Darum gehts
- Natur- und Tierpark Goldau bietet barrierefreien Zugang und Familienfreundlichkeit
- Hautnahe Tiererlebnisse wie Sikahirsche und kommentierte Bärenfütterungen begeistern Besucher
- Blick stattet dem Tierpark einen Besuch ab und gibt Noten
Welches ist euer Lieblingstier? Ich bin von klein auf eine riesige Tierfreundin. Schnecken und Käfer von meinem Heimweg verwandelten mein Kinderzimmer schnell in einen Zoo – sehr zum Leidwesen meiner Mutter.
Mit Zoos konnte ich dagegen nie viel anfangen. Mich hat der Gedanke immer etwas befremdet, eingezäunte exotische Tierarten zu sehen.
Doch nicht jeder Tierpark folgt diesem Prinzip. Der Natur- und Tierpark Goldau SZ etwa engagiert sich für Artenschutz und Wiederansiedlung. Wie fühlt sich ein Tierpark an, der möglichst viel Natur sein will? Zeit, es herauszufinden.
Erreichbarkeit
Das Reich von Wolf und Co. liegt nur einen Katzensprung vom Bahnhof Arth-Goldau entfernt. Nach zehn Gehminuten stehe ich vor dem Eingang. Und wer sich mit dem Auto in die Tierwelt begibt, kann die umliegenden Parkplätze des Zoos nutzen.
Lachende Grosis mit Kindern und Kinderwagen zeigen schon vor dem Eingang: Der Tierpark ist ein Magnet für Familien. Doch nicht nur sie zieht es hierher. Eine Gruppe aus einem Wohnheim für Menschen mit Beeinträchtigung wartet auf den Einlass.
Dass hier so unterschiedliche Menschen zusammenkommen können, hat einen einfachen Grund: Im Tierpark gibt es kaum Barrieren.
Sobald man die ersten Schritte ins Gebäude macht, wartet bereits die Kasse. Nach den ersten Schritten schnaufen die Wisente Besucherinnen und Besucher bereits an.
Die Erreichbarkeit verdient sich die Note 9 von 10.
Hats den Wow-Effekt?
Eines vorweg: So nahe bin ich Tieren lange nicht mehr gewesen. Weil Bären zu meinen Favoriten gehören, zieht es mich direkt zu ihrem Gehege. Aktuell gibt es dort sogar Nachwuchs – erspähen kann ich ihn leider nicht.
Weil Takis, der älteste Syrische Braunbär, erst um 13.30 Uhr gefüttert wird, statte ich zunächst den Nutztieren einen Besuch ab. Eine gute Entscheidung: Innert kurzer Zeit bin ich von Geissen umringt. Menschen sind sie gewohnt, geduldig lassen sie sich von den Kindern um mich herum streicheln.
Wohin lohnt sich der nächste Ausflug ins Grüne wirklich? Welche Wanderungen, Naturerlebnisse und Outdoor-Abenteuer begeistern und welche kann man sich sparen?
Gerade in der Schweiz ist das Angebot riesig. Doch Prospekte, Social Media und Hochglanzbilder zeigen oft nur die Schokoladenseite. Wie sieht ein Ausflug tatsächlich aus? Ist die Wanderung ihr Geld, ihre Zeit und die Anreise wert?
Ich teste Wanderungen, Naturerlebnisse und Outdoor-Abenteuer, damit ihr nicht die Katze im Sack kauft. Im Format «Taugts was, Niki?» zeige ich, was überzeugt – und was nicht. Ehrlich, direkt und mit allen wichtigen Infos für eure nächste Tour.
Wohin lohnt sich der nächste Ausflug ins Grüne wirklich? Welche Wanderungen, Naturerlebnisse und Outdoor-Abenteuer begeistern und welche kann man sich sparen?
Gerade in der Schweiz ist das Angebot riesig. Doch Prospekte, Social Media und Hochglanzbilder zeigen oft nur die Schokoladenseite. Wie sieht ein Ausflug tatsächlich aus? Ist die Wanderung ihr Geld, ihre Zeit und die Anreise wert?
Ich teste Wanderungen, Naturerlebnisse und Outdoor-Abenteuer, damit ihr nicht die Katze im Sack kauft. Im Format «Taugts was, Niki?» zeige ich, was überzeugt – und was nicht. Ehrlich, direkt und mit allen wichtigen Infos für eure nächste Tour.
Nach Bienen, Geissen und Wölfen geht es zur kommentierten Bärenfütterung. Mein Tipp: früh kommen. Schon 20 Minuten vorher sichere ich mir einen Platz, denn wenn Takis durch sein Gelände trottet, wollen alle freie Sicht.
Doch die Freilaufzone der Sikahirsche setzt noch einen drauf. Die Tiere stolzieren hautnah an den Gästen vorbei und warten aufs Futter. Für fünf Franken gibt es eine Packung – meine ist schon bei der Herde am Eingang leer. Wer weitergeht, trifft noch auf zahlreiche hungrige Vierbeiner.
Und noch ein Tipp: Das weisse Shirt besser zu Hause lassen. Neben mir stützen sich die Hirsche mit den Vorderbeinen am Bauch eines Besuchers ab. Sein Lächeln verrät: Die Flecken nimmt er gern in Kauf.
Der Wow-Effekt erhält die Note 8 von 10.
Verpflegung
Wer Bärenhunger hat, findet mehrere Imbisse und Restaurants. Ich entscheide mich für die Grüne Gans mit grosszügigem Innen- und Aussenbereich, die auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen gut zugänglich sind.
Auf der Karte stehen Ausflugsklassiker wie Nuggets, Pommes und Salate, aber auch rotes Thai-Curry. Als Hörnli-Fan greife ich zu den Hörnli – und bekomme eine riesige Portion. Mit Getränk kostet das Menü 21 Franken.
Ich bin eine grosse Liebhaberin von salzigem Essen und finde Gerichte schnell fad. Kein Anzeichen hier, denn die Hörnli sind super gewürzt. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Hut ab.
Die Hörnli schmecken mir wirklich gut, darum gibt es die Note 8 von 10.
Preis-Leistung
Mit 26 Franken ist der Eintritt nicht günstig, angesichts von Tierpflege und Spendenabhängigkeit aber nachvollziehbar. Kinder von drei bis 15 Jahren zahlen 13 Franken.
Dafür gibt es viel zu entdecken: Tierbegegnungen, Spazierwege und Spielplätze. Wer kommt, sollte genügend Zeit einplanen.
Auch das Essen schmeckt, kann bei Familien aber ins Geld gehen. Mein Menü kostet 21 Franken. Wer sparen möchte, findet im ganzen Park Picknicktische.
Die Preis-Leistung erhält die Note 7 von 10.
Taugts was?
Aus Familiensicht überzeugt der Tierpark Goldau. Auch viele meiner Kolleginnen und Kollegen verbinden mit ihm Kindheitserinnerungen – offenbar hinterlässt ein Tag zwischen Bären, Ziegen und Picknicktischen Spuren.
Wer Natur, Tiere und einen Ausflug mit Kind und Kegel sucht, ist hier richtig. Unter der Woche geht es zudem angenehm ruhig zu – bei meinem Besuch habe ich manche Wege fast für mich allein.
Würde ich als Erwachsene nochmals kommen? Eher nicht. Der Ausflug hat mir gefallen, aber einmal reicht mir.
Geblieben sind trotzdem einige schöne Erinnerungen – und ein Tiergeruch, der sich mindestens so hartnäckig hält wie sie.