Darum gehts
- Veronica Fusaro kämpft am ESC in Wien mit Requisitenproblemen
- ORF transportierte versehentlich wichtige Elemente für Auftritt ins Lager
- Zweites Halbfinale am 14. Mai, Finale am 16. Mai
Mit dem Verlauf der ersten beiden Proben am Eurovision Song Contest (ESC) in Wien war die Schweizer Vertreterin Veronica Fusaro (29) nicht zufrieden. «Ich habe mir das professioneller vorgestellt», sagte sie am Dienstag zu Blick. Falsches Material wurde verwendet, Requisiten zu spät auf die Bühne gefahren. Nun geht die Pannenserie weiter: Wichtige Requisiten für die erste Generalprobe fehlten. Sie wurden vom ORF sogar von der Wiener Stadthalle weggefahren!
«Zwei wichtige Elemente des Auftritts von Veronica Fusaro sind verloren gegangen», bestätigt der Chef der Schweizer Delegation Yves Schifferle (51). «Die Tänzerinnen haben einmal Sandsäcke, die sie auf der Bühne nachziehen. Und am Ende sollen Seile den Songtitel ‹Alice› bilden.» Doch davon war bei der ersten Generalprobe vom zweiten ESC-Halbfinal am Mittwoch nichts zu sehen. Die Requisiten waren nämlich gar nicht vor Ort.
ORF fuhr die Requisiten ins Lager
«Sie waren zuerst gar nicht auffindbar und die Personen vor Ort hatten keine Ahnung, wo sie sind.» Doch dann die Erleichterung nach dem Auftritt: Sie wurden gefunden. In einem Lager des Österreichischen Rundfunks (ORF). «Sie haben die mit den Show-Requisiten des ersten Halbfinals eingepackt und dorthin gefahren. In diesen Minuten werden die Elemente wieder in die Wiener Stadthalle zurückgefahren und wir hoffen, dass wir den Auftritt in der Jury-Show am Mittwochabend damit absolvieren können», so Schifferle.
Die Jury-Show ist wichtig für die ESC-Acts. Genau wie in der Live-Show wird ihr Auftritt dort schon bewertet. In der Jury-Show von der professionellen Jury, in der Live-Show vom TV-Publikum.
«Ihre Proben sind nicht verhext»
Einem guten Auftritt von Fusaro stünde aber nichts im Wege, ist sich Yves Schifferle sicher. «Ihre Proben sind nicht verhext», stellt er klar. «Und ich bin mir sicher, die meisten haben die fehlenden Elemente gar nicht bemerkt.»
Vorwürfe will Schifferle, der beim letztjährigen ESC in Basel selbst für die Showproduktion verantwortlich war, den diesjährigen Verantwortlichen nicht machen. «Es ist zwar eine ungewöhnliche Sache und ich werde diese Geschichte wohl noch lange erzählen. Aber am Ende ist es eine riesige Produktion und da können solche Dinge offenbar passieren.»
Schweizer Delegation bekam viele Komplimente
Fusaro selbst sei gut vorbereitet auf ihren Auftritt. Schifferle ist froh, ist das Malheur schon jetzt passiert und nicht bei den Durchläufen, die zählen. «Sonst wäre ich natürlich hässig. Aber wir werden einen guten, problemfreien Auftritt präsentieren können. Wir haben viele Komplimente von Journalisten und Kommentatoren für unsere Darbietung bekommen.»
Das zweite Halbfinal des Eurovision Song Contest mit Veronica Fusaro ist am 14. Mai um 21 Uhr auf SRF 2 zu sehen, das Finale am 16. Mai um 21 Uhr auf SRF 1.