Darum gehts
- König Charles III. und Camilla besuchen bis Donnerstag die USA offiziell
- Trotz Spannungen zwischen USA und Grossbritannien lobt Trump den König
- 250. Unabhängigkeitstag und Rede vor dem US-Kongress als Highlights
König Charles III. (77) und Königin Camilla (78) treffen heute Montag zu einem offiziellen Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten ein. Im Zentrum der viertägigen Reise stehen vor allem Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit. US-Präsident Donald Trump (79) empfängt die britischen Royals in Washington, D.C., wo privates Teetrinken, eine Gartenparty und ein Staatsbankett im Weissen Haus auf dem Programm stehen.
Am Dienstag wird der König zudem eine Rede vor dem Kongress halten – als erst zweiter britischer Monarch nach Königin Elizabeth II. (1926–2022) im Jahr 1991. Der Besuch führt das Paar auch nach New York, wo sie der Opfer des 11. Septembers 2001 gedenken und an weiteren kulturellen und sozialen Veranstaltungen teilnehmen werden – bevor die Reise am Donnerstag mit einer Feier zum amerikanischen Unabhängigkeitstag in Virginia endet. Überschattet wird der Besuch von einem bewaffneten Zwischenfall in Washington wenige Tage zuvor. Dennoch bestätigte der Buckingham-Palast, dass die Reise wie geplant stattfindet – wenn auch unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen.
Angespannte Beziehung
Der Staatsbesuch findet sowieso in einer angespannten Zeit für die Beziehungen zwischen Grossbritannien und den USA statt. Seit dem Beginn des Krieges der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran im Februar 2026 hat sich das Verhältnis zwischen beiden Staaten deutlich abgekühlt. Grossbritannien unter Premierminister Keir Starmer hat sich gegen eine militärische Beteiligung ausgesprochen, was zu scharfer Kritik seitens des US-Präsidenten führte. Donald Trump bemerkte mehrfach, dass Starmer «kein Winston Churchill» sei, und interne E-Mails des Pentagon, die kürzlich öffentlich wurden, zeigen, dass die USA sogar Sanktionen gegen Grossbritannien und Spanien in Betracht zogen.
Trotz dieser Spannungen könnte der Besuch der Royals als Brücke zwischen den beiden Nationen dienen. Trump, ein bekennender Bewunderer der britischen Monarchie, lobte König Charles III. in einem Interview mit der BBC als «fantastischen Mann» und äusserte die Hoffnung, dass der Besuch die Beziehungen verbessern werde. Gegenüber der «New York Times» hatte Trump bereits in der Vergangenheit seinen Respekt vor dem Monarchen betont und die königliche Familie als «grossartig» bezeichnet.
Kein Treffen mit Epstein-Opfern
Neben der politischen Dimension des Besuchs stehen auch kulturelle und historische Themen im Vordergrund. Wie die «Times» weiter berichtet, bezeichnete der Buckingham-Palast die Reise als Gelegenheit, «die gemeinsame Geschichte unserer beiden Nationen sowie die Breite der wirtschaftlichen, sicherheitspolitischen und kulturellen Beziehungen zu würdigen». Eine Schattenseite bleibt jedoch: Trotz einer Anfrage des demokratischen Abgeordneten Ro Khanna (49) wird König Charles keine Opfer des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (1953–2019) treffen. Die Verbindungen zwischen Epstein und dem Bruder des Königs, Andrew Mountbatten-Windsor (66), haben weiterhin äusserst negative Auswirkungen auf den Ruf der britischen Monarchie.
Am Mittwoch wird das Königspaar in New York erwartet. Neben einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 und einem Literatur-Event steht auch ein Besuch eines Mentoring-Projekts auf dem Programm. Am letzten Tag ihrer Reise werden König Charles und Königin Camilla dann Arlington National Cemetery besuchen und an einer Feier zum 250. Unabhängigkeitstag der USA in Virginia teilnehmen. Der Besuch endet offiziell am Donnerstagabend.