Alkohol-Studie
Neurologin warnt: Bier kann gefährlicher sein als Wodka

Bier gilt für viele als harmloser Alltagsdrink. Doch eine polnische Neurologin warnt: Gerade dieser Eindruck könne trügen – und Bier sei in bestimmten Fällen sogar heimtückischer als hochprozentiger Alkohol wie Wodka.
Kommentieren
Foto: Getty Images/Maskot

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bier wird als harmlos wahrgenommen, doch Experten warnen vor Risiken
  • Schon kleine Mengen können Nervenzellen schädigen und das Gehirn altern lassen
  • Neurologen: Bierkonsum oft unterschätzt, Risiko für Abhängigkeit und Demenz hoch
Blick_APP_DE_WeissRot_XXXHDPI-1024x1024_RGB.png
Blick Lifestyle

Bier ist an den wärmeren Tagen wohl der beliebteste Alkohol. Viele trinken es regelmässig – oft ohne es überhaupt als «richtigen Alkohol» wahrzunehmen. Gemischt mit Zitronenlimonade kommt es erfrischend als «Panaché» daher und man könnte fast vergessen, dass dieses Sommergetränk Alkohol enthält. 

Wer am Nachmittag um 16 Uhr in der Sonne ein Bier trinkt, fällt kaum auf. Würde zur gleichen Zeit jemand doppelte Tequila-Shots bestellen, wäre das gesellschaftlich deutlich weniger akzeptiert.

Doch genau darin liege das Problem, sagt die Neurologin Olga Milczarek.

Bier wird oft unterschätzt

Laut der Expertin wird Bier gesellschaftlich als harmlos angesehen – als Getränk für Entspannung, nicht als starke Droge. Diese Wahrnehmung führt dazu, dass viele davon deutlich mehr trinken, als ihnen bewusst ist.

Warum Bier heimtückischer sein kann

Der entscheidende Punkt: Bier wirkt schwächer als Spirituosen wie Wodka – wird aber oft in viel grösseren Mengen konsumiert. Dadurch könne die Gesamtmenge Alkohol am Ende gleich hoch oder sogar höher sein.

Auswirkungen auf das Gehirn

Neurologin warnt vor langfristigen Folgen:

  • Alkohol schädigt Nervenzellen im Gehirn.
  • Konzentration und Reaktionsfähigkeit nehmen ab.
  • Dauerhafter Konsum kann das Gehirn schneller altern lassen.
  • Besonders betroffen ist der Hippocampus, wichtig für Gedächtnis und Orientierung.
  • Bei starkem Konsum könne es langfristig zu ähnlichen Veränderungen kommen wie bei Demenz.

Schon kleine Mengen können wirken

Laut Milczarek reichen bereits geringe Alkoholmengen, um erste kognitive Veränderungen auszulösen – etwa bei Aufmerksamkeit und Reaktionsgeschwindigkeit. Bei regelmässigem Konsum verschärfen sich die Effekte deutlich.

Risiko für Abhängigkeit

Auch Bier könne abhängig machen, betont die Neurologin: Der Körper gewöhne sich an Alkohol, wodurch die Menge mit der Zeit oft steigt – ohne dass Betroffene sich selbst als abhängig wahrnehmen.

Fazit der Expertin

Es gibt keine wirklich «sichere Alkoholmenge». Entscheidend sei der bewusste Umgang. Viele unterschätzten Bier – genau das mache es in bestimmten Fällen besonders problematisch.

Dieser Artikel erschien zuerst auf aktuality.sk. Das slowakische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Meistgelesen