Streit um Falkland-Inseln eskaliert
«Trump ist ein Tyrann, der die Macht Amerikas missbraucht»

Sie sorgt weiter für Schlagzeilen: Donald Trumps Einteilung in «gute» und «schlechte» Nato-Staaten. Auch das Verhältnis zu Grossbritannien steht unter Spannung – denn laut einem Bericht erwägt die USA, London den Anspruch auf die Falkland-Inseln abzusprechen.
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Ein E-Mail aus der Trump-Regierung sorgt für Aufsehen.
Foto: Manuel Balce Ceneta

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA prüfen Unterstützung für Argentiniens Anspruch auf Falklandinseln, Konflikt mit Grossbritannien
  • 99,8 Prozent der Inselbewohner stimmten 2013 für britisches Überseegebiet
  • USA erwägen auch Spaniens Ausschluss aus der Nato wegen Iran-Position
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Janine EnderliRedaktorin News

Die Falklandinseln bleiben britisch – und daran wird sich nichts ändern. Mit dieser klaren Botschaft reagierte die Regierung der Falklandinseln im Südatlantik auf Berichte, wonach das Pentagon in Erwägung ziehe, die Souveränitätsansprüche Argentiniens über das Gebiet zu unterstützen – und sich damit gegen Grossbritannien zu stellen. 

Wie ein brisanter Reuters-Bericht nahelegte, prüft die US-Regierung diese drastische Massnahme offenbar als Druckmittel gegen das Vereinigte Königreich. Dies, weil London die USA im Krieg gegen den Iran nicht unterstützen möchte. 

In einer offiziellen Stellungnahme verwies die Falkland-Regierung darauf, dass 99,8 Prozent der Inselbewohner in einem Referendum für den Verbleib als britisches Überseegebiet gestimmt hätten. «Die Falklandinseln haben volles Vertrauen in das Engagement der britischen Regierung, unser Recht auf Selbstbestimmung zu wahren und zu verteidigen», hiess es weiter.

«Die Inselbewohner verdienen das nicht»

Kritik an den mutmasslichen Plänen der USA kam auch von britischen Veteranen des Falklandkrieges. Der ehemalige Soldat Simon Weston sagt gegenüber dem «Telegraph»: «Die Inselbewohner verdienen es nicht, zum Spielball politischer Interessen gemacht zu werden.»

Sein Kamerad Peter Robinson ergänzt: «Trump ist ein Tyrann, der die Macht Amerikas missbraucht, um seine persönlichen Ziele zu erreichen.»

Starmer brachte Trump in Rage

Die Weigerung des britischen Premierministers Keir Starmer (63), sich dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran anzuschliessen, hatte Trump wütend gemacht. «Wir haben es hier nicht mit Winston Churchill zu tun», stichelte Trump im März in Anspielung auf den britischen Premier zu Weltkriegszeiten und schimpfte, die US-britischen Beziehungen seien «nicht mehr das, was sie mal waren».

Neben Grossbritannien steht auch Spanien im Fokus der USA. Madrid hat sich vehement gegen den Krieg im Iran ausgesprochen. Deswegen erwägen die USA laut dem Pentagon-Mail den Ausschluss Spaniens aus der Nato. Dass die USA solche Entscheide nicht allein fällen können, scheint hier keine Rolle zu spielen.

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