Darum gehts
- Model Tamy Glauser meldet Vorfall mit SBB-Security in Zürich
- SBB-Mitarbeiterin soll Glauser tätlich angegriffen haben
- SBB untersucht Vorwürfe, Glauser erstattet Anzeige, 3 Mitarbeitende involviert
Model Tamy Glauser (41) war auf dem Weg von Deutschland nach Zürich – und hatte sich den Abend sicherlich anders vorgestellt. Auf Instagram teilt Glauser jetzt einen Vorfall in Zusammenhang mit der SBB. In einem Video auf Social Media zeigt sich Glauser immer noch völlig von der Rolle: Eine Security-Mitarbeiterin der SBB soll sie tätlich angegangen haben.
Als sie aus dem Zug steigt, kommen ihr drei Mitarbeiter der SBB entgegen – zwei davon Security-Mitarbeitende, erzählt Glauser. Jemand zeigt auf eine Person hinter Glauser – «ganz eindeutig an mir vorbei», sagt sie gegenüber Blick. Die Security-Mitarbeiterin hält jedoch Tamy Glauser für die gesuchte Person – und geht zielstrebig auf sie zu.
Glauser konfrontiert die SBB-Mitarbeiterin
Als der SBB-Mitarbeiter seine Kollegin auf deren Fehler aufmerksam machte, liess diese von Glauser wortlos ab und ging weiter. Völlig perplex wollte Glauser dies nicht auf sich sitzen lassen und sprach die Mitarbeiterin an. «Dann bin ich zu ihr hin und habe gesagt: ‹Hey, das ist nicht okay!› Ich wollte wissen, wie sie heisst, damit ich mich melden kann», erklärt Glauser. Die Mitarbeiterin habe es jedoch verweigert, ihren Namen zu nennen. Also griff Glauser zum Handy, um ein Foto der Person zu machen – dann soll die Situation eskaliert sein. «Auf einmal ist sie handgreiflich geworden und wollte mir das Handy aus der Hand schlagen», empört sich Tamy Glauser.
Als ihr das nicht gelang, packte die Mitarbeiterin das Model offenbar und drückte es gegen die Wand. Die Spuren davon zeigt Glauser auf Instagram. Auf dem Foto sieht man rote und blaue Flecken auf ihrem Arm. «Wäre es ein Mann gewesen, würde mein Arm wohl noch viel schlimmer aussehen», meint Glauser. Es sei nicht das erste Mal, dass sie so gezielt angegangen worden sei, «einfach, weil ich so aussehe, wie ich aussehe», sagt sie frustriert.
Was sagen die SBB?
Vor allem habe das Verhalten der Mitarbeiterin sie gestört, als diese auf ihren Fehler aufmerksam gemacht wurde. «Hätte sie sich da direkt aufrichtig entschuldigt, wäre die Sache für mich erledigt gewesen. Aber so musste ich was sagen, weil ich es sonst nur wieder mit mir rumgetragen hätte», sagt Glauser zu Blick. Die SBB selbst haben sich bisher nicht bei Glauser gemeldet. Nun erstattet das Model Anzeige bei der Polizei gegen Unbekannt – ein Foto der SBB-Mitarbeiterin hat sie, wenn auch nicht den Namen.
Auf Anfrage von Blick teilen die SBB mit: «Die SBB kennt die auf Instagram geschilderten Vorwürfe und nimmt diese ernst. Wir klären den Sachverhalt mit den zuständigen Stellen ab. Den geschilderten Ablauf können wir zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigen noch dementieren.» Zu einzelnen Mitarbeitenden oder allfälligen personalrechtlichen Fragen äussere man sich nicht. Die SBB betonen aber, dass man «ein respektvolles, professionelles und verhältnismässiges Verhalten im Kundenkontakt» erwarte.