Darum gehts
- Pascal Schmitz kehrt heute als SRF-Aussenreporter in «Schweiz aktuell» zurück
- Patrick Fischer erhebt Vorwürfe gegen SRF wegen seines Covid-Zertifikats-Skandals
- Ende Juni erstmals wieder Studio-Moderation für Schmitz geplant, laut SRF
Pascal Schmitz darf für SRF wieder vor die Kamera. Bei einem Mittagessen erzählte Ex-Nati-Coach Patrick Fischer (50) SRF-Schmitz, dass er ein Covid-Zertifikat gefälscht habe. Für Fischer war klar: Die Aussage fiel «off the record». Schmitz und SRF machten später das gefälschte Covid-Zertifikat von Fischer öffentlich, der daraufhin seinen Job als Trainer der Schweizer Eishockey-Nati verlor.
Die «Weltwoche» machte daraufhin 15 Jahre alte Facebook-Posts des Enthüllers des Fischer-Skandals mit beleidigenden und rassistischen Inhalten publik. Schmitz legte daraufhin sein Amt als Stadionsprecher der Rapperswil-Jona Lakers nieder, das er 14 Jahre innehatte. SRF distanzierte sich von den Äusserungen. Und teilt auf Anfrage von Blick mit: Schmitz ist vorerst nicht vor der Kamera zu sehen.
Zurück am Bildschirm
Am Montag schrieb SRF auf Anfrage von Blick: «Nach aktuellem Stand ist vorgesehen, dass Pascal Schmitz Mitte dieser Woche als Aussenmoderator wieder vor der Kamera erscheint. Die erste Studio-Moderation ist Ende Monat vorgesehen. Änderungen sind jederzeit möglich. Für ein Interview steht Pascal Schmitz aktuell nicht zur Verfügung.»
Am Dienstagabend ist es so weit. In der 19-Uhr-Ausgabe von «Schweiz aktuell» sieht man Schmitz wieder vor der Kamera. Nicht als Moderator, sondern als Aussenreporter, wie von SRF angekündigt. Schmitz übernimmt einen Beitrag über Verkehrssicherheit für Kinder, die Velo fahren lernen.
Fischer bricht sein Schweigen
Mittlerweile hat sich auch Patrick Fischer zum Covid-Skandal geäussert. In seinem ersten langen Interview nach dem Eklat und seiner Entlassung als Eishockey-Nati-Coach macht Fischer einen harten Vorwurf gegen SRF. Zu dem besagten Mittagessen mit Pascal Schmitz sagt er: «Ich bin ein Mensch, der schnell vertraut und das Vertrauensverhältnis mit SRF war sehr gross. Dann wurde Covid zum Thema und darüber bin ich gestolpert. Ich habe keine Gefahr gesehen. Für mich war Covid vorbei und ich wusste, dass ich das kommunizieren werde. Das war für mich wichtig.»
SRF reagiert auf den neuen Vorwurf von Fischer. «SRF hält an seiner bisherigen Darstellung fest: Es gab keine ‹off-the-record›-Vereinbarung vor dem Gespräch mit Patrick Fischer», erklärt SRF gegenüber Blick, «der Medienchef des Schweizerischen Eishockey-Verbandes wollte im Nachgang zum besagten Mittagessen eine ‹off-the-record›-Forderung geltend machen. Deshalb kam es zum erwähnten E-Mail-Verkehr zwischen Pascal Schmitz und dem Medienchef. In seiner Antwort hat Pascal Schmitz auf diese nachträgliche Forderung Bezug genommen bzw. den Wortlaut des Verbandes wiedergegeben. Eine vorgängige ‹off-the-record›-Vereinbarung wurde damit nicht bestätigt. Im gleichen E-Mail hat Pascal Schmitz zudem klargestellt, dass er die Aussagen nicht einfach ignorieren kann und dass er – in Absprache mit der Chefredaktion – Patrick Fischer und dem Verband die Möglichkeit zur Stellungnahme geben will.»