Darum gehts
- Maite Kelly kritisiert Popmusik und lobt die wilde Schlagerwelt
- Sie beschreibt Schlagerbranche als wilder als oft angenommen, inklusive Drogen
- Blick-Anfrage bei Schweizer Schlagerstars blieb bislang unbeantwortet
Maite Kelly ist in der Musikwelt zu Hause, seit sie denken kann. Als Kind war sie Teil der erfolgreichen Familiengruppe Kelly Family. Mit dem Erwachsenenalter kam der Erfolg in der Schlagerszene. Seither ist die Sängerin von dort nicht mehr wegzudenken und ist in Schlagersendungen von Florian Silbereisen (45) und Giovanni Zarrella (48) Stammgast.
Von Zuschauerinnen und Zuschauern wird sie regelmässig für ihre anzügliche Art beim Performen kritisiert. «Wenn Onlyfans auf Schlager trifft», kommentierte einst ein Zuschauer einen Auftritt von Kelly. Für viele passt das Verruchte nicht zum Schlager. Dabei geht es ausgerechnet in der Schlagerbranche häufig wilder her, als man denken würde, verrät Maite Kelly nun im Podcast «Frühstück bei Barbara» mit Moderatorin Barbara Schöneberger.
Pop-Musik ist für Maite Kelly zu brav
Als Inspiration für ihre Songs hört Maite Kelly beispielsweise Rapmusik – vorzugsweise von weiblichen Rapperinnen. Das, obwohl ihr Musikstil an Popmusik eigentlich näher dran wäre. Doch damit kann Kelly heute nicht mehr viel anfangen. «Pop ist für mich boring. Pop ist für mich Kirchenmusik geworden», gibt sie zu. In dem Genre sei alles inzwischen «sehr moralisch» und «politisch korrekt ohne Ende». «Da werden keine Drogen genommen. Es wird nix auseinandergenommen oder eingenommen», beschwert sie sich.
Sie findet, dass Pop-Musik «noch nie so mutlos» gewesen sei und bezeichnet das heutige Pop-Genre als «langweilig, so puristisch». Diese Aussagen überraschen Barbara Schöneberger, und sie erwidert, dass Drogenkonsum im Schlager ja schliesslich auch «kein Riesenthema» sei. Dem widerspricht Maite Kelly jedoch vehement. «Doch! Klar! Was meinst du, was da alles los ist?» Auch auf Techtelmechtel innerhalb der Branche wirft Kelly ein völlig neues Licht. Sie selbst habe zwar stets die Devise gehabt, Berufliches und Privates zu trennen, «aber das ist schon hart, was da abgeht», sagt sie über ihre Kolleginnen und Kollegen.
Ob das wirklich so wild in der Schlagerwelt zugeht? Blick wollte es genauer wissen und fragte bei Schweizer Vertretern der Schlagerbranche nach. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels blieben die Anfragen aber unbeantwortet.