Darum gehts
- Tui analysierte 250 unterirdische Attraktionen in 25 Ländern und erstellte ein Ranking
- Italien dominiert mit zwei Plätzen in den Top 3
- Auch die Schweiz punktet mit unterirdischen Attraktionen
Die Schweiz ist für ihre Bergwelt bekannt – doch spannende Naturerlebnisse warten nicht nur auf den Gipfeln. Auch unter der Erde gibt es in ganz Europa einiges zu entdecken.
Der Reiseanbieter Tui hat mehr als 250 unterirdische Sehenswürdigkeiten untersucht und zeigt, welche bei Besucherinnen und Besuchern besonders beliebt sind.
Ein Labyrinth auf dem ersten Platz
Nicht nur die Schweiz steckt voller verborgener Perlen: Der Reiseanbieter Tui hat mehr als 250 unterirdische Attraktionen in 25 Ländern analysiert. Daraus entstand ein Ranking auf Basis eines eigens entwickelten Beliebtheits-Scores. Berücksichtigt wurden Orte mit mehr als 1000 Google-Bewertungen.
An der Spitze steht Italien. Besonders beliebt ist das Hypogäum, der unterirdische Bereich des Kolosseums in Rom. Mit rund 4,8 von fünf Sternen und besonders vielen Fünf-Sterne-Bewertungen sichert sich das weitläufige Labyrinth den ersten Platz.
Auf Rang zwei folgen die Heiligen Vatikanischen Grotten. Während sich oben im Petersdom die Touristen drängen, wartet darunter eine ganz andere Welt: historische Sarkophage, kunstvolle Mosaike und eine mystische Atmosphäre.
Grundlage des Rankings sind Einträge aus der Kategorie «Subterranea» der Datenbank showcaves.com. Berücksichtigt wurden unterirdische Attraktionen in Europa mit besonders vielen Google-Bewertungen (Stand: 11. August 2026). Der Anteil der 5-Sterne-Bewertungen wurde prozentual ausgewertet. Daraus wurde anhand einer internen Gewichtung ein Gesamtscore berechnet.
Grundlage des Rankings sind Einträge aus der Kategorie «Subterranea» der Datenbank showcaves.com. Berücksichtigt wurden unterirdische Attraktionen in Europa mit besonders vielen Google-Bewertungen (Stand: 11. August 2026). Der Anteil der 5-Sterne-Bewertungen wurde prozentual ausgewertet. Daraus wurde anhand einer internen Gewichtung ein Gesamtscore berechnet.
Den dritten Platz belegt der Quinta-da-Regaleira-Tunnel im portugiesischen Sintra. Das verzweigte Tunnelsystem wirkt wie eine Kulisse aus einem Science-Fiction-Film. Höhepunkt ist der Initiationsbrunnen – ein neunstöckiger Spiralturm, der nicht in die Höhe, sondern tief in die Erde führt.
Die unterirdischen Perlen in der Schweiz
Auch wenn es die Gletscher und Höhlen der Schweiz nicht unter die Top 3 geschafft haben, schlummern hier unterirdische Schönheiten, die man nicht verpassen sollte.
Die beliebte Gletschergrotte Titlis
Wo 5000 Jahre altes Eis auf die Gegenwart trifft: Die Gletschergrotte in der Titlis-Region gehört besonders bei Touristen zu den Orten in der Schweiz, die man gesehen haben muss. Das erklärt auch die 3119 Google-Bewertungen, die die Gletschergrotte erhalten hat. Zehn Meter unter der Erde schlummert ein 150 Meter langer Tunnelweg – und ewiges Eis.
Die blau leuchtende Gletschergrotte ist das ganze Jahr geöffnet. Ausrüstung braucht es keine, warm anziehen sollte man sich trotzdem: Drinnen herrscht eine Zitter-Temperatur von dauerhaft –1,5 Grad!
Geheimtipp: Wer auf dem Rückweg etwas Zeit mitbringt, sollte bei der Mittelstation Trübsee aussteigen und zum Stäubi-Wasserfall spazieren. Der kurze Abstecher führt weg vom grössten Titlis-Trubel – mit Blick auf den Trübsee und das Schmelzwasser des Steinberggletschers.
Was vom Rhonegletscher übrig geblieben ist
Wenn nicht gerade Autoenthusiasten ihre Fahrzeuge vor dem Hotel Belvédère in Szene setzen, sind es Touristinnen und Touristen, die das berühmte Gebäude bestaunen. Doch unweit vom Furkapass befindet sich der Rhonegletscher – beziehungsweise das, was vom Gletscher noch übrig ist.
Der Rhonegletscher ist ständig in Bewegung und mit ihm die kleine blaue Eisgrotte. Seit fast 200 Jahren wird der Weg ins Eis jeden Sommer neu gemeisselt. Beim Gletscherlehrpfad sieht man, wie sich der Rhonegletscher über die Jahre geformt und gebildet hat.
Geheimtipp: Ein Halt im kleinen Ort Gletsch ist empfohlen, denn auf dem knapp halbstündigen Naturlehrpfad lässt sich nachvollziehen, wie weit der Rhonegletscher einst ins Tal hinunterreichte.
Zwischen Krieg und Geschichte in der Festung Heldsberg
Eine kleine versteckte Perle und ein Stück Schweizer Geschichte befinden sich im St. Galler Rheintal zwischen St. Margrethen und Au. Hier tauchen Besucherinnen und Besucher in die jüngere Kriegsgeschichte ein. Als Reaktion auf die Annexion Österreichs durch das nationalsozialistische Deutschland im Jahr 1938 bauten Schweizer Baufirmen die Festung Heldsberg.
Mit Erfolg: Die deutsche Armee schätzte die Festung als so robust ein, dass man ihr bereits bei der Angriffsplanung aus dem Weg ging. Heute erleben Interessierte die militärische Vergangenheit der Schweiz aus nächster Nähe.
Geheimtipp: Wer tiefer in die Geschichte des Bunkers eintauchen möchte, sollte eine Führung buchen. Dabei erfährt man nicht nur, wie die Soldaten unterirdisch lebten, sondern auch, weshalb die Lage am Rheintal militärisch so wichtig war.