Darum gehts
- Prinzessin Elisabeth ist Harvard-Absolventin und wird Belgiens erste Königin
- 85 Prozent der Belgier wünschen sich innerhalb der nächsten zehn Jahre Elisabeth als Königin
- Elisabeth spricht Niederländisch, Französisch und Deutsch – nach dem Harvard-Abschluss will sie reisen
Belgiens Prinzessin Elisabeth (24) schreibt Geschichte – und das mit königlicher Präzision! Die Tochter von König Philippe (66) und Königin Mathilde (53) wird nicht nur die erste Königin Belgiens. Sie ist auch der erste belgische Royal mit einem Abschluss an der berühmten Harvard University.
Jetzt setzt die königliche Überfliegerin den nächsten Meilenstein: Nach ihrem Masterabschluss in Public Policy (zu Deutsch: Staatstätigkeit) an der prestigeträchtigen Harvard Kennedy School in Boston (USA) gibt sie ihr erstes grosses Interview überhaupt – und sorgt damit europaweit für Schlagzeilen.
Gebildet und glamourös
Die Belgier sind hingerissen von ihrer Thronfolgerin. Laut Umfragen ist Elisabeth längst beliebter als ihre Eltern. Kein Wunder: Die Prinzessin spricht Niederländisch, Französisch und Deutsch, gilt als diszipliniert, geschniegelt und glamourös zugleich.
Während andere Royals mit Skandalen kämpfen, punktet Elisabeth mit Haltung, Hirn und Hochglanzauftritten. Doch mitten im Harvard-Rummel machten plötzlich wilde Gerüchte die Runde. Belgische Medien spekulierten, die Prinzessin wolle nach ihrem Studienabschluss mit Freunden von den Kanaren in die Karibik segeln – eine royale Aussteiger-Tour über den Atlantik!
Im Interview reagiert Elisabeth nun erstmals auf die Meldungen über ihre Zukunftspläne. Ja, sie wolle reisen. Ja, sie brauche nach den Jahren in der Militärschule, in Oxford und Harvard eine Pause. Aber: Von einer endgültigen Flucht aus dem Palastleben ist nicht die Rede.
Prinzessin hat wenige Vorbilder
«Ich werde viel reisen und viel nachdenken», sagt Elisabeth bedacht. Klingt nach Freiheit – aber auch nach Vorbereitung auf ihre grösste Rolle. Denn die junge Royal weiss genau, was auf sie zukommt. Als erste Frau an der Spitze des belgischen Königshauses steht sie unter enormem Druck. «Es gibt wenige Vorbilder, an denen ich mich orientieren kann», erklärt sie offen.
Besonders heikel wurde es, als sie gefragt wurde, ob sie Feministin sei. Die Antwort? Elegant wie ihre Massanzüge: Sie glaube «sehr stark an Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen», wolle sich aber nicht auf ein Label reduzieren lassen. Eine diplomatische Gratwanderung – ganz im Stil einer zukünftigen Königin.
85 Prozent wollen sie als Königin
In Belgien wird Elisabeth längst als Hoffnungsträgerin gefeiert. Viele sehen in ihr die moderne Antwort auf die komplizierte Monarchie des Landes. Wo frühere Könige oft aneckten, wirkt Elisabeth kontrolliert und doch nahbar. Mit ihren stilvollen Looks bringt sie Glamour ins eher nüchterne Königshaus – und gleichzeitig Stabilität in ein Land, das politisch oft zerrissen ist.
Ob sie den Thron bald übernimmt? Darüber habe sie mit ihrem Vater «noch nicht gesprochen», sagt sie. Dabei wünschen sich laut Umfragen bereits 85 Prozent der Belgierinnen und Belgier, dass Elisabeth innerhalb der nächsten zehn Jahre Königin wird.
Eines ist klar: Europas Monarchien setzen zunehmend auf Frauen. In Spanien, Schweden oder in den Niederlanden stehen ebenfalls junge Thronfolgerinnen bereit. Doch Elisabeth hat einen historischen Vorteil: Sie wird Belgiens erste Königin sein. Und schon jetzt wirkt es, als hätte sie sich längst in Stellung gebracht.