«Es ist sehr traurig»
Simon Messner rechnet mit seinem berühmten Vater ab

Simon Messner, Sohn von Bergsteigerikone Reinhold Messner, spricht erneut über die familiäre Funkstille und erklärt, warum er als Papa bewusst einen anderen Weg einschlägt als sein entfremdeter Vater.
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Schiesst gegen seine eigenen Kinder: Reinhold Messner.
Foto: IMAGO/Panama Pictures

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Reinhold Messner und Sohn Simon streiten öffentlich um Erbe und Kontaktabbruch
  • Simon kritisiert Verhalten des Vaters und spricht über fehlende Kommunikation in der Familie
  • Simon verlor zehn Freunde am Berg, setzt jetzt auf Familie statt Bergsteigen
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Fynn MüllerPeople-Redaktor

Der Zoff zwischen Bergsteiger-Legende Reinhold Messner (81) und seinem Sohn Simon (36) geht in die nächste Runde. Seit Monaten liefern sich Vater und Sohn einen öffentlichen Streit um das Erbe und den abgebrochenen Kontakt zwischen ihnen. Jetzt macht Simon Messner in einem Interview mit der «Augsburger Allgemeinen» deutlich: An der Situation hat sich nichts geändert.

Auf die Frage, ob er mit seinem Vater ins Gespräch gekommen sei, sagt er: «Ich habe das öfter schon versucht, aber dann kommt sofort ein Schreiben über einen Anwalt. Er wünscht keinen Kontakt mehr zu mir, was mich sehr schmerzt.»

Nicht nur er, sondern die ganze Familie habe Mühe, mit dem berühmten Alpinisten zu kommunizieren. «Sein gesamtes früheres Umfeld hat Schwierigkeiten, ihn zu erreichen. Es ist schon sehr skurril, zu behaupten, man wurde entsorgt und sich zur gleichen Zeit zu weigern, die Kinder zu treffen», sagt Sohn Simon.

Tochter verändert sein ganzes Leben

Anlass für das Interview war Simon Messners neuer Film «Aus dem Schatten», der von seiner Expedition ins pakistanische Karakorum erzählt. Und davon, wie sich Familie und die gefährliche Leidenschaft für hohe Berge vereinbaren lassen. 

Seit der Geburt seiner Tochter habe sich sein Leben grundlegend verändert: «Ich habe mittlerweile an die zehn Partner, Freunde, Bekannte verloren am Berg. Das hat schon sehr viel in mir bewegt. Wirklich selbst Vater zu werden, war der grosse Umbruch. Ich bin seither kaum noch zum Bergsteigen gegangen.» 

Anders als sein Vater wolle er seine Rolle als Familienvater bewusst in den Vordergrund stellen. «Ich möchte nicht falsch verstanden werden, aber ich möchte es einfach anders machen», sagt er. «Ich sehe es als meine Verantwortung, als Elternteil da zu sein und mich zu kümmern. Vor allem in den ersten Jahren.»

Ein weiterer Grund für seinen Rückzug sind die Veränderungen in den Bergen. «Bergsteigen wird immer gefährlicher wegen der Klimaveränderung. Also ich merke sehr eindeutig, dass in den letzten Jahren der Steinschlag massiv zugenommen hat.»

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