Darum gehts
- Reinhold Messner fühlt sich von seinen Kindern nach Erbschaftsübertragung verraten
- Schloss Juval und Messner Mountain Museum gehören jetzt seinen Kindern
- Messner ist 81 Jahre alt und darf eigenes Museum nicht betreten
Reinhold Messner (81), weltbekannter Extrembergsteiger und Abenteurer, erhebt schwere Vorwürfe gegen seine eigenen Kinder. Der Südtiroler fühlt sich von ihnen im Stich gelassen – seit er ihnen im Jahr 2019 sein Vermögen übertragen hat. «Sobald sie alles hatten, kam sofort der Versuch, mich auszugrenzen und Diane auszugrenzen», erklärt Messner im Interview mit dem österreichischen Radiosender Ö3 in der Sendung «Frühstück bei mir». Zu dem übertragenen Vermögen gehören unter anderem Immobilien in Südtirol, Bergbauernhöfe sowie das Schloss Juval, das auch das Messner Mountain Museum beherbergt.
Heute dürfe er das Museum, das er selbst aufgebaut hat, nicht mehr betreten. Seine Tochter Magdalena (38), die eine Schlüsselrolle in der Verwaltung übernommen hat, habe ihn ausgeschlossen. Mit der Entscheidung, sein Lebenswerk zu übergeben, habe Messner den Familienzusammenhalt stärken wollen. Doch das Gegenteil sei eingetreten. «Die Frage, wer mehr bekommen hat, stand im Vordergrund», so Messner. Für ihn ein schwerer Schlag: «Es schmerzt mich, dass sie mein Lebenswerk nehmen und sagen: ‹Der Alte ist eh zu nichts mehr fähig. Dabei wäre nichts möglich gewesen, ohne meine Arbeit und mein Know-how.»
Ohne Sauerstoff auf den Mount Everest
Messners vier Kinder – Layla (45), Magdalena, Simon (36) und Anna Juditha (25) – stammen aus unterschiedlichen Beziehungen. Layla ist das gemeinsame Kind mit Nena Holguin, während die anderen drei aus seiner zweiten Ehe mit Sabine Stehle hervorgingen. Mit seiner aktuellen Ehefrau, der Luxemburgerin Diane Messner (46), hat sich der Alpinist 2021 vermählt. Seine erste Ehe mit Uschi Demeter, die von 1972 bis 1977 dauerte, blieb kinderlos. Die Spannungen innerhalb der Familie Messner haben seit der Vermögensübertragung zugenommen, wie der ehemalige Bergsteiger im Interview weiter erzählt. «Ich wurde entsorgt», beschreibt er die Situation. Besonders bitter sei für ihn, dass sein Wunsch nach Harmonie ins Gegenteil umgeschlagen sei. «Ich hatte erwartet, dass die Familie trotz der Vermögensregelung zusammenhält.»
Stattdessen habe ihn die Erbfrage von seinen Kindern entfremdet. Reinhold Messner hatte sich weltweit einen Namen gemacht, indem er als erster Mensch den Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff bestieg. Doch nun scheint der Mann, der die höchsten Gipfel der Welt erklommen hat, in seinem privaten Leben vor einer unüberwindbaren Klippe zu stehen.