Darum gehts
- Seit 2024 herrscht Funkstille zwischen Reinhold Messner und Tochter Magdalena
- Magdalena leitet sechs Messner Mountain Museen, bedauert den Kontaktabbruch zutiefst
- 2025 erhielt ihr Mann Massimo eine Krebsdiagnose, aktuell krebsfrei nach OP
Seit 2024 haben Reinhold Messner (81) und seine Tochter Magdalena (38) keinen Kontakt mehr. Grund ist das grosse Familienzerwürfnis, das zuletzt in einem öffentlich ausgetragenen Konflikt zwischen Simon Messner und seinem Vater seinen Höhepunkt fand.
Nun meldet sich Magdalena Messner zu Wort. Die Tochter des Extrembergsteigers verrät, wie sehr sie unter der Entfremdung von ihrem einst so vertrauten Vater bis heute leidet.
«Papas Gedanken sind immer noch präsent»
Einst sei die Beziehung zu ihrem Vater sehr eng gewesen, erzählt Magdalena Messner im Interview mit «Bunte». «Seit ich 14 war, habe ich Papas handschriftliche Manuskripte für seine Bücher abgetippt. Da habe ich mir ein bisschen Geld verdient, und ich fand es auch sehr spannend, weil ich so Papas Sichtweise auf sein Leben und das Thema Berge intensiv kennenlernte.»
2017 übernahm sie die Verwaltung aller sechs Messner Mountain Museen, ein Museumsprojekt in Südtirol und Belluno (I). 2024 kam es dann zum vollständigen Kontaktabbruch mit ihrem Vater. «Kurz bevor wir das letzte Messner Mountain Museum auf die Beine stellen wollten», erinnert sich die 38-Jährige. «Es ist seitdem keine Zusammenarbeit und kein Austausch mehr möglich, was ich sehr bedaure.»
Warum genau es zum Kontaktabbruch gekommen ist, wisse sie nicht. «Wir erreichen ihn nicht mehr, das ist sehr traurig», so Magdalena Messner. «Aber ich habe das Gefühl, dass Papas Gedanken noch immer in mir präsent sind und auch sein Geist noch in den Museen zu spüren ist.»
Der Familienstreit war entbrannt, nachdem Messner seinen vier Kindern 2019 den Grossteil seines Vermögens übertrug. Messner selbst behauptet, dass die Familie danach zerbrochen sei. Seine Kinder hätten ihn und seine Ehefrau Diane ausgegrenzt. Sohn Simon widerspricht dieser Darstellung; Messner selbst hätte sich immer mehr zurückgezogen. Auf Versuche, Kontakt aufzunehmen, sei Messner nicht eingegangen.
Es folgte ein weiterer Schicksalsschlag
Ihr Vater fehlt Magdalena Messner bis heute. «Ich hatte eine enge Beziehung zu ihm. Ich habe den Bruch sicher noch nicht vollständig verarbeitet, und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es gibt keine schmerzhaften Momente der Trauer mehr.» Ihr optimistisches Gemüt wolle sie sich aber bewahren. «Auch wenn mein Herz schwer wird, arbeite ich daran, dass das kein Dauerzustand bleibt.»
Der Bruch mit Vater Reinhold ist nicht der einzige Schicksalsschlag, der Magdalena Messner in letzter Zeit zu schaffen macht. Ihr Mann Massimo erkrankte im vergangenen Jahr an Krebs. «Er bekam die Diagnose im Februar 2025, wurde innerhalb von zwei Wochen operiert – ihm wurde ein Grossteil der Lunge entfernt.» Momentan sehe es zum Glück so aus, als wäre ihr Mann krebsfrei.
Messner schafft es, auch dieser herausfordernden Situation etwas Gutes abzugewinnen: «Die Krise hat uns einmal mehr zusammengeschweisst und uns gezeigt, was wirklich wichtig ist im Leben», erklärt sie.