Diese künftigen Könige Europas solltest du kennen
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William und Co.Diese künftigen Könige Europas solltest du kennen

Grant Harrold stand im Dienste von König Charles III.
Ex-Butler enthüllt royale Geheimnisse

Grant Harrold war sieben Jahre lang Butler bei der britischen Königsfamilie. Sein Buch, das am 16. April erscheint, offenbart skurrile Geschichten und royale Alltagspannen. Ein Blick hinter die Palastkulissen.
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Grant Harrolds Memoiren «Der königliche Butler» erscheint am 16. April im Heyne-Verlag. Der schottische Kilt hat für ihn eine besondere Bedeutung.
Foto: Paul Bradshaw

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Grant Harrold war von 2004 bis 2011 Butler der britischen Royals
  • Er schrieb ein Buch über seine Erlebnisse, das am 16. April erscheint
  • 2005 stellte Charles ihn der Queen so vor: «Mummy, das ist Grant»
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Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Grant Harrold (47) wächst in einfachen Verhältnissen im schottischen Airdrie auf. Seine Seele brennt für den Hochadel. Während andere Kinder auf dem Fussballplatz spielen, bastelt er Schlösser aus Zeitschriften und träumt von einer Welt voller Prunk. Ein Fernsehabend im Februar 1992 besiegelt sein Schicksal: Er sieht Queen Elizabeth II. beim Ghillies-Ball in Balmoral tanzen. Es ist einer ihrer seltenen unbeschwerten Momente in einem Jahr, das sie als «Annus horribilis» bezeichnet hat. 1992 werden die Trennungen ihrer Söhne Charles und Andrew sowie die Scheidung von Prinzessin Anne bekannt gegeben. Als Krönung des Elends verwüstet ein Feuer Schloss Windsor. Doch für Grant Harrold ist dieses Schreckensjahr der Startschuss: Er fasst den Entschluss, sich in den Dienst der Krone zu stellen. Sein Vater sagt ihm da: «Du musst entweder eine von ihnen heiraten oder für sie arbeiten.» Von 2004 bis 2011 ist Harrold Butler der britischen Royals. Darüber hat er das Buch «Der königliche Butler» geschrieben, das am 16. April im Heyne-Verlag erscheint. Blick hat das Werk bereits gelesen. Hier sind seine prickelndsten Geschichten und Geheimnisse.

Lehrjahre: Zwischen Champagner und Chaos

Auf dem Weg zum Palast paukt Grant Harrold die eisernen Regeln der Etikette. Ein Butler sagt niemals nur schlicht Ja oder Nein, sondern nutzt stets prägnante Antworten, die pure Professionalität ausstrahlen. Er lernt, dass man immer exakt drei Mal klopft, sich geschmeidig wie eine Raubkatze bewegt und die Arme leicht gekrümmt an der Seite hält. Anfangs unterlaufen ihm kuriose Pannen. Einmal giesst er Weingläser für Gäste so randvoll, dass sie sich tief über den Tisch beugen müssen, um überhaupt trinken zu können, ohne den edlen Tropfen zu verschütten. Ein andermal legt er seinem Dienstherrn die Hosenträger so verdreht an, dass unter dem Sakko ein massiver Knoten auf dem Rücken sichtbar ist – eine Lektion in Sachen Garderobe, die er nie vergessen wird.

Grant Harrold war sieben Jahre lang Butler der britischen Königsfamilie. Den schottischen Kilt zu tragen, war die Empfehlung des heutigen Königs Charles III.
Foto: Jack Stooks

Charles, Camilla und die Schrank-Panik

2004 wird Harrolds Traum wahr: Er ist Butler beim damaligen Prinzen Charles. Seine erste Begegnung auf dem Landsitz Birkhall ist von Panik geprägt gewesen. Als er Charles und Camilla unerwartet auf dem Gang sieht, flüchtet er instinktiv durch die nächstbeste Seitentür, die sich als dunkler Getränkeschrank entpuppt. Durch die Tür hört er Camilla amüsiert sagen: «Ich frage mich, was er hier sucht. Glaubst du, er schenkt sich einen Drink ein?» Das Paar beweist Humor und macht es Grant Harrold leicht, sich im Palast-Alltag einzuleben. Charles lässt ihn an seiner Leidenschaft für Kunst teilhaben und erklärt ihm die Gemälde an den Wänden. Ein Highlight ist der Ghillies-Ball 2005. Harrold will aus Unsicherheit bezüglich seiner Garderobe erst absagen, doch Charles weist ihn bestimmt an: «Sie haben doch Ihren Kilt? Genau den tragen Sie.» Dann der Moment seines Lebens: Charles stellt ihn mit den Worten «Mummy, das ist Grant» der Queen vor. Während des Tanzes beweist Grant Harrold Geistesgegenwart: Er hebt die Hände der Queen so sehr hoch, dass sich Charles und Prinz Philip unter ihnen ducken müssen. «Die Queen verbeugt sich vor niemandem», denkt er sich stolz und hat so das Protokoll gerettet.

Gemäss ihrem ehemaligen Butler haben der heutige König Charles III. und Königin Camilla stets viel Humor bewiesen und seien sehr nahbar gewesen.
Foto: Getty Images

William, Harry und die Wasserbomben-Taufe

Das Verhältnis zu den Prinzen William und Harry ist von Respekt und Lockerheit geprägt. Die erste Begegnung mit Harry bleibt unvergessen: Der Prinz begrüsst den neuen Butler aus einem Fenster mit Wasserbomben. Harry entschuldigt sich lachend und lädt ihn zum Essen in die Küche ein. Prinz William beeindruckt Harrold durch seine Nahbarkeit. Er besteht darauf, von seinem Butler nur William genannt zu werden. Trotz ihres Status suchen die Prinzen Normalität und treffen sich regelmässig mit Grant Harrold im Pub. Harry zeigt sich wiederholt bodenständig: Einmal sucht er auf einem Bauernhof hektisch nach Haushaltspapier, um eigenhändig die Hinterlassenschaften eines Hundes aufzuwischen.

Prinz Harry, König Charles und Prinz William 2005 in den Klosters-Ferien. Die Royals lernten den Butler ihres Vaters, des damaligen Kronprinzen Charles, ein Jahr davor kennen.
Foto: Graham Wiltshire

Prinzessin Kate und der Valentinstag

Grant Harrold war einer der Ersten, der Kate Middleton als Freundin von William kennenlernte. Ihr Vertrauen zu gewinnen, dauerte rund ein Jahr. Ein besonderer Moment war ein Valentinstag, für den Harrold ein romantisches Dinner im Garten von Highgrove organisierte. Er ist ihr freundschaftlich verbunden geblieben. Einmal sprach er sie auf einer Party an, als sie dort verloren und ganz allein im Raum stand.

Mit Prinzessin Kate, Gattin des britischen Kronprinzen William, ist der ehemalige Butler Grant Harrold freundschaftlich verbunden geblieben.
Foto: Getty Images

Das Einmaleins der Etikette

Die Anrede: Royals werden beim ersten Mal mit «Your Royal Highness» – «Ihre Königliche Hoheit» angesprochen. Danach genügt ein «Sir» oder «Ma’am» mit einem dezenten Kopfnicken.

Tischsitten: Man beginnt zu essen, nachdem der Monarch den ersten Bissen genommen hat. Und muss fertig sein, bevor dieser sein Besteck ablegt. Denn dann werden die Teller abgeräumt.

Das Besteck: Es wird von aussen nach innen benutzt. Ist man mit dem Essen fertig, legt man Messer und Gabel parallel in der sogenannten «Sechs-Uhr-Position» auf den Teller.

Konversation: Der royale Gastgeber führt das Gespräch. Persönliche Fragen zu Geld oder Scheidungen sind absolut tabu.

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