mir nochmal bestätigt, was mir gefallen hat und was nicht. Michel Imhof war ja besonders angetan von der Show von Finnland. Jetzt sind die Leitungen geschlossen – bald kommt die grosse Entscheidung.
Schon wieder eine Zeitreise
Wien ist eine Stadt mit Geschichte. Das ist so faszinierend daran. Da kann man es den Wienern auch nicht übel nehmen, dass sie diese Geschichte feiern und direkt nochmal eine Zeitreise in ihre ESC-Show eingebaut haben. Es geht vor allem um die Geschichte des Praters. Wahnsinn, was die kleinen Akrobatinnen und Akrobaten können.