«Man fühlt sich wie im Märchenland»
2:50
Blick in den St.-Beatus-Höhlen:«Man fühlt sich wie im Märchenland»

Das sind die Blick-Test-Noten
Wir waren in der mystischsten Höhle der Schweiz

Die St.-Beatus-Höhlen verzaubern mit ihrer mystischen Atmosphäre so sehr, dass sie auch ausserhalb der Saison Besucher anlocken. Doch wie familienfreundlich ist das Abenteuer wirklich? Im Format «Taugts was, Niki?» beantwortet Blick die Frage und verlost Gutscheine.
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Blick-Reporterin testet im Format «Taugts was, Niki?», ob sich der Ausflug wirklich lohnt.
Foto: Damian Seiler

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die St.-Beatus-Höhlen am Thunersee bieten Natur, Geschichte und Abenteuer
  • Das Höhlensystem umfasst 14 Kilometer, ein Kilometer ist öffentlich zugänglich
  • Blick testet den Ausflug im Format «Taugts was, Niki?»
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Nikolina PanticRedaktorin News

Für Kinder sind Höhlen die Heimat von Drachen und geheimnisvollen Wesen. In meinen Tagträumereien dienten sie als Kulisse für Schwertkämpfe und grosse Abenteuer.

Heute suche ich dort keine Fabelwesen mehr. Dafür schätze ich an heissen Sommertagen ihre angenehme Kühle und die besondere Mischung aus Natur, Geschichte und Entdeckung. Wer in der Schweiz danach sucht, stösst früher oder später auf die St.-Beatus-Höhlen am Thunersee.

Doch können die St.-Beatus-Höhlen auch Erwachsene noch zum Staunen bringen, oder sind sie vor allem ein Ziel für Kinder? Ich habe es ausprobiert.

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Erreichbarkeit: Die malerische Busfahrt durch Thun

Von Winterthur aus bringt mich der Zug über Bern nach Thun. Die Schulklasse und die Rucksacktouristen bei der Busstation verraten: Ich bin am richtigen Ort. Der Bus fährt nach meiner Ankunft schon bald los. Wer den Anschluss verpasst, muss sich eine halbe Stunde gedulden. Doch bei mir geht alles nach Plan, und ich stehe nach rund 30 Minuten Fahrt bereits vor dem Höhleneingang.

Der Bus hält direkt vor dem Eingang der Parkanlage der St.-Beatus-Höhlen. Beim Aussteigen thronen Wasserfall, Schloss und sattes Grün vor mir. Das Bild wirkt wie ein wahr gewordener Kindheitstraum.

Auch mit Blick auf die Höhlengeschichte: Der Legende nach tragen die Höhlen den Namen aufgrund eines frühchristlichen Glaubensboten aus Schottland, der hier lebte. Berühmt wurde er, weil er einen Drachen besiegt und die Bevölkerung von ihrer Angst befreit haben soll. Seine Grabstätte beim Höhleneingang kann man heute übrigens aus nächster Nähe betrachten.

Nach einem kurzen, aber steilen Aufstieg führt der Weg zum Eingang der Höhlen. Während mich als Erwachsene der Thunersee im Rücken und das märchenhafte Schloss vor mir faszinieren, sorgt der «Flimboweg» bei Kleinkindern für Unterhaltung.

Der Drache ist das Wahrzeichen der St.-Beatus-Höhlen. Auf dem kleinen Wanderweg durch das Parkgelände lassen sich seine Abdrücke entdecken. Interaktive Spielstationen unterwegs bringen jungen Entdeckern die Geologie näher.

Für mich war die Anreise mit dem ÖV angenehm. Doch ich kann mir vorstellen, dass der Bus am Wochenende voll ist. Wer auf Bus und Zug verzichtet, muss sich um die limitierten Parkplätze bemühen, weshalb es hier einen kleinen Abzug gibt.

Marc Schneider, Marketingleiter, empfiehlt die Anreise mit dem ÖV, da die Parkplätze an stark frequentierten Tagen schnell belegt sind. Mein Tipp: möglichst früh und unter der Woche kommen.

«Man fühlt sich wie im Märchenland»
2:50
Blick in den St.-Beatus-Höhlen:«Man fühlt sich wie im Märchenland»

Die Höhlen öffnen morgens um 9 Uhr und schliessen um 18 Uhr. Ich erreiche sie um 10 Uhr, doch bereits jetzt ist von Einsamkeit keine Rede mehr. «Wer die romantische Vorstellung hat, hier alleine unterwegs zu sein, liegt falsch», sagt Marketingleiter Marc Schneider bei meiner Ankunft. «Gerade an Spitzentagen dürfen wir viele Gäste begrüssen. Dank einer gezielten Besucherlenkung und der Grösse des Höhlensystems bleibt die Erlebnisqualität jedoch auch bei höherem Besucheraufkommen erhalten», verspricht er. Doch stimmt das? Ich bin skeptisch und werde ein Auge darauf haben, ob er recht hat.

Die Erreichbarkeit erhält die Note 8 von 10. 

Im Reich der Tropfsteine

Schon beim Eintritt in die Höhlen schlägt mir kalte Luft entgegen, eine angenehme Begrüssung angesichts des 30-Grad-Tags draussen. Drinnen herrschen acht bis zehn Grad – das ganze Jahr über. Die ersten Schritte offenbaren eine mystische und feuchte Welt. Eines vorweg: In der Höhle frieren meine exponierten Beine. Deshalb lohnt es sich, vor dem Besuch einen Blick auf die Website zu werfen und warme Kleidung mitzunehmen – ein Rat, den ich selbst leider nicht befolgt habe, und während meines Höhlenausflugs meine Shorts-Auswahl bereue.

Die Geräuschkulisse in der Höhle ist fast surreal und reicht von tosenden Wasserfällen bis zu stillen Höhlenseen. Mal werden Kammern und Gänge perfekt ausgeleuchtet und offenbaren ihre ganze Struktur, mal verschwinden Teile der Felsformationen im Schatten. Gerade dieses Wechselspiel aus Licht und Dunkelheit verleiht der Höhle eine geheimnisvolle Atmosphäre.

Die St.-Beatus-Höhlen gehören zu den grössten Tropfsteinhöhlen der Schweiz. Das erforschte Höhlensystem erstreckt sich über 14 Kilometer, wovon ein Kilometer für Besucherinnen und Besucher zugänglich ist. Nach rund einer Stunde unter Tage führt der Weg zurück ins Freie.

Verpflegung und Familientauglichkeit

Die Eindrücke wirken nach und machen hungrig. Zeit für eine Stärkung. Zur Auswahl stehen das fancy Restaurant «Stein & Sein» und die Imbiss-Ecke beim Ausgang der Höhle. Ich entscheide mich für den Imbissbereich draussen, der mich mit der einfachen Auswahl von Suppe, Salat und Burgern überzeugt.

Die Küche ist einfach, aber gut. Der saftige Burger, den ich wähle, überzeugt mit frischen Zutaten und übertrifft deutlich das, was ich von einem solchen Angebot erwartet hätte. Für zwei Personen isst und trinkt man hier für stolze 50 Franken.

Geschmacklich überzeugt die Verpflegung zwar, trotzdem bleibt das Gefühl, dafür etwas zu tief in die Tasche greifen zu müssen. Wer sparen möchte, kann beim Drachenspielplatz den Picknickplatz oder die Grillstelle nutzen.

Der hohe Preis spiegelt sich auch im übrigen Angebot wider. Selbst der Gang zur Toilette zeigt, dass hier trotz Naturspektakel auf Komfort geachtet wird. Die Anlage erinnert mich an einen gehobenen Hotelaufenthalt – vermutlich die sauberste Toilette, die ich je bei einer Höhle gesehen habe.

Die Einkehrmöglichkeiten überzeugen mich zwar, aber der Genuss hat seinen Preis, weshalb es hier einen kleinen Abzug gibt.

Die Verpflegung erhält die Note 8 von 10. 

Hats den Wow-Effekt?

Der Besuch hat definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auf dieser Reise werden Erwachsene genauso staunen wie Kinder. Die Höhle an sich ist schon einen Besuch wert. Das märchenhafte Schloss, der Wasserfall beim Weg zur Höhle und der Blick auf den strahlenden Thunersee sorgen für Pluspunkte obendrauf.

Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass der Höhlenbesuch an einem stark frequentierten Tag nicht ganz so traumhaft ist wie bei diesem Test. Auch ich muss immer wieder anhalten, um andere Besuchergruppen vorbeizulassen.

Den grossen Wow-Effekt schmälert dies auf keinen Fall.

Textkasten: Taugts was Niki?

Wohin lohnt sich der nächste Ausflug ins Grüne wirklich? Welche Wanderungen, Naturerlebnisse und Outdoor-Abenteuer begeistern und welche kann man sich sparen?

Gerade in der Schweiz ist das Angebot riesig. Doch Prospekte, Social Media und Hochglanzbilder zeigen oft nur die Schokoladenseite. Wie sieht ein Ausflug tatsächlich aus? Ist die Wanderung ihr Geld, ihre Zeit und die Anreise wert?

Ich teste Wanderungen, Naturerlebnisse und Outdoor-Abenteuer, damit ihr nicht die Katze im Sack kauft. Im Format «Taugts was, Niki?» zeige ich, was überzeugt – und was nicht. Ehrlich, direkt und mit allen wichtigen Infos für eure nächste Tour.

Wohin lohnt sich der nächste Ausflug ins Grüne wirklich? Welche Wanderungen, Naturerlebnisse und Outdoor-Abenteuer begeistern und welche kann man sich sparen?

Gerade in der Schweiz ist das Angebot riesig. Doch Prospekte, Social Media und Hochglanzbilder zeigen oft nur die Schokoladenseite. Wie sieht ein Ausflug tatsächlich aus? Ist die Wanderung ihr Geld, ihre Zeit und die Anreise wert?

Ich teste Wanderungen, Naturerlebnisse und Outdoor-Abenteuer, damit ihr nicht die Katze im Sack kauft. Im Format «Taugts was, Niki?» zeige ich, was überzeugt – und was nicht. Ehrlich, direkt und mit allen wichtigen Infos für eure nächste Tour.

Preis-Leistung

Der Eintritt für Erwachsene kostet 20 Franken, für Kinder 12 Franken – und der Preis lohnt sich. Allein der Spaziergang durch die Höhle dauert in meinem Tempo rund eine Stunde. Mit Kindern dürfte die Entdeckungstour noch deutlich länger dauern. Für den Eintritt erhalten Besucherinnen und Besucher liebevoll aufbereitete und verständlich erklärte Informationen.

Die Preis-Leistung erhält die Note 10 von 10. 

Taugts was?

Rückblickend kann ich sagen: Ja, der Besuch hat sich definitiv gelohnt. Sowohl die Region als auch die Wandermöglichkeiten rund um die St.-Beatus-Höhlen ergänzen den Höhlenbesuch für alle, die eine weitere Anreise auf sich nehmen.

Die Anlage ist auch für Familien ausgelegt. Spielplätze, Feuerstellen und relativ rutschfeste Wege in der Höhle machen den Ort besonders familienfreundlich. Wer lange Fussmärsche mit Kindern vermeiden möchte, darf sich über die guten Busverbindungen freuen.

Obwohl ich dem Kindesalter längst entwachsen bin, verzaubern mich die Eindrücke auch Tage nach dem Besuch.

Mit ein wenig Glück bleiben die Kosten für den Eintritt aus: Wer die verrücktesten Familien-Wandererfahrungen mit Blick teilt, gewinnt mit ein wenig Glück einen von drei Gutscheinen für die St.-Beatus-Höhlen im Wert von 150 Franken. Teilnahmeschluss ist der 19. Juni 2026. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird anschliessend ermittelt und benachrichtigt. Mit der Teilnahme erklärst du dich mit den AGB und Datenschutzbestimmungen einverstanden.

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