Königlicher Karriereplan
Prinzessin Elisabeth kehrt mit Harvard-Abschluss heim

«Mach zuerst eine Ausbildung!» Dieser gutbürgerliche Grundsatz gilt auch für Elisabeth von Belgien. Zurück in der Heimat freut sich die Erbprinzessin aufs Flanieren durch Brüssel – und belgische Schokolade.
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«Hier war ich einfach Elisabeth.» Die künftige belgische Königin hat in den USA ihren Master in öffentlicher Politik abgeschlossen.
Foto: IMAGO/Photo News

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Belgiens Thronfolgerin Elisabeth, 24, kehrt nach Studium in Harvard zurück
  • 85 Prozent der Belgier wünschen Elisabeth als Königin in den nächsten 10 Jahren
  • Elisabeth hat Master in Politik, Schwerpunkte Naher Osten und China
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Monique Ryser
Schweizer Illustrierte

«Mach zuerst eine Ausbildung!» Dieser gutbürgerliche Grundsatz gilt auch für Elisabeth von Belgien. Zurück in der Heimat freut sich die Erbprinzessin aufs Flanieren durch Brüssel – und belgische Schokolade.

Nein, eine normale Kindheit habe sie nicht gehabt. Sie sei sehr privilegiert aufgewachsen, behütet und mit Möglichkeiten, die einmalig seien und von denen andere nur träumen könnten. Und nein, nie, wirklich nie habe sie das Gefühl gehabt, etwas zu verpassen. «Ich wusste immer, dass mein Leben Pflichterfüllung und Verantwortung bedeutet.» Das sagt die belgische Thronfolgerin Elisabeth (24) in einem aktuellen Interview mit «Paris Match».

Sie führt damit eine Tradition fort, die das aktuelle Königshaus der Belgier auszeichnet: Die Familie ist bodenständig, nahbar und unaufgeregt. Oder «langweilig», wie die Fans von Königshäusern mäkeln könnten. Statt auf einer Jacht im Mittelmeer verbringen die Royals Sommerferien auf der Île d’Yeu im Atlantik, fahren Velo und kaufen ihr Baguette beim Bäcker im Dorf. Erst seit 2019 besitzen sie dort ein Haus, vorher haben die Eltern von Elisabeth, König Philippe (66) und Königin Mathilde (53) jeweils eine Bleibe gemietet.

Eine völlig normale Familie

So erstaunt es nicht, dass sich Elisabeth bei ihrer Rückkehr vom zweijährigen Studium in Harvard am meisten darauf freut, «ein gemütliches Wochenende in Brüssel» zu verbringen. Sie will Freunde treffen, mit ihren Geschwistern Gabriel 22), Emanuel (20), und Eléonore (16), Zeit verbringen. «In Harvard habe ich es sehr genossen, wenn sie mich besuchen kamen und wir zusammen etwas unternehmen konnten.» Gemeinsam kochen, in Parks spazieren, einen Städtetrip unternehmen.

Bevor Elisabeth in Harvard im Mai an einer Abschlussfeier ihren Master in öffentlicher Politik erhielt (mit Schwerpunkt Naher Osten und China), machte sie einen Bachelor in Geschichte an der Universität Oxford und absolvierte die Königliche Militärschule in Brüssel. Bereits ihr Vater hatte einen ähnlichen Parcours durchlaufen, ihre Mutter studierte ebenfalls und übte als Logopädin auch nach ihrer Heirat einen bürgerlichen Beruf aus.

Artikel aus der «Schweizer Illustrierten»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!

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Prinzessin denkt noch nicht über den Thron nach

Elisabeth verneint, jetzt schon daran zu denken, das Königsamt zu übernehmen. «Alles hat seine Zeit», sagt sie und lobt: «Ich denke, mein Vater macht seine Arbeit sehr gut.» Das findet auch die belgische Bevölkerung: Im aktuellen «Monarchie-Barometer» geniesst Philippe einen soliden Rückhalt in der Bevölkerung und ist so beliebt wie nie zuvor. Die Thronfolgerin ihrerseits ist aber der absolute Liebling des Volkes, wo das Königshaus wegen des Sprachenkonflikts eine einende Funktion hat. Elisabeth ist konsequent auf dem ersten Platz der Beliebtheitsliste, 85 Prozent der Befragten wünschen sich, dass sie innerhalb der nächsten zehn Jahre den Thron übernimmt.

«Viele Menschen sind mit grossen Unsicherheiten konfrontiert. Sie fragen sich, was die Zukunft bringt, wo ihr Platz ist. Ich hingegen weiss, wie mein Weg aussieht», schildert die Prinzessin ihre spezielle Position. Nun möchte sie einige Zeit reisen und etwas anderes machen als studieren. «Ich habe jetzt diese Freiheit, das ist auch eine Freiheit im Kopf. Aber ich weiss, dass ich danach heimkehre, dahin, wo ich hingehöre und wo ich die stärksten Gefühle empfinde.»

Durch ihre bisherige Ausbildung habe sich ihr Horizont erweitert. «Hier in den USA hat man einen komplett anderen Blick auf die Welt und auf Europa. Und ich habe wirklich gelernt, wie man politische Entscheide vorbereitet und trifft.» Sie habe auch viele Freundschaften geschlossen, «und hoffe, mir diese bewahren zu können». Als Erstes wird sie nun aber wieder ihr Zimmer im Schloss Laeken beziehen. Und endlich gleich nebenan belgische Schokolade kaufen können.

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