Frédéric Splendore läuft bis in die Westukraine
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Über zwei Marathons pro Tag:Frédéric Splendore läuft bis in die Westukraine

4200 Kilometer für den Frieden
Schweizer Ex-Feuerwehrmann läuft in den Krieg

Frédéric Splendore (33) läuft von Monaco bis in die Ukraine – fast zwei Marathons täglich, 60 Tage lang. Unterwegs stellte er auf der Via Alpina gar einen neuen Rekord auf. Mit seinem Lauf will er 140'000 Euro sammeln und eine Botschaft des Friedens vermitteln.
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Frédéric Splendore läuft von Monaco bis in die Ukraine.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Frédéric Splendore (33) läuft 4200 km von Monaco in die Ukraine
  • Er sammelte bisher 6000 Euro, Ziel sind 140'000 Euro für die Ukraine
  • Via-Alpina-Rekord: 23 Tage, 11 Stunden, 42 Minuten – 5 Tage schneller
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Nikolina PanticRedaktorin News

Jeden Tag fast zwei Marathons – rund 60 Tage lang. Von Monaco läuft Frédéric Splendore (33) bis in die Ukraine. Er wandert und rennt für Menschen und ein Land, zu denen er gar keinen persönlichen Bezug hat. Sein Spendenziel: 140'000 Euro.

Das Projekt nennt er «Beyond Borders». Seine Motivation? «Nicht nur der ukrainischen Bevölkerung helfen, sondern auch die Botschaft des Friedens und der gegenseitigen Unterstützung vermitteln», erklärt er im Gespräch mit Blick.

Das ist das Projekt «Beyond Borders»

«Beyond Borders» ist ein europäisches Ultra-Ausdauerprojekt des Schweizers Frédéric Splendore (33). Die Strecke führt von Monaco bis in die Ukraine. Mit der Aktion sammelt Splendore Geld für die ukrainische Bevölkerung.

Das Projekt verläuft in zwei Phasen. In der ersten Phase durchläuft Splendore die Via Alpina von Westen nach Osten. In der zweiten Phase besucht er historisch bedeutende Orte in Osteuropa.

Insgesamt umfasst die Strecke:

  • 4200 Kilometer
  • 50 Lauftage
  • 13 Länder
  • 140'000 Höhenmeter

Die Spenden werden über die Glückskette abgewickelt.

«Beyond Borders» ist ein europäisches Ultra-Ausdauerprojekt des Schweizers Frédéric Splendore (33). Die Strecke führt von Monaco bis in die Ukraine. Mit der Aktion sammelt Splendore Geld für die ukrainische Bevölkerung.

Das Projekt verläuft in zwei Phasen. In der ersten Phase durchläuft Splendore die Via Alpina von Westen nach Osten. In der zweiten Phase besucht er historisch bedeutende Orte in Osteuropa.

Insgesamt umfasst die Strecke:

  • 4200 Kilometer
  • 50 Lauftage
  • 13 Länder
  • 140'000 Höhenmeter

Die Spenden werden über die Glückskette abgewickelt.

«Wenn ich so etwas nochmals mache, wofür?»

Sein Gespür für Menschlichkeit ist markant. Das war auch der Grund, weshalb er Feuerwehrmann wurde. Doch die Realität währt nicht lange. «Mein Job hat mich aus vielen verschiedenen Gründen nicht besonders glücklich gemacht», erklärt Splendore.

Ein guter Freund schickte ihm ein Video vom Pacific Crest Trail. Splendore war den rund 4265 Kilometer langen Fernwanderweg von der mexikanischen Grenze bis nach Kanada bereits 2018 gegangen. Das Video weckte in ihm den Wunsch nach einer neuen Herausforderung. Doch er fragte sich: «Wenn ich so etwas nochmals mache, wofür?»

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Was ist das Schlimmste auf der Welt?

Splendore sucht nach Antworten. «Ich fragte mich, was das Schlimmste auf der Welt ist. Vielleicht ist Krieg das Schlimmste, weil er alle negativen Dinge miteinander verbindet. Er zerstört unseren Planeten, unsere Umwelt und Menschen sterben.»

So entschied er sich, mit seinem Projekt die Ukraine zu unterstützen. «Die Ukraine liegt in Europa, gar nicht so weit von uns entfernt. Vielleicht kann ich auf diese Weise Menschen in all diesen Ländern erreichen und ihnen sagen: Hey Leute, wir sind Europa. Und auf unserem Kontinent gibt es ein Land, in dem Krieg herrscht.»

Der Rekordbruch der Via Alpina

In der ersten Phase rannte Splendore über die Via Alpina von Monaco nach Muggia (I). Die Strecke bewältigte er in der Rekordzeit von 23 Tagen, 11 Stunden und 42 Minuten. Damit war er ganze fünf Tage schneller als die bisherige Rekordhalterin Sophie Woods und stellte zugleich einen neuen Männerrekord auf.

Doch das Ziel des Extremsportlers liegt noch vor ihm: «Ich laufe 4200 Kilometer, aber wenn ich das Spendenziel nicht erreiche, dann ist das für mich fast alles umsonst.»

Ein Extremlauf mit historischer Bedeutung

Momentan läuft Splendore durch Osteuropa – der zweiten Phase seines Projektes. «In fast jedem Land habe ich bedeutungsvolle Denkmäler und Gedenkorte besucht», sagt er. So befindet er sich während des Gesprächs mit Blick in der polnischen Stadt Auschwitz. 

Auch die Gedenkstätten im kroatischen Jasenovac und slowakischen Sered, wo sich ehemalige Konzentrations- und Arbeitslager befanden, gehören zu seiner Route. «Im zweiten Teil geht es wirklich darum, Menschen zu begegnen», erklärt er.

«Die meisten Leute würden das schrecklich finden»

Beim Spendensammeln bringt sich der 33-Jährige täglich an seine Grenzen. «Die meisten Leute würden das schrecklich finden», sagt er. «Ich stehe immer um 5.30 Uhr morgens auf und um 6 Uhr gehe ich los.» Sein Arbeitspensum: 60 bis 100 Kilometer am Tag.

Trotz aller Schwierigkeiten berichtet der Sportler auch von herzlichen Begegnungen. In Kroatien warnte ihn etwa ein Mann davor, einen Fluss zu überqueren. Aus der zufälligen Begegnung entwickelte sich schnell mehr: «Sie haben uns sogar in ein Restaurant eingeladen. Das war verrückt, denn ich kannte diesen Mann erst seit vielleicht drei Stunden.» 

Zwischen Angst und Enttäuschung

Es sind die kleinen Begegnungen und Spenden mit Leuten vor Ort, die Splendore berühren. «Ich glaube, dass Länder, die selbst Krieg erlebt haben, besser verstehen können, was ich mit diesem Projekt machen möchte», erklärt er.

Dennoch bleibt eine Enttäuschung: Bisher hat Splendore 6000 Euro gesammelt, sein Spendenziel ist noch weit entfernt. 

Angst, in die Ukraine einzureisen, hat er keine: «Wenn man aus Angst davor, dass etwas passieren könnte, das Haus gar nicht mehr verlässt, dann macht man überhaupt nichts mehr.»

Die Ankunft in der Ukraine am 21. September

Splendore rechnet mit gemischten Gefühlen bei der Ankunft in der Ukraine. «Einerseits werde ich froh sein, dass es vorbei ist und ich nicht mehr jeden Tag so viele Kilometer laufen muss. Aber ich werde auch traurig sein, weil ich sehen werde, wie die Situation dort tatsächlich ist und mein Spendenziel vermutlich nicht erreichen werde.»

Doch falls er sein Ziel bis zu seiner Ankunft in der Ukraine am 21. September, dem Internationalen Tag des Friedens, nicht erreicht, will er weitermachen. Denn Stillstehen kommt für Splendore nicht infrage.

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