Gelassenheit lernen
Diese japanischen Lebensweisheiten machen den Alltag entspannter

Immer schneller, immer mehr, immer weiter: Unser Alltag ist oft das Gegenteil von innerer Ruhe. Japanische Lebensweisheiten setzen auf Geduld, Einfachheit und kleine Schritte. Einige davon könnten auch uns guttun.
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Was viele der japanischen Weisheiten verbindet, ist nicht der Wunsch nach einem perfekten Leben, sondern nach Geduld und Akzeptanz.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Japanische Weisheiten lehren Geduld, Ausdauer und Akzeptanz im hektischen Alltag
  • «Siebenmal fallen, achtmal aufstehen» betont die Stärke, Rückschläge zu überwinden
  • Kleine Veränderungen und Gelassenheit führen zu einem entspannteren Leben
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Wir hetzen von Termin zu Termin, wollen möglichst viel schaffen und ärgern uns, wenn etwas nicht sofort funktioniert. Dabei liegt ein entspannteres Leben manchmal in ganz einfachen Gedanken.

In Japan gibt es dafür eine ganze Reihe von Lebensweisheiten. Sie handeln von Geduld, Ausdauer, Respekt und der Kunst, nicht alles kontrollieren zu wollen. Sie versprechen kein glücklicheres Leben auf Knopfdruck – können aber zum Nachdenken anregen.

«Siebenmal fallen, achtmal aufstehen»

Eine der bekanntesten japanischen Weisheiten lautet: «Siebenmal fallen, achtmal aufstehen.» Die Botschaft ist simpel: Ein Rückschlag bedeutet nicht, dass etwas gescheitert ist. Entscheidend ist, wieder aufzustehen und weiterzumachen.

Gerade in einer Gesellschaft, in der Erfolg oft möglichst schnell sichtbar werden soll, ist das eine wohltuende Perspektive. Nicht jeder Umweg ist verlorene Zeit. Und nicht jeder Fehler bedeutet, dass man auf dem falschen Weg ist.

«Die tiefsten Flüsse fliessen langsam»

Diese Weisheit passt erstaunlich gut in unsere Zeit: Wir sind es gewohnt, dass alles schnell gehen muss: eine Antwort auf eine Nachricht, Fortschritte im Job, Ergebnisse beim Sport oder Veränderungen im Leben. Doch nicht alles lässt sich beschleunigen. Manche Dinge brauchen Zeit, bevor sie sich entwickeln können.

Geduld ist deshalb nicht dasselbe wie Stillstand. Wer sich Zeit lässt, kann trotzdem konsequent auf ein Ziel hinarbeiten.

«Wenn du eine Frage stellst, schämst du dich eine Minute. Wenn du sie nicht stellst, schämst du dich ein Leben lang»

Auch diese Weisheit hat eine erstaunlich moderne Botschaft: Viele Menschen vermeiden Fragen, weil sie nicht unwissend wirken wollen. Dabei kann genau diese Zurückhaltung dazu führen, dass Missverständnisse entstehen oder Chancen verpasst werden.

Die kleine japanische Lektion: Lieber einmal kurz über den eigenen Schatten springen, als dauerhaft mit einer offenen Frage zu leben.

«Gib dein Bestes – und überlasse den Rest dem Schicksal»

Das bedeutet nicht, dass man einfach alles dem Zufall überlassen soll. Vielmehr geht es um die Grenze zwischen dem, was wir beeinflussen können, und dem, was ausserhalb unserer Kontrolle liegt.

Wir können uns vorbereiten, uns anstrengen und Entscheidungen treffen. Ob am Ende alles so funktioniert wie geplant, liegt aber nicht vollständig in unserer Hand. Gerade für Menschen, die ständig versuchen, alles zu kontrollieren, kann dieser Gedanke entlastend sein.

«Wenn du es eilig hast, nimm den Umweg»

Was zunächst widersprüchlich klingt, ist eigentlich eine Warnung vor blindem Aktionismus. Wer unbedingt schnell ans Ziel will, macht leichter Fehler. Manchmal kostet ein überstürzter Schritt am Ende mehr Zeit, als sich vorher kurz zu überlegen, wie man etwas angehen möchte. Denn nicht jede Geschwindigkeit bringt uns schneller ans Ziel.

«Ein schönes Wort kann drei Monate Winter erwärmen.»

Dahinter steckt eine einfache Idee: Worte haben Wirkung. Ein ehrliches Kompliment, ein Dankeschön oder ein freundlicher Satz kostet wenig, kann für den anderen Menschen aber einen grossen Unterschied machen. Gerade im hektischen Alltag gehen solche kleinen Gesten schnell unter.

Es muss nicht immer eine grosse Veränderung sein

Was viele dieser japanischen Weisheiten verbindet, ist nicht der Wunsch nach einem perfekten Leben. Im Gegenteil: Es geht um kleine Schritte, Geduld und Akzeptanz.

Du musst also nicht gleich dein ganzes Leben umkrempeln. Vielleicht reicht es schon, beim nächsten Rückschlag nicht sofort aufzugeben. Eine Entscheidung nicht zu überstürzen. Eine Frage zu stellen, obwohl sie unangenehm ist. Oder zu akzeptieren, dass sich manche Dinge schlicht nicht erzwingen lassen.

Vielleicht liegt genau darin die eigentliche japanische Lektion: Nicht alles muss schneller werden. Manchmal muss man nur lernen, anders damit umzugehen.

Dieser Artikel erschien erstmals auf zena.blic.rs, dem Lifestyle-Portal des serbischen Mediums Blic, das zur internationalen Ringier-Gruppe gehört.

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