Darum gehts
- Prinz Harry und Meghan ziehen mit Kindern nach England zurück
- König Charles’ Krebserkrankung könnte Rückkehr motivieren
- Harrys Kinder sind sieben und fünf Jahre alt, lebten bisher in den USA
Es ist die Sensationsmeldung des Tages aus dem britischen Königshaus: Prinz Harry (41), der verlorene Sohn, kehrt mit seiner Ehefrau Herzogin Meghan (45) und den gemeinsamen Kindern Archie (7) und Lilibet (5) nach England zurück.
Lange schien es so, als ob Harry seiner Heimat für immer den Rücken gekehrt hätte. Der Streit mit seiner Familie, die Anschuldigungen gegen die Royals und seine ewigen Klagen, staatlichen Polizeischutz zu fordern, machten den Prinzen in seinem Land nicht unbedingt beliebt und selbst sein Bruder Prinz William (44) scheint nichts mehr mit ihm zu tun haben zu wollen. Woher kommt nun also der Sinneswandel des Herzogs von Sussex, mit Sack und Pack in seine alte Heimat zurückzukehren? Blick hat fünf mögliche Gründe für Prinz Harrys Gedankengang zusammengetragen.
König Charles
Einer der wahrscheinlichsten Gründe für Harrys Rückkehr dürfte wohl sein Vater König Charles (77) sein. Der Monarch kämpft seit mehr als eineinhalb Jahren gegen Krebs. Oft bekommt der Herzog von Sussex seinen Vater nicht zu Gesicht, lebt er schliesslich Tausende von Kilometern weit weg. Möglich also, dass Prinz Harry der Ernst der Lage langsam bewusst wird. In einem Interview mit der BBC sagte er selbst im vergangenen Jahr, dass er nicht wisse, wie viel Zeit seinem Vater noch bleibe. König Charles ist nämlich nicht nur krebskrank, sondern auch nicht mehr der Jüngste und trotz des Familienzwists der einzige Elternteil, der Prinz Harry noch geblieben ist. Es wäre also nachvollziehbar, dass Prinz Harry nun noch so viel Zeit wie möglich mit seinem Vater verbringen will und als verlorener Sohn zurückkehrt. Ausserdem könnte der Prinz den Wunsch hegen, dass seine eigenen Kinder noch ein enges Verhältnis zu ihrem Grossvater aufbauen können. Die kleine Lilibet hat ihren Opa im Juli zum ersten Mal so richtig kennengelernt.
Heimweh
Prinz Harry ist in Grossbritannien aufgewachsen und eigentlich Engländer durch und durch. Dann kam der Umzug ins sonnige Kalifornien in den USA. Man könnte durchaus einen kleinen Kulturschock vermuten. Die Engländer sind mit ihrer zurückhaltenden Art ein Kontrast zu den offenen Amerikanern. Das sonnige und warme Wetter in Kalifornien ist so ganz anders als die kühleren Temperaturen und der häufige Regen in England. Die Traditionen und Geschichte von Grossbritannien sind älter als die USA selbst, England existierte als Monarchie lange bevor Kolumbus offiziell Amerika entdeckte. Möglicherweise vermisst Prinz Harry sowohl die Kultur als auch das kühlere Wetter in seiner Heimat.
Seine Kinder
Prinz Harrys Kinder wachsen derzeit in den USA auf, haben amerikanische Freunde und leben den California-Lifestyle. Lilibet wurde sogar in den USA geboren. Einen Bezug zu England haben die beiden Kinder nicht, dürften daher auch keinen britischen Akzent haben. Britische Traditionen kennen sie höchstens aus Erzählungen ihres Vaters. Wie das Leben in England ist und was es wirklich heisst, Teil der royalen Familie zu sein, wissen die beiden Kleinen jedoch nicht. Es ist also durchaus möglich, dass Prinz Harry das ändern möchte und es ihm wichtig ist, dass seine Kinder auch in Grossbritannien aufwachsen. Prinzessin Madeleine von Schweden (44) zog beispielsweise mit ihrer Familie ebenfalls aus den USA zurück nach Schweden, da ihre Kinder eine schwedische Schulbildung haben und zum Teil dort aufgewachsen sein müssen, um ihren Platz in der Thronfolge zu behalten. In Grossbritannien gelten zwar andere Regeln bezüglich der Thronfolge, allerdings ist gut denkbar, dass Prinz Harry schlicht den Wunsch hegt, seinen Kindern die britische Kultur näher zu bringen.
Versöhnung mit Prinz William
Während sich Prinz Harry und sein Vater langsam wieder anzunähern scheinen, ist das Verhältnis zwischen Prinz Harry und seinem Bruder Prinz William mehr als schwierig. Es dürfte Jahre her sein, dass die Geschwister auch nur ein Wort miteinander gewechselt haben. Prinz Harry könnte mit seiner Rückkehr in die Heimat darauf hoffen, dass eine Versöhnung wahrscheinlicher wird, wenn er wieder in der Nähe ist und die beiden nicht mehr ein Ozean und Kontinent trennt. Ob es dazu jedoch kommt, bleibt abzuwarten. Prinz William wirkte in der Vergangenheit nicht unbedingt so, als habe er grosses Interesse daran, sich mit seinem kleinen Bruder zu versöhnen.
«Flucht» vor gescheiterten Projekten
Herzogin Meghan und Prinz Harry bauten sich in Kalifornien ein eigenes Leben auf. Die Herzogin von Sussex schien in der Unterhaltungsbranche wieder Fuss fassen zu wollen. Sie startete einen Podcast, eine Lifestyle-Marke und eine Netflix-Serie. Der erhoffte Erfolg blieb jedoch aus, Spotify trennte sich von ihr, Netflix beendete die Zusammenarbeit ebenfalls in gewissen Bereichen. Es war auch die Rede davon, Meghan wolle wieder als Schauspielerin aktiv werden, doch auch das schien zu scheitern. Das Paar könnte mit dem Umzug nach England nun auf einen Neuanfang hoffen und die Job-Flops hinter sich lassen wollen.
Die Gründe für ihre Rückkehr nach Grossbritannien wissen wohl nur die Beteiligten. Alles andere bleibt vorerst Spekulation. Böse Zungen könnten behaupten, dass Prinz Harry und Herzogin Meghan wieder näher an den Royals dran sein möchten, um neue Informationen zu sammeln und in ein paar Jahren ein weiteres Enthüllungsbuch und -interview zu veröffentlichen. Das wäre aber dann doch mehr Hollywood, als die beiden in den vergangenen Jahren erlebt haben.