Darum gehts
- Yannik Zamboni (39) traf am Wochenende den Dalai Lama im Himalaya
- Der Designer erhielt einen Segen und erregte Aufmerksamkeit mit Nasenringen
- Zamboni reist weiter nach Mumbai und kehrt Mittwoch nach Zürich zurück
Yannik Zamboni (39) ist als Designer international erfolgreich, brachte kürzlich seine eigene Reihe von Sexspielzeug heraus und zeigt sich gerne und ungeniert leicht bekleidet. Der wohl letzte Ort, an dem man den Basler vermuten würde, wäre bei einem Treffen mit dem Dalai Lama, der wichtigsten geistlichen Führungsperson des tibetischen Buddhismus.
Doch genau dazu kam es an diesem Wochenende. Zamboni reist derzeit durch den Himalaya, um sich dort unter anderem mit den «lokalen Handwerkstraditionen, Materialien und Techniken» auseinanderzusetzen, die er unter Umständen in seine Arbeit einfliessen und sich davon inspirieren lassen kann.
«Ich glaube stark an Karma»
Wie kam es also zu dem Treffen mit dem Dalai Lama? «Seine Heiligkeit der Dalai Lama hatte eine Audienz angekündigt, und ich war zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich habe mich dafür beworben und hatte das grosse Glück, eine Einladung zu erhalten», verrät Zamboni gegenüber Blick. Das Treffen sei kurz gewesen, dennoch «sehr herzlich und entspannt». «Für mich war es ein besonderer und sehr persönlicher Moment, den ich sicherlich lange in Erinnerung behalten werde», so Zamboni, für den nach eigener Aussage Spiritualität sehr wichtig ist. «Ich glaube stark an Karma und an den Gedanken, dass die Art und Weise, wie wir anderen Menschen, Tieren und unserer Umwelt begegnen, letztlich auch etwas darüber bestimmt, was wir selbst in die Welt zurückbekommen», erklärt der Designer, der bei seinem Label maison blanche stark auf Ethik setzt und daher bei seinen Produkten auf veganes und plastikfreies Material setzt.
«Spiritualität zeigt sich für mich weniger in Ritualen als im täglichen Handeln», erklärt Zamboni. «Wie wir mit Menschen umgehen, wie wir Tiere behandeln, welchen Respekt wir unserer Umwelt entgegenbringen und welche Verantwortung wir für unsere Entscheidungen übernehmen – all das hat für mich eine spirituelle Dimension.»
Schlichtes Outfit und unerwartete Momente
Zu dem Treffen mit dem Dalai Lama erschien Yannik Zamboni natürlich nicht im engen Schlüpfer und oberkörperfrei, wie man es häufig von ihm gewohnt ist. Stattdessen wählte er seine Kleidung «bewusst schlicht, respektvoll und unkompliziert: eine weisse Dreiviertelhose, ein weisses Hemd von maison blanche und weisse Birkenstocks». «Mir war wichtig, dass das Outfit dem Anlass entspricht und ich mich gleichzeitig darin wie ich selbst fühle», erklärt der Designer seine Kleiderwahl.
Die Begegnung mit dem spirituellen Führer hinterliess bei Yannik Zamboni einen starken Eindruck. «Seine Übersetzer haben ihm zunächst kurz erzählt, wer ich bin und was ich mache. Danach erhielt ich seinen Segen. Es gab auch einen sehr sympathischen, unerwarteten Moment rund um meine Nasenringe, die seine Aufmerksamkeit geweckt haben. Wir haben uns einige Augenblicke angesehen und angelächelt – dann war es bereits Zeit, den nächsten Gästen Platz zu machen.» Für den Segen brachte der Schweizer, wie es sich gehört, einen Schal mit. «Ausserdem wurden vor der Begegnung die Hände desinfiziert», sagt er.
Am Sonntag geht es für Yannik Zamboni weiter nach Mumbai, wo seine Reise schliesslich endet. «Am Mittwoch bin ich wieder in Zürich.»