Darum gehts
- Reinhold Messner (81) streitet öffentlich mit seinen vier Kindern seit Jahren
- Streitpunkt: 2019 vorgezogenes Erbe von 30–40 Mio. Euro und Immobilien
- Sohn Simon: «Wir vermissen unseren Vater, er hat sich uns entzogen»
Es ist ein Streit, der kein Ende zu nehmen scheint: Reinhold Messner (81) und seine vier Kinder. Seit Jahren werden öffentlich immer wieder gegenseitige Anschuldigungen laut, die von der anderen Seite zurückgewiesen werden. Reinhold Messner wirft seinem Nachwuchs regelmässig vor, nur hinter seinem Geld her zu sein. Vor allem Sohn Simon Messner (36) will dies nicht auf sich sitzen lassen.
Aber von vorne. Wie kam es überhaupt dazu, dass der Messner-Klan so zerbrach? Geht es um Geld? Um Patchwork-Problematik mit einer erheblich jüngeren Frau? Blick gibt einen Überblick über die Anfänge des öffentlich ausgetragenen Familienzwists.
Das Erbe
2019 beschloss Reinhold Messner, das Erbe für seine Kinder vorzuziehen. Dieses wurde anschliessend zwischen Layla (45), Magdalena (38), Simon und Anna-Juditha (25) aufgeteilt. Es handelt sich dabei um 30 bis 40 Millionen Euro und verschiedene Grundstücke. Sohn Simon erhielt etwa zwei Bauernhöfe in Südtirol von seinem Vater. Tochter Magdalena übernahm Schloss Juval. Dort befindet sich auch das Messner Mountain Museum. Magdalena Messner übernahm eine Schlüsselrolle in der Verwaltung des Anwesens.
Die Vorwürfe
Reinhold Messner wirft seinen Kindern vor, ihn nach der Erbverteilung «entsorgt» und ihn aus ihrem Leben ausgeschlossen zu haben. Nach Messners Darstellung seien seine Erben nur auf sein Vermögen aus gewesen. Jetzt, wo sie es hätten, würden sie nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen. Man habe sich laut Messner nur dafür interessiert, wer mehr bekomme. «Sobald sie alles hatten, kam sofort der Versuch, mich auszugrenzen und Diane auszugrenzen», so der Vorwurf der Bergsteiger-Legende.
Die Sicht seiner Kinder
Messners Kinder weisen die Vorwürfe ihres Vaters vehement von sich. Vor allem Sohn Simon äussert sich regelmässig öffentlich zu dem Streit mit Reinhold Messner. «Es tut unendlich weh, weil es einfach nicht wahr ist», sagte er kürzlich gegenüber «Bild», nachdem sein Vater erneut gegen seine Kinder geschossen hatte. «Es stimmt nicht, dass wir ihn entsorgt haben. Er hat sich uns entzogen. Ich vermisse meinen Vater jeden Tag.» Mehrfach hätten Simon Messner und seine Schwestern versucht, mit ihrem Vater Kontakt aufzunehmen, doch auf eine Reaktion warteten sie vergeblich. «Es ist unerträglich und unbegreiflich», so der Molekularbiologe.
Seine 35 Jahre jüngere Ehefrau
Die Bergsteiger-Legende ist in dritter Ehe mit Diane Schumacher (46) verheiratet. Seine Gattin ist ganze 35 Jahre jünger als er. Messner behauptet, dass seine Familie aktiv versuchen würde, Diane auszugrenzen. Zu den Gründen wolle er sich nicht äussern, sagte er vor einigen Jahren in einem Interview mit Blick. Auch dem widerspricht Simon Messner. «Ganz verloren haben wir unseren Vater, als er seine jetzige Ehefrau kennenlernte. Wir erreichen ihn nicht mehr.» Das sei nicht nur für ihn und seine Geschwister der Fall, sondern auch für engste Vertraute und Freunde. «Wir sind alle eng, nur Reinhold fehlt.» Diane Messner selbst könne die Hintergründe für die Streitigkeiten nicht nachvollziehen, sagte sie vor zwei Jahren zu «Rai News 24». Da sie erst nach Beginn des Zoffs ins Leben Messners kam, sei das alles für sie nicht richtig greifbar.