Pascal Schmitz erlangte letzte Woche nationale Berühmtheit. Seine Recherche rund um das gefälschte Covid-Zertifikat von Ex-Nati-Trainer Patrick Fischer wurde kontrovers diskutiert, der SRF-Mann öffentlich angefeindet. Neben seinem Job bei SRF war Schmitz auch als Stadionspeaker der Rapperswil-Jona Lakers tätigt – zumindest bis am Mittwoch.
«Ich habe mich entschieden, künftig nicht mehr Stadionspeaker der SCRJ Lakers zu sein», wird Schmitz in einer Mitteilung der Lakers zitiert. «Die Ereignisse der vergangenen Tage haben mich zu diesem Schritt bewogen. Damit möchte ich Schaden von den Lakers abwenden, denn dieser Verein ist für mich eine Herzensangelegenheit und ein wichtiger Teil meines Lebens.» Unter anderem hatte Maler und Schauspieler Rolf Knie angekündigt, die Heimspiele der Lakers wegen Schmitz künftig zu boykottieren.
«Weltwoche» packt rassistische Posts aus
Ein am Mittwoch publizierter Artikel in der «Weltwoche» habe Schmitz zusätzlich zu seinem Rücktritt bei den Lakers bewogen. In der Story werden 15 Jahre alte Facebook-Kommentare ausgegraben, die rassistischer Natur sind. Die verbalen Entgleistungen passierten unter anderem während der Fussball-WM 2010 in Südafrika sowie im Zusammenhang mit Spielen der Eishockey-Nati. Schmitz entschuldigt sich für die Posts, die von den Lakers «aufs Schärfste» verurteilt werden. Auch SRF distanziert sich von den inzwischen gelöschten Kommentaren.
Schmitz hatte im Rahmen eines Drehs mit Patrick Fischer beim Mittagessen von dessen gefälschtem Covid-Zertifikat erfahren. Fischer kam dann mit seinem Geständnis der Veröffentlichung des SRF-Beitrags zuvor. Daraufhin entbrannte eine Debatte darüber, inwiefern das Gespräch zwischen Fischer und Schmitz vertraulich war und ob der Journalist die Informationen über die Impf-Lüge verwenden durfte oder nicht.
