Kurz vor ihrem Tod
Simon Messner erinnert sich an Telefonate mit Laura Dahlmeier (†31)

Ende Juli 2025 verunglückte die deutsche Biathletin Laura Dahlmeier beim Bergsteigen tödlich. Nun spricht Simon Messner über seine letzten Telefonate mit ihr.
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Simon Messner war tief betroffen von Laura Dahlmeiers Tod.
Foto: IMAGO/BREUEL-BILD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Am 28. Juli 2025 starb Laura Dahlmeier beim Bergsteigen in Pakistan
  • Simon Messner spricht über ihren Tod und ihre enge Freundschaft
  • Dahlmeier verunglückte durch Steinschlag am Laila Peak auf 5700 Metern Höhe
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Sophie OferRedaktorin People

Am 28. Juli jährt sich der tragische Bergtod von Laura Dahlmeier (†31) zum ersten Mal. Für einen Bergsteiger wie Simon Messner (36) war ihr Verlust wohl besonders erschütternd. Der Sohn von Extrembergsteiger Reinhold Messner (81) pflegte ein enges Verhältnis mit der Biathletin, kannte die 31-Jährige gut.

Nun spricht er in einer Doku zum ersten Mal öffentlich über Dahlmeiers frühen Tod im pakistanischen Karakorum-Gebirge.

«Einfach nur überwältigend»

Simon Messner stand Laura Dahlmeier bis zuletzt nahe, wie er in der BR-Dokumentation «Simon Messner: Aus dem Schatten» offenbart. Kurz vor dem Unglück in Pakistan habe Dahlmeier ihn sogar angerufen, um von ihm Informationen über den geplanten Aufstieg zum Laila Peak einzuholen.

«Ich habe mit ihr vorher auch mehrmals telefoniert, weil sie einen Berg versuchen wollte, den ich vor zwei Jahren erst bestiegen habe», so Messner in der Doku. Als ihn die Nachricht vom Tod seiner guten Freundin erreichte, sei der Alpinist zutiefst schockiert gewesen: «Es ist einfach nur überwältigend, das Gefühl, zuerst nichts zu wissen, und es ist halt wieder jemand, den man kennt.»

«Wahnsinnig egoistisch»

Simon Messner ist bewusst, dass mit dem Bergsteigen ein deutliches Risiko einhergeht: «Bergsteigen ist wahnsinnig egoistisch. Es kann sein, dass man nicht mehr zurückkommt.» Der Bergsteiger, der mittlerweile Vater einer kleinen Tochter geworden ist, betont: «Mit Familie ist es ein Gedanke, der herzzerreissend ist.» Laura Dahlmeier hinterliess nach ihrem Tod keine Kinder. 

Der Tod der deutschen Biathletin erschütterte die Sport- und Medienwelt vor rund einem Jahr. Die zweifache Olympiasiegerin war nur 31, als sie am 28. Juli letzten Jahres beim Bergsteigen im pakistanischen Karakorum-Gebirge tödlich verunglückte.

Beim Bergsteigen am Laila Peak wurde sie auf rund 5700 Metern Höhe von einem Steinschlag erfasst. Sämtliche Bergungsversuche scheiterten aufgrund widriger Wetterumstände. Dahlmeiers Leichnam wurde auf ihren Wunsch hin dort zurückgelassen. «Es war Laura Dahlmeiers ausdrücklicher und niedergeschriebener Wille, dass in einem Fall wie diesem niemand sein Leben riskieren darf, um sie zu bergen», schrieb ihr Management.

Reinhold Messner selbst meldete sich damals nach Dahlmeiers Tod ebenfalls zu Wort. Er erinnerte sich an Dahlmeier als eine sehr gute und vorsichtige Bergsteigerin. Die Nachricht von ihrem Unglück habe ihn schockiert. Doch die Natur und insbesondere Steinschlag seien unberechenbar. «Man kann vorsichtig sein, aber ein Restrisiko bleibt immer», meinte Messner. Und betonte, er gehe natürlich mit der Sicherheit los, dass er alles im Griff habe und ihm nichts passiere. Aber eben, das Restrisiko bleibe. In dieser Hinsicht seien Bergsteiger, die ihrer Leidenschaft nachgehen, «Egoisten den Angehörigen gegenüber», sagte er damals.

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