Darum gehts
- Eine Studie zeigt: Unordnung fördert kreative Denkprozesse, Ordnung strukturiertes Handeln
- Firmen suchen gezielt nach flexiblen Denkern, die innovative Lösungen entwickeln
- Unordnung beeinflusst Denken: Kreativität steigt in chaotischer Umgebung laut Forschung
Ein nicht gemachtes Bett ist für viele ein Symbol für Unordnung. Doch genau dieses kleine Alltagsdetail sorgt in der Psychologie immer wieder für Diskussionen.
Denn: Menschen, die ihr Bett morgens nicht machen, werden oft vorschnell als unorganisiert abgestempelt. Tatsächlich könnte dahinter aber etwas ganz anderes stecken – nämlich ein kreativer Denkstil.
Studie zeigt: Unordnung kann das Denken fördern
Eine Studie der Forscherin Kathleen Vohs von der University of Minnesota, veröffentlicht im Fachjournal Psychological Science, zeigt einen spannenden Zusammenhang: Die Umgebung beeinflusst unser Denken stärker, als viele glauben.
In unordentlichen Räumen neigen Menschen eher dazu, neue Ideen zu entwickeln und bekannte Denkmuster zu verlassen. Ordnung hingegen fördert strukturierte, vorsichtige und eher konventionelle Entscheidungen.
Kurz gesagt: Chaos kann Kreativität anstossen, während Ordnung für Sicherheit sorgt.
Warum Unternehmen genau das suchen
Interessant ist dabei vor allem der Blick in die Arbeitswelt. Viele Firmen suchen heute gezielt nach Menschen, die flexibel denken, schnell neue Lösungen finden und nicht immer den klassischen Weg gehen.
Die Forschung deutet darauf hin, dass genau diese Eigenschaften eher bei Menschen auftreten können, die sich weniger stark an Ordnung und Routine festhalten.
Ein ungemachtes Bett ist natürlich kein Beweis für Genialität – kann aber ein Hinweis auf eine gewisse geistige Flexibilität sein.
Ordnungsliebende ticken anders – aber nicht schlechter
Auf der anderen Seite stehen Menschen, die grossen Wert auf Ordnung legen. Für sie ist ein gemachtes Bett oft der perfekte Start in den Tag.
Psychologen erklären, dass diese Personen häufiger strukturiert denken, Entscheidungen sorgfältig abwägen und klare Abläufe bevorzugen. Auch Perfektionismus kann dabei eine Rolle spielen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass sie weniger kreativ sind – sondern einfach anders arbeiten.
Kein richtig oder falsch – nur unterschiedliche Köpfe
Die wichtigste Erkenntnis: Es gibt keinen richtigen oder falschen Stil.
Ob ordentlich oder eher chaotisch – beide Denkweisen haben ihre Vorteile. Struktur hilft im Alltag, Kreativität bringt neue Ideen.
Viele Menschen bewegen sich sogar irgendwo dazwischen, je nach Situation und Lebensphase.
Man sieht: Dein Bett sagt mehr über dich, als du denkst
Ob du dein Bett morgens machst oder nicht, entscheidet nicht über deinen Erfolg. Aber es kann ein kleiner Hinweis darauf sein, wie dein Gehirn funktioniert.
Und vielleicht ist genau das die beruhigende Nachricht: Ein bisschen Chaos im Alltag könnte manchmal genau der Raum sein, den gute Ideen brauchen.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.